Schlagwort-Archive: Stöberhunde

Brandenburg: MLUL reagiert auf Ärger mit überjagenden Hunden

+++ NRW: Gemeinde Lindlar – keine Ermäßigung der Hundesteuer für Jagdhunde mehr +++ Baden-Württemberg: Gemeinde Hochdorf – keine Hundesteuer für Jagdhunde mehr +++ Jagd Österreich begrüßt Waffengesetznovelle +++ NRW: Wolf reißt sechs Schafe in Bottrop +++

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) hat eine Pressemitteilung zum Einsatz von Hunden auf Drückjagden herausgegeben. Anlass dürfte der Ärger sein, für den überjagende Hunde auch in Brandenburg regelmäßig sorgen.

Nach dem Jagdgesetz dürfen Hunde die Jagdgrenzen nicht überschreiten, wenn dies von den Jagdnachbarn nicht gewünscht ist, stellt das MLUL klar: Die Jagdhunde in den Reviergrenzen zu halten, sei “für Weidmänner und –frauen immer eine Herausforderung” und habe auch schon zu Streit geführt.

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Warnschüsse und Geschrei: Übergriffige Wölfe erzwingen Änderung der Jagdstrategie

Bedenkliche Entwicklung: Auf Bewegungsjagden in Brandenburg kommen Wölfe den Stöberhunden bedrohlich nahe und lassen sich weder durch Geschrei und Händeklatschen, ja nicht einmal durch Warnschüsse vertreiben.

Auf einer Drückjagd, die am 25.10. auf Flächen des Stifts Neuzelle (Landkreis Oder-Spree) stattfand, spielten sich Szenen ab, die jedem Hundeführer nachdenklich stimmen werden: Mehrfach hetzten Wölfe die eingesetzten Stöberhunde, in einem Fall verfolgten vier Wölfe einen Hund und kamen diesem dabei bedrohlich nahe. Vier weitere Fälle wurden beobachtet, in denen Einzelwölfe einen Jagdhund verfolgten. Mindestens sieben, möglicherweise elf Wölfe wurden in dem ca. 1.600 ha großen Revier an dem Tag gesichtet. Mit Schreien und In-die-Hände-klatschen versuchten die durchgehenden Hundeführer und Jagdgäste die Wölfe zu vertreiben, zwei Mal mussten gar Warnschüsse in die Luft abgegeben werden – ohne großen Erfolg. “Um Konflikte zu vermeiden haben wir die Hundeführer telefonisch gebeten, ihre Hunde nach Möglichkeit an die Leine zu nehmen”, berichtet der Forstbetriebsleiter Boris Schnittker auf Anfrage von JAWINA.

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Urteil: Stöberhundeführer sind in der Berufsgenossenschaft versichert

Stöberhundeführer sind bei Teilnahme an Drückjagden in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft versichert, Unfälle bei dieser Tätigkeit werden als Arbeitsunfälle anerkannt. Das hat das Bundessozialgericht nun in letzter Instanz entschieden.

Die Pflichtmitgliedschaft in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ist für viele Jagdpächter ein Ärgernis: Exorbitant steigende Beiträge bei intransparenter Verwendung der Mittel, dafür darf man im Schadensfall die Leistung dann erst einmal durch alle Instanzen einklagen – so ungefähr ist Wahrnehmung. Umso erfreulicher ist es, dass die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (SVLFG) jetzt vor dem Bundessozialgericht in Kassel eine krachende Niederlage eingefahren hat. Verhandelt wurde der Fall eines bayerischen Jagdhundezüchters und Hundeführers, der im Jahr an etwa zehn Stöberjagden auf Schwarzwild mit seinen Hunden teilgenommen hat. Auf der Internetseite des Bundessozialgerichts wird der Fall wie folgt dargestellt:

“Der Kläger, ein selbständiger Versicherungskaufmann, züchtet und bildet Jagdhunde aus. Mit seinen Hunden ist er etwa zehnmal im Jahr in verschiedenen Jagdrevieren als Treiber tätig und nutzt diese Einsätze zur Werbung im Internet für die Hundeausbildung. Am Unfalltag leistete er Treibdienste für eine Schwarzwilddrückjagd der beigeladene fürstlichen Forstverwaltung. Für das Jagen in diesem Revier war ein bei der beigeladenen fest angestellter Berufsjäger verantwortlich. Der Kläger war, wie bereits zweimal zuvor, von der Jagdleitung angefordert und beauftragt worden, mit zwei Stöberhunden Schwarzwild aufzustöbern, heraus zu jagen und vor die Schützen zu bringen.

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Studie: “Tier und Kalb flüchten eher getrennt”

Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald erforschen Wissenschaftler der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt, wie eng die Bindung zwischen Tier und Kalb beim Rotwild ist. Auch wenn die Forscher betonen, dass es für jagdpraktische Konsequenzen noch zu früh, könnten die Ergebnisse massive Auswirkungen auf Jagdpraxis und Jagdgesetze haben.

Es sei kaum erforscht, “wie lang die Leine” zwischen Tier und Kalb sei, erklärte Ulf Hohmann, der Leiter der Forschungsgruppe Wildökologie am Montag anlässlich der Vorstellung erster Studienergebnisse im Rahmen einer Veranstaltung des Nationalparks. Die (Wunsch-)Vorstellung, dass Tier und Kalb grundsätzlich eng zusammenbleiben – und so zu erkennen sei, ob ein Tier führt oder nicht – ist demzufolge höchst zweifelhaft. Die im Nationalpark Hunsrück-Hochwald begonnene Forschungen deuten darauf hin, dass die Tiere gerade in Stresssituationen eher getrennte Wege gehen.

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Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes

Chronologie der letzten Jagd der Deutschen Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“, getötet durch einen Wolf am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 30.01.2018 um 14:25 Uhr wurde die Deutsche Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“ zur Suche nach Wild geschnallt. Der Hund suchte bis ca. 15:00 Uhr im Nahbereich um den Führer (bis zu 300 m) nach Wild. Er wurde zwischenzeitlich auch mal laut, kehrte aber mehrmals zum Führer zurück. Gegen 15:05 Uhr findet der Hund Rotwild und entfernt sich Richtung Süd-West vom Führer mit dem Wild. Der Führer kennt die Wechsel und macht sich bereit, das Wild eventuell zu erlegen, wenn es den Rückwechsel annimmt.

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Wer ortet, der findet

Tracker-Hundeortungssystem im Langzeit-Praxistest

Der finnische Hersteller von Hundeortungsgeräten und -software, Tracker Inc., hat dem Jawina-Test-Team mehrere G500FI-Halsungen und Testlizenzen für die Tracker-App zur Verfügung gestellt. Wir haben damit in der vergangenen Drückjagdsaison verschiedene Stöber- und Schweißhundeführer ausgestattet, die in dem mehrmonatigen Testzeitraum Hard- und Software im härtesten Praxiseinsatz ausgiebig getestet haben. Der folgende Testbericht ist das Resümee aus den Praxiserfahrungen unserer Tester.

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