Schlagwort-Archive: Steinbock

BJV-Naturschutzpreis: Artenschutz aus Jägerhand

Bayerischer Jagdverband (BJV) ehrt außergewöhnliches Engagement für Natur- und Artenschutz

Für das außergewöhnliche Engagement im Natur- und Artenschutz verleiht der Bayerische Jagdverband (BJV) seit über 20 Jahren seinen Naturschutzpreis. Unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Dr. Marcel Huber wurde die begehrte Auszeichnung gestern im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum gleich an zwei Preisträger vergeben: An den Arbeitskreis „Steinwild an der Benediktenwand“, Oberbayern, und an die Jägerschaft Wegscheider Land, Niederbayern.

Unterwegs für Steinbock und Haselhuhn

Für den Arbeitskreis Steinwild nