Schlagwort-Archive: Tierrechts-Aktivisten

Niedersachsen: Bedrohter Wolfsberater abberufen

Es ist ein Armutszeugnis für die Debattenkultur in Deutschland und ganz besonders für die aggressive Tierfreundefraktion: “Um ihn aus der Schusslinie zu nehmen”, sieht sich das niedersächsische Umweltministerium veranlasst,  den ehrenamtlich tätigen Wolfsberater des Landkreises Nienburg abzuberufen. Der hauptberufliche Förster sei zunehmend persönlich angefeindet worden, erklärte eine Ministeriumssprecherin gegenüber dem NDR. “Aus Gründen der Fürsorge” sei es nicht weiter zu verantworten, wenn er weiterhin als Wolfsberater tätig sei. Der ehemalige Wolfsberater soll dem NDR zufolge mit seiner Abberufung einverstanden sein. Die Eskalation steht im Zusammenhang mit der Genehmigung der Entnahme des Wolfsrüden GW717m durch das niedersächsische Umweltministerium. GW717m werden zahlreiche Nutztierrisse und die Überwindung angeblich wolfssicherer Zäune zur Last gelegt (JAWINA berichtete). In einer E-Mail sei dem Wolfsberater unterstellt worden, er sei persönlich für die geplante Tötung des Wolfs verantwortlich.

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Tierrechtsdemo bei Prädatorensymposium: Schrille Emotionen

„Schande, Schande, Mörderbande“ oder „Tiere haben Rechte – Jagd ist Mord“ schrie ein fanatischer Tierrechtler geifernd ins Megaphon, und etwa 80 Demonstrant*Innen kreischten vor der Grünberger Gallushalle lautstark mit. Eine möglicherweise der Gießener Tierrechtsszene zuzuordnende rabiate Demonstrantin zielte – hinter einem großen Transparent versteckt – in infantiler Weise mit einem Spielzeuggewehr in Richtung Grünröcke.

Der Unterhaltungs- und Belustigungsfaktor dieses Aufzugs war groß für die über 400 Jäger, Jagdgenossen und waschbär-geschädigten Bürger, die Ende August im Bürgerhaus an der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Artenschutz und Prädatoren“ der Jägervereinigung Oberhessen teilnahmen. Auch die Grünberger Polizei, die diesen seltsamen Aufzug souverän begleitete, kam auf ihre Kosten. Wann bekommt man schon einmal in der Gallusstadt solche Comedy-acts live zu Gesicht?

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Tierrechtler hetzen gegen Artenschützerin, weil sie nachhaltige Jagd befürwortet

Tierrechtsorganisationen machen in sozialen Medien mit prominenter Unterstützung Stimmung gegen nachhaltige Jagd in Afrika. CIC und DJV verurteilen die mediale Hetzjagd gegen die Jägerin Brittany Longoria: Als Wissenschaftlerin entwickelt sie ökologische Tourismuskonzepte in Afrika, die Jagd einschließen.

Das Bild zeigt eine junge Jägerin, die einen toten Leoparden hält: „Wut über Jagdtrophäe: Frau erlegt riesigen Leoparden und grinst in die Kamera – Tierschützer laufen Sturm“, titelt der Stern dazu. Das Bild hat die Jägerin nicht selbst auf Instagram eingestellt, es wurde von einem amerikanischen Tierrechtler gepostet. Mediale Aufmerksamkeit erzielt der Beitrag, seit Prominente wie das Modell Naomi Campbell das Bild in ihren persönlichen Netzwerken teilen. Zwischenzeitlich bedrohen Tierrechtler die Jägerin mit Hassmails, die zu Mord und Vergewaltigung aufrufen. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband betrachten diese Hetzjagd mit Sorge. „Ich finde es befremdlich, dass sich Teile unserer Gesellschaft aufgrund eines Fotos anmaßen, eine ausgewiesene Artenschützerin derart zu diskreditieren. Sie echauffieren sich über die regulierte Bejagung eines Wildtieres, dessen Management international gültigen Quoten und Kriterien folgt. Wir fordern eine faktenbasierte Berichterstattung“, so Dr. Wilhelm von Trott zu Solz, Leiter der deutschen Delegation des CIC.

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Niedersachsen: Grüne verteidigen Gemeinnützigkeit für militante Tierschützer

Die niedersächsische Landtagsabgeordnete und tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Miriam Staudte hat den Vorstoß der Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) zurückgewiesen, militanten Tierschutzorganisationen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, wenn diese illegale Aktionen begehen (JAWINA berichtete). Als Beispiel wurden Stalleinbrüche zwecks Dokumentation angeblicher Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen genannt oder Mordaufrufe nach der Einschläferung eines aggressiven Kampfhunds. Staudte wirft Ministerin Otte-Kinast vor, die “die Debatten um die Proteste gegen das Einschläfern des Staffordshire-Terriers Chico zu instrumentalisieren, um gegen Tierschutzorganisationen generell Stimmung zu machen.”

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Niedersachsen: Landwirtschaftsministerin stellt Gemeinnützigkeit von “Peta und Co” in Frage

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat sich gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) dafür ausgesprochen, die Gemeinnützigkeit von radikalen Tierschutzorganisationen wie Peta “im Zweifel” zu überprüfen. Otte-Kinast reagierte damit auf die jüngsten Einbrüche in Ställe, um dort angebliche oder tatsächliche Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen zu dokumentieren. “Einbruch ist Einbruch” erklärte Otte-Kinast gegenüber der NOZ, und setzte sich für eine konsequente Strafverfolgung ein. Es verunsichere Landwirte, wenn auf dem Hof herumgeschlichen und heimlich gefilmt werde, so Otte-Kinast laut NOZ. Die Ministerin kritisierte auch den Umgang mit den Aufnahmen durch die Tierschutzorganisationen: Die Tierrechtler würden mitunter Monate verstreichen lassen, bis sie die Aufnahmen veröffentlichten, Aufsichtsbehörden würden nicht informiert. Was sei das für ein Tierschutz, wenn man die Schweine, Rinder oder Hähnchen weiter leiden lasse, fragte Otte-Kinast. Dies sei “Stimmungsmache” und “Eintreiben von Spendengeldern”. Es sei zu fragen, ob “Peta und Co” zu Recht als gemeinnützig eingestuft seien. Im Zweifelsfall müsse die Gemeinnützigkeit aberkannt werden.

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Nach Stalleinbruch: Landgericht Magdeburg spricht Tierrechts-Aktivisten frei

Das Landgericht Magdeburg hat drei Tierrechts-Aktivisten der – stramm jagdfeindlichen – Tierrechts-Organisation Animal Rights Watch (ARIWA) freigesprochen, die in einen Stall der van Gennip Tierzuchtanlagen GmbH eingebrochen waren und die dort vorgefundenen Missstände durch Filmaufnahmen dokumentiert hatten. Den Angeklagten, zwei 39 und 53 Jahre alten Männern und einer 37 Jahre alten Frau, wurde vorgeworfen, am 29. Juni 2013 widerrechtlich in eine Tierzuchtanlage im Ortsteil Sandbeyendorf der Gemeinde Burgstall (Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde) eingedrungen zu sein und dadurch einen Hausfriedensbruch begangen zu haben. In einem Urteil vom 26.09.2016 waren die Angeklagten von einer Strafrichterin des Amtsgerichts Haldensleben von diesem Tatvorwurf bereits freigesprochen worden. Das Gericht war zu der Überzeugung gelangt, dass sich die Tatvorwürfe bestätigt haben. Dies bedeutet, dass aus Sicht des Amtsgerichts die Angeklagten widerrechtlich in die Stallungen eingedrungen und damit an sich einen Hausfriedensbruch begangen haben. Dennoch konnten aus Sicht des Amtsgerichts die Angeklagten nicht bestraft werden, da das Handeln der Angeklagten wegen Notstands nach § 34 StGB gerechtfertigt gewesen sei.

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