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“Sehr dünne Datenlage” – DJV weist NABU-Vorwürfe über illegal getötete Vögel zurück

Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) werden in Deutschland “bis zu 146.000 Vögel” illegal getötet. Diese Zahl entbehrt jedoch, wie JAWINA bereits berichtete, jeglicher nachvollziehbarer und belastbarer Grundlage. Dies hat der Deutsche Jagdverband bereits im Vorfeld der Veröffentlichung kritisiert.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife International geht von 146.000 illegal getöteten Vögeln in Deutschland pro Jahr aus. Als nationaler Partner von BirdlLife hatte der NABU den Datensatz für Deutschland erarbeitet. Hauptgrund der Tötung: illegale Jagd. Daraus abgeleitet fordert der NABU ein verbessertes staatliches Monitoring illegaler Verfolgung und die Einrichtung von auf Artenschutzkriminalität spezialisierten Anlaufstellen für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte.

Zu der Entwurffassung hatte der DJV bereits im Frühjahr des Jahres über seine europäische Organisation FACE kritisch Stellung bezogen und insbesondere die spärliche Datengrundlage aus Deutschland bemängelt: sie sei einerseits nur schwer nachvollziehbar, andererseits beruhe sie im Wesentlichen auf Einschätzungen bzw. Hochrechnungen von Einzelfällen. Damit seien die Angaben höchst spekulativ und unseriös.

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Bis zu 146.000 illegal getötete Vögel pro Jahr in Deutschland?

Nabu erhebt Vorwürfe aufgrund äußerst dürftiger Datengrundlage

Bis zu 146.000 Vögel würden in Deutschland jährlich illegal getötet, behauptet der Nabu unter Berufung auf eine Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife International. Angesichts der nun vorliegenden Zahlen fordert der NABU “ein verbessertes staatliches Monitoring illegaler Verfolgung und die Einrichtung von auf Artenschutzkriminalität spezialisierten Anlaufstellen für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte, wie sie bereits in Nordrhein-Westfalen existieren”, so der Nabu in einer Pressemitteilung zum Thema. Um die Fehlabschussrate bei der Wasservogeljagd zu verringern, sei überdies eine “artgenaue Berichtspflicht für geschossene Enten und Gänse und ein stichprobenhaftes Kontrollsystem der vorgenommenen Artbestimmungen unabdingbar.” Problem dabei: Der Nabu erhebt diese schwerwiegenden Vorwürfe insbesondere gegen die Jägerschaft aufgrund einer äußerst dürftigen Datengrundlage: Weiterlesen