Schlagwort-Archive: Thüringenforst

Thüringen: Forstministerin wirbt für heimisches Wildbret

Forstministerin Birgit Keller (Die Linke) besuchte heute im Forsthaus Willrode bei Erfurt Thüringens einzigen landeseigenen Wildladen für küchenfertiges Wildbret. Seit 2011 verkauft die Landesforstanstalt in Produktionskooperation mit der Töttelstädter Fleisch- und Wurstwaren GmbH sowie anderen regionalen Unternehmen im Wildladen portionierte und veredelte, regionale Wildfleischprodukte sowie ergänzende Erzeugnisse. Hierzu wurde die ThüringenForst-eigene Marke „Wildgut – echt Wild direkt von ThüringenForst“  entwickelt. Zusätzlich werden Wildkochkurse und Wildgrillkurse angeboten. „Unsere Initiative soll dem Verbraucher das heimische Fleischprodukt Wildbret näherbringen. Wildbret ist ein hochwertiges Lebensmittel und liegt voll im Trend der leichten, fettarmen, aber biologisch vollwertigen Küche. Es ist bekömmlich und leicht verdaulich, was gerade für Senioren und Kinder wichtig ist“, so Ministerin Keller. Mit jährlich rund 20.000 Stück Wild tragen Thüringens Förster etwa ein Viertel der landesweiten Wildstrecke bei.

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Uneinigkeit über Waldschutz am Tag des Waldes

Zum heutigen Tag des Waldes melden sich verschiedene Akteure zu Wort, deren Verlautbarungen die Uneinigkeit in der Naturschutzpolitik im Allgemeinen und zum Thema Waldschutz im Besonderen illustrieren. Während der Nabu beklagt, dass nur zwei Prozent der Waldfläche Deutschlands aus der Nutzung genommen seien und – Stichwort Käseglocken-Naturschutz – weitere Nationalparks und Umwandlung von Nutzwäldern in “Urwälder” fordert, wendet sich der landeseigene Forstbetrieb ThüringenForst gegen noch mehr “Naturmuseen”: “Die Thüringer Landesforstanstalt sieht sich von einer breiten Bevölkerungsschicht in ihrem Anliegen kraftvoll unterstützt, die Wälder des Freistaats weiter naturnah zu bewirtschaften” heißt es in einer Pressemitteilung zum Tag des Waldes: Die Forderung nach zusätzlicher Stilllegung von Waldflächen am Possen wurde zuletzt anlässlich einer Tagung an der Fachhochschule Erfurt, der fast ein Dutzend Landtagsabgeordneten beiwohnten, von Biologen wie auch Forstwissenschaftlern mehrfach in Frage gestellt. Erstmals wurde der volkswirtschaftliche Schaden beziffert, der sich für die Forstunternehmen der Region, aber auch für den Freistaat Thüringen durch jährliche Steuerausfälle ergäbe. Zusätzlich wird durch die geplante Flächenstilllegungen die Klimaschutzleistung der heimischen Wälder spürbar reduziert, wie ein Klimaforscher darlegte.

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Stärkste Buchenmast in Thüringens Wäldern seit zehn Jahren

In Thüringens Misch- und Buchenwäldern bietet sich den Besuchern derzeit ein seltenes Bild: Die Buchen, häufigste Laubbaumart im Freistaat, tragen so reichlich Bucheckern, dass diese aus der Ferne -trotz grüner Blätter- braun erscheinen und die Äste schwer beladen hängen lassen. Die Ursache dieses Phänomens: Seit Jahren haben die Buchen im Freistaat nicht mehr so stark geblüht und in Folge so zahlreiche Früchte getragen wie diesen Spätsommer. „Der überdurchschnittlich warme Sommer 2015 beschert uns womöglich eine Rekordernte bei der Buche in diesem Jahr“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Denn schon im Vorjahr entscheidet sich bei der Buche, ob im nächsten Jahr aus einer Knospe ein Zweig oder eine Blüte und damit eine Buchecker werden. So liefert eine vollbehangene Buche in diesem Jahr bis zu 50 kg reife Bucheckern. Rechnet man den Fruchtbecher, die stachelige Hülle, mit ein, so muss der Baum bis zu 300 kg zusätzliche Last schultern. Bis Oktober reifen nun die Samen und fallen dann auf den Waldboden, wo entweder aus den Sämlingen eine neue Buchengeneration entsteht, oder zumindest den Waldtieren wie Maus, Eichhörnchen, Wildschwein oder Hirsch eine gleichermaßen eiweißreiche wie delikate Nahrung geboten wird.

