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Um ihrer Großmutter zu helfen: Vierjährige läuft kilometerweit durch Sibirien

Die vierjährige Saglana Salchak ist acht Kilometer weit durch die sibirische Taiga gelaufen, um Hilfe für ihre Großmutter zu holen – in einer Gegend, in der Wolfsrudel regelmäßig das Vieh reißen und in der es derzeit noch bis zu 34 Grad Kälte gibt. Das Mädchen lebte mit seinen Großeltern auf einer entlegenen Farm in der russischen Tuwa-Region nahe der mongolischen Grenze. Als die Großmutter sich eines Morgens nicht mehr bewegte, zog Saglana nach Absprache mit ihrem blinden Großvater los, um die Nachbarn zu verständigen. Sie nahm nur ein Paket Streichhölzer mit, um im Notfall Feuer machen zu können. Der Guardian erzählt diese bewegende Geschichte, die FAZ bringt die deutsche Version davon. Fast hätte das Mädchen demnach die Nachbarn noch verfehlt. Die alarmierten Rettungskräfte kümmerten sich erst um das Mädchen, die die Reise aber abgesehen von einer leichten Unterkühlung gut überstanden hat. Für die Großmutter kam jede Hilfe zu spät, sie war an einem Herzinfarkt verstorben. Gegen die Mutter des Mädchens wurde wegen Vernachlässigung ihrer elterlichen Pflichten ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sie hätte wissen müssen, das ihre betagten Eltern die Sicherheit des Kindes nicht gewährleisten könnten. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Guardian. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

Sibirien: Dreijähriger überlebt 72 Stunden allein in der Taiga

Die Taiga rund um das sibirische Dörfchen Khut, 400 Einwohner, 63 Häuser, im Piy-Khemsky-Distrikt der Tuva-Region, ist bevölkert von Wölfen und Bären, die sich jetzt die Fettreserven für den Winterschlaf anfuttern. Tagsüber ist es noch warm, aber nachts herrscht bereits leichter Frost, der Fluss Mynas fließt reißend und eiskalt. Kein so guter Ort für den ungenehmigten, mehrtägigen Ausflug eines Dreiährigen. Doch Tserin Dopchut überlebte sein erstes großes Abenteuer. Der Junge spielte mit Hundewelpen vor der Hütte, während die unglückliche Urgroßmutter, die ihn beaufsichtigen sollte, das Essen zubereitete. Die meisten Leute aus dem Dorf waren draußen auf den Feldern, um das letzte Heu einzubringen. So berichtet es die Siberian Times, die die Fotos zu der Story hat. Doch auf einmal war das Kind verschwunden – und blieb es auch. Man vermutet, dass er einem Welpen in die Wälder folgte. Bekleidet nur mit Hemd und Schuhen.

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