Schlagwort-Archive: Tiere

Bündnis für Wald und Wild verabschiedet Erfurter Erklärung

Stärkung von Hegegemeinschaften und des Muttertierschutzes bei der Rotwildbejagung gefordert

Am 1. September fand in Erfurt das vom Bündnis für Wald und Wild e.V. veranstaltete Symposium “Artgerechte Wildbewirtschaftung in der heutigen Kulturlandschaft” statt. Nach zwei Fachvorträgen – Karl-Heinz Müller sprach über die Rolle der Hegegeminschaften, Dr. Christine Miller stellte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Abhängigkeit von Rotkälbern von den Elterntieren vor – verabschiedeten die Anwesenden die Erfurter Erklärung. Die Erfurter Erklärung wird die Grundlage für das weitere Agieren des Bündnisses für Wald und Wild zu den Themen Hegegemeinschaften und Muttertierschutz sein, wie auf der Internetseite des Bündnisses angekündigt wird. “Immer häufiger wird in Forstkreisen der Grundsatz „Wald vor Wild“ propagiert und umgesetzt”, heißt es in der Erfurter Erklärung. “Dabei übersieht man, dass sich Wald und Wild nicht im Konflikt miteinander befinden. Vielmehr sind sie zum Spielball zwischen den wirtschaftlichen Interessen des Menschen und den biologischen Grundbedürfnissen des Wildes geworden.”

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Hecheln, fächeln, suhlen: Wie Wildtiere die Hitzewelle überstehen

Viele Tiere können nicht schwitzen. Um sich bei der aktuellen Hitze abzukühlen, nutzen sie andere Strategien.

So heiß war es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1893 im Mai noch nie. Kein Wunder, dass die Deutschen am vergangenen Dienstag, dem bislang heißesten Tag des Jahres, gehörig ins Schwitzen kamen. Damit unterscheiden sie sich von anderen Säugetieren, die wenige bis gar keine Schweißdrüsen besitzen. Der Deutsche Jagdverband erklärt wie Wildschwein, Feldhase und andere Wildtiere dennoch “cool” durch die anhaltende Hitzewelle kommen.

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Rügen: Jäger mit Axt angegriffen

Weil er “die Tiere im Gras töte”, ist ein Jäger nach einer Drückjagd bei Rappin auf Rügen von einem Anwohner mit einer Axt angegriffen worden, wie die Ostsee-Zeitung berichtet. Demnach musste der Weidmann, als er nach der Jagd die Heimreise antreten wollte, einem geparkten Fahrzeug ausweichen, indem er den Plattenweg verließ und den Grasstreifen neben dem Plattenweg befuhr. Der Anwohner beschimpfte den Jäger als “Mörder”, und verschwand schließlich in seiner Behausung, um alsbald wieder hervorzukommen, einen “axtähnlichen Gegenstand” schwenkend. Der Jäger verständigte die Polizei. Laut Ostsee-Zeitung gab der Anwohner bei der Polizei zu Protokoll, sich über die Drückjagd geärgert zu haben. SE

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Müll im Wald macht Tiere kalt

Der Oberkiefer des Damkalbs steckt in einem gelben Kunststoffring. Seit vielen Tagen schon. Immer wieder haben die Wildkameras in dem Revier bei Nauen das Stück fotografiert. Die Bilder dokumentieren den langsamen und qualvollen körperlichen Verfall des bei der Nahrungsaufnahme gehandicapten Stücks. “Wir sitzen ständig an, um das Kalb von seinen Qualen zu erlösen”, berichtet Revierpächter Bernd Schulze alias Wiesel. “Bisher ist es uns leider nicht gelungen, das Stück zu erlegen.” Das Kalb wird von Tag zu Tag schwächer, inzwischen folgt es dem Damtier (für Nichtjäger: Muttertier) nicht mehr. Tierschicksale wie dieses sollte den Leuten zu denken geben, die ihren Müll bedenkenlos im Wald abladen.

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Tierische Strategien gegen Sommerhitze

Nicht nur Menschen leiden unter den hochsommerlichen Temperaturen. Auch Wildtieren setzt die Hitze zu – doch sie wissen, wie sie sich Abhilfe verschaffen können. Schlammige Pfützen und kühle Wasserlöcher sind bei Wildtieren jetzt heiß begehrt. Hirsche und andere Paarhufer haben keine Schweißdrüsen wie Menschen. Also mussten Wildtiere Strategien entwickeln, um der Hitze zu trotzen. Hirsche waten beispielsweise durch tiefe Gewässer bis ihnen das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht. Bei Wildschweinen ist eine ordentliche Schlammpackung besonders beliebt. Durch das Suhlen im Schlamm bleibt feuchte Erde an den Borsten hängen und kühlt die empfindliche Haut der Schwarzkittel. Ein weiterer Vorteil dieser Wellness-Behandlung: Mücken, Bremsen und Zecken bleiben in der zentimeterdicken Schlammschicht kleben, trocknen ein und werden später an Bäumen einfach abgescheuert.

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