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Thüringen: Drei Auerhühner ausgewildert

ThüringenForst: Die 2014 erstmals angewendete Auswilderungsmethodik bewährt sich. Raufußhuhnbericht 2015 vorgestellt

Thüringens Forstministerin Birgit Keller hat heute zusammen mit Vertretern der Landesforstanstalt, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e. V. (SDW), und weiterer Artenschutzexperten die diesjährige Auerhuhn-Auswilderungsaktion mit dem Freilassen von drei Tieren im Bereich des Forstamtes Gehren abgeschlossen. “Die Auerhühner gehören in unsere Wälder. Ein guter Lebensraum für die Tiere bedeutet aktiver Naturschutz und nutzt auch weiteren Arten. Die Auerhühner sind die Botschafter gesunder Wälder“, sagte Keller nach der Auswilderung der imposanten Tiere. Zugleich stellte die Ministerin den Raufußhuhnbericht 2015 vor.

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Thüringen: Auerhuhn-Auswilderung gestartet

Scharfe Bejagung des Raubwilds ist unerlässlich

Thüringens Forstministerin Birgit Keller hat zusammen mit Vertretern der Landesforstanstalt, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e. V. (SDW) und weiterer Artenschutzexperten die diesjährige Auerhuhn-Auswilderungsaktion im Bereich des Forstamtes Gehren eröffnet. „Das Auerhuhn, größtes Waldhuhn im Freistaat, ist akut vor dem Aussterben bedroht. Die Rettung dieser sensiblen Art ist von großem forstlichem, naturschutzfachlichem und wildbiologischem Interesse“, sagte Keller nach der Auswilderung der imposanten Tiere. Zugleich stellte die Ministerin den Raufußhuhnbericht 2014 vor.

Der Charaktervogel des Freistaats, vielfach auf Wappen zu sehen oder an Ortsbezeichnungen zu lesen, war noch in den 1970er Jahren im Thüringer Schiefergebirge weit verbreitet. Hohe Schadstoffeinträge, fehlende Nahrungsgrundlage, zunehmende Schwarz- und Raubwildbestände und vielfältige Störungen durch den Menschen haben die Auerhuhnbestände im Land drastisch vermindert. Zwischenzeitlich ausgewiesene Naturschutzgebiete und EG-Vogelschutzgebiete definieren das Auerwild als besonders schutzwürdige Art.

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Feuer im Feld, Ruhe im Wald: Neue Jagdstrategie in Thüringen erfolgreich

Dem Schwarzwild als einem der Risikotierarten für Landwirtschaft und Wald wird von ThüringenForst seit über einem Jahr mit einer neuen Jagdstrategie begegnet. Mit verkürzter Jagdzeit dem Wild mehr Ruhe zu gönnen, um dann konzentriert Jagd zu machen, sei die Zielsetzung der neuen Vorgehensweise, so Horst Sproßmann von der Thüringer Landesforstanstalt. Mit der neuen Bejagungsstrategie werde das Schwarzwild nicht mit geringerer Intensität bejagt. Die jagdlichen Aktivitäten würden aber auf bestimmte Jahreszeiten konzentriert.

„Schwarzwild reißt junge Pflanzen aus dem Waldboden, zerstört Kulturzäune, frisst Bucheckern und vor allem Eicheln, die zur Naturverjüngung benötigt werden“, erläutert Sproßmann. So werde unter anderem der Waldumbau hin zu klimatoleranteren Mischwäldern in Thüringen behindert. Neben den enormen Wildschäden geselle sich auch ein hohes Seuchenpotential beispielsweise durch die Schweinepest. Förster und Waldbesitzer seien deshalb wie auch die Landwirte an der Natur angepassten Schwarzwildbeständen interessiert.

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Thüringen: Populationsrückgang des Feuersalamanders aufgehalten

Der aktuelle dritte Zwischenbericht zum Projekt „Erhalt und Entwicklung des überregional bedeutsamen Vorkommens des Feuersalamanders im Thüringer Wald“ bestätigt, dass die 2011 mit Unterstützung der Landesforstanstalt begonnenen Schutzmaßnahmen für den bedrohten „Wolf der Bäche“, wie der Feuersalamander auch genannt wird, greifen. 2014 wurde in den Quellwaldbächen der Gera mit 559 die höchste Larvenzahl seit 2002 gezählt, sieben von zehn Landlebensräumen sind besiedelt. ThüringenForst ist einer der Projektpartner der Naturstiftung David und für die technische Umsetzung der waldbaulichen Maßnahmen auf 80 km Bachlauf im Thüringer Wald verantwortlich.

 Bachläufe entfichtet und Salamanderquartiere geschaffen

Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderte und von der Naturstiftung David gesamtverantwortete Projekt sieht drei Maßnahmenpakete vor. „Insbesondere die im Projektgebiet liegenden Thüringer Forstämter Frauenwald und Finsterbergen haben die Waldumwandlung weg von naturfremder Fichtenbestockung hin zu naturnahen, laubbaumgeprägten Beständen entlang der Quell- und Bergbäche zu leisten“ so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Zur Verbesserung der Strukturvielfalt der Bachläufe wurden in enger Abstimmung der Experten von der Naturstiftung David Totholz eingebracht, Staustufen geebnet und zu enge Bachverrohrungen entfernt. Aber auch die Landlebensräume dieser seltenen Art wie etwa Felsschutthalden wurden durch Baumentnahmen licht gestaltet und damit von ThüringenForst wichtige Salamanderquartiere wieder hergestellt.

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Frühblüher: Blütenpracht im winterkahlen Wald

Dank mildem Winter und den ersten längeren Sonnentagen bieten die Wälder für aufmerksame Naturfreunde ein besonderes Ereignis: die Frühblüher sind das derzeitig auffälligste Farbphänomen in den noch winterkahlen Forsten. Scharbockskraut, Winterlinge, Seidelbast, Märzenbecher oder Buschwindröschen sind erste (Vor)Frühlingsboten, noch bevor der Laubaustrieb der Waldbäume beginnt. Ihre Blütezeit ist allerdings nur kurz. Wer deshalb die erste Blütenpracht des Jahres genießen will, sollte die nächsten Wochen einen Waldspaziergang einplanen.

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Nutzung heimischer Hölzer kann Tropenwaldzerstörung bremsen

Internationaler Tag der Tropenwälder (am gestrigen 14. September) soll Verantwortung der Länder zeigen, die Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ernten.

Weltweit werden jährlich über 10 Millio­nen Hektar Wald – etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands – zerstört, ein Großteil hiervon in den Tropen. Durch die noch immer ungebremste Zerstö­rung dieses wichtigen Ökosystems in weiten Teilen Latein­amerikas, Afrikas und Südost­asiens hat sich der Anteil der Tropen­wälder inzwischen von 20 Prozent auf nur noch 7 Prozent der globalen Land­fläche verringert. Die Tropenwälder beherbergen 50 % aller weltweiten Tier- und Pflanzenarten, sind für das globale Klima von hoher Bedeutung und stellen nicht zuletzt Heimat für die indigene Bevölkerung dar.

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Thüringer Försterin leitet Deutschlands einzige Auerwildaufzuchtanlage

Seit wenigen Tagen leitet die Forstwissenschaftlerin Luise Stephani die 2012 neu eröffnete Auerwildaufzuchtstation der Thüringer Landesforstanstalt. Die Anlage in Langenschade (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) ist die einzige ihrer Art in Deutschland. Derzeit werden dort knapp 20 Küken des vom Aussterben bedrohten größten europäischen Waldhuhnes aufgezogen, die als Jungvögel auf ihre Auswilderung Ende September diesen Jahres warten. Sollte das bislang mehrere hunderttausend Euro teure Artenschutzprojekt der Landesforstanstalt in den nächsten zehn Jahren mit dem Ziel einer freilebenden selbsterhaltenden Population nicht erfolgreich sein, muss das Auerwild, so fürchten die Experten, als in Thüringen ausgestorben bezeichnet werden.

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2013 nur mäßige Aussichten für Pilzsucher

Langer Winter und nasskaltes Frühjahr schmälern Erfolgsaussichten von Pilzsuchern

Die 3500 in Thüringen bekannten Pilzarten haben die nasskalten fünf ersten Monate sowie den trockenen Sommer wie befürchtet nur mäßig gut überstanden. Darauf weisen die Thüringer Forsten hin. Die Förster erwarten jedenfalls eine regional sehr unterschiedliche Waldpilzsaison im Herbst. Als größtes Pilzgebiet im Freistaat gilt der Thüringer Wald, wo Steinpilze, Morcheln, Pfifferlinge oder Maronen besonders gut gedeihen. Dort ist ThüringenForst größter Waldeigentümer.

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Thüringen: Visite beim Dauerpatienten Wald

Neue Forschungsergebnisse erfordern differenzierte Waldzustandsdiagnose

Wer dieser Tage in Thüringens Wäldern unterwegs ist, wird möglicherweise uniformierten Herren begegnen, die mit Ferngläsern angestrengt in die Baumkronen starren. Doch es besteht kein Anlass zur Beunruhigung: Es handelt sich um die Experten der Waldzustandserfassung (WZE) bei der Arbeit.

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Höhere Artenvielfalt im Wirtschaftswald

Forscher der Universitäten von Bern und München stellten 2012 nach Vergleichsstudien im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Hainich fest: Wirtschaftswälder weisen mitunter einen höheren Artenreichtum aus als Urwaldflächen. Nicht nur die florale Artenvielfalt ist größer, auch die Zahl der Insekten ist in Wirtschaftswäldern höher. Ursache ist die durch stete forstwirtschaftliche Eingriffe vielfältigere Waldstruktur einerseits, andererseits die durch die naturgemäße Waldwirtschaft erzielte Erhöhung alter Baum- und Totholzanteile, die speziell Insekten und seltene Reliktarten fördern.

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ThüringenForst legt den Klassiker „Sylvicultura Oeconomica“ neu auf

Zum Tag des Buches (am heutigen 8. Mai) denken viele Leser an die neuesten Romane, Krimis oder Essays. Für Förster hingegen ist es eine gute Gelegenheit, wieder einmal den Forstklassiker schlechthin, die Sylvicultura Oeconomica von Hans Carl von Carlowitz in die Hand zu nehmen. Gerade 2013 macht dies besonderen Sinn: Denn der Klassiker ist 300 Jahre alt geworden. 1713 durch den ein Jahr später verstorbenen Bergbau- und Forstexperten des sächsischen Hofes veröffentlicht, gilt dieses Werk als Geburtsstunde eines ursprünglich forstlichen Begriffs, der später einmal die ganze Welt erobern sollte: Die Nachhaltigkeit.

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Schöner Jagen in Thüringen

Mit der überarbeiteten “Dienstordnung Jagd” soll die Jagd in Thüringens Wäldern insbesondere auch für Privatjäger attraktiver gestaltet werden. Zu diesem Zweck hat sich die Thüringer Landesforst eine ganze Reihe Maßnahmen einfallen lassen: Vom Jungjägerpaket über Pirschbezirke, Gruppenjagden und Angebote für engagierte Jäger vor Ort bis zur “Premiumjagd” auf reife Rothirsche und Schaufler.

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