Schlagwort-Archive: Symposium

Rotwild in Hessen – Überlebenschancen einer Leitwildart

Großes Interesse am Symposium der Jägervereinigung Oberhessen

Nur noch auf ca. 29 Prozent der Landesfläche geduldet, gilt in Hessen für den Rothirsch und seinen Anhang ein strikter Schießbefehl: Sobald unser größtes frei lebendes Säugetier auf seinen uralten Wanderwegen eines der 20 abgegrenzten Rotwildgebiete verlässt, fordert das Jagdgesetz seinen Abschuss. Denn Rotwild schält seit Urzeiten Rinde von den Bäumen und mindert damit die Einnahmen der modernen Forstwirtschaft. Deshalb darf es sich seinen Lebensraum nicht selbst suchen. Zugleich bilden Autobahnen für das Rotwild unüberwindliche Barrieren und isolieren seine Vorkommen. Angesichts dieses Szenarios und einer neuen Bejagungsrichtlinie des hessischen Umweltministeriums, die nach Ansicht von Rotwildexperten die ausgeprägte Sozialstruktur dieser Wildart zerstört, veranstaltete die Jägervereinigung Oberhessen in der Grünberger Gallushalle mit rund 230 Teilnehmern das Symposium „Rotwild in Hessen – Überlebenschancen einer Leitwildart“.

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Michael Stübgen: „Es geht nicht um die Ausrottung des Wolfes“

+++ Niedersachsen: Abschussgenehmigung für Wolf GW717m soll nachmals verlängert werden +++

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium plädiert auf dem Internationalen Symposium „Der Wolf in Europa – Utopie und Wirklichkeit“ für ein gemäßigtes Bestandsmanagement

Der Parlamentarische Staatsekretär beim Bundeslandwirtschaftsministerium, Michael Stübgen, hält die rechtlichen Möglichkeiten zum gemäßigten Bestandsmanagement zur Kontrolle von Wölfen in Deutschland für nicht ausreichend. Das Bundesministerium will erreichen, dass Wölfe auch vorbeugend geschossen werden können, um Rudel zu vergrämen. Diese Position machte er anlässlich des Internationalen Symposiums „Der Wolf in Europa – Utopie und Wirklichkeit“ am 26. April in Halberstadt deutlich.

Vor dem Hintergrund, dass die Wolfsbestände jährlich um rund 30 Prozent wachsen, sich also alle drei bis vier Jahre verdoppeln, werde die Debatte um den Wolf zu emotional geführt, so Stübgen. Dabei sei es wichtig, wieder zu mehr Sachlichkeit zu kommen. „Dass der Wolf zurück nach Deutschland gefunden hat, ist ein Erfolg des Artenschutzes. Gleichzeitig darf das nicht dazu führen, dass die Weidetierhaltung in bestimmten Regionen eingestellt werden muss oder Deichpflege durch Schafe nicht mehr möglich ist. Die Menschen in den ländlichen Räumen fühlen sich durch die Wölfe verunsichert. Weidetiere werden – trotz bestmöglicher Herdenschutzmaßnahmen – in zunehmender Zahl von Wölfen gerissen, ebenso Rinder und Pferde. Wir setzen uns dafür ein, dass entstandene Schäden vollständig ausgeglichen werden. Das darf aber nicht die einzige Lösung sein. Damit Weidetierhaltung auch in Zukunft weiterhin möglich ist, müssen wir den Schutz vor allem der Schafe sicherstellen. Dafür müssen wir den Wolfsbestand und die Größe der Rudel präventiv kontrollieren können – europarechtskonform und rechtssicher für alle Beteiligten“, so der Parlamentarische Staatssekretär.

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DJV stellt Eckpunkte zur Fangjagd vor

AIHTS Zertifizierungsprozess gestartet

Auf dem Symposium „Artenschutz, Biotop- und Prädatorenmanagement“ im Jagdschloss Kranichstein hat der Deutsche Jagdverband (DJV) sein neues Positionspapier zur Fangjagd vorgestellt. Das vom interdisziplinären „Arbeitskreis Falle“ erstellte Papier hält den zeitgemäßen Einsatz von Fallen für Jagd, Natur- und Artenschutz sowie Wissenschaft und Schädlingsbekämpfung fest. Tierschutzgerechter Fang sowie eine nachhaltige Ausübung der Fangjagd als notwendiges Instrument in der Niederwildhege und im Arten- und Naturschutz sind die wesentlichen Eckpunkte des Papiers. „Einzelne Vertreter von Tier- und Naturschutz versuchen immer wieder, die Fangjagd einzuschränken“, erklärt Dr. Daniel Hoffmann, zuständig für die Jagd mit Fallen im DJV-Präsidium. „Dabei ist sie zum Erhalt des Niederwildes und von Bodenbrütern unerlässlich – das gilt besonders in Schutzgebieten. Fangjagd wird fachkundig und ordnungsgemäß von Jägerinnen und Jägern durchgeführt.“

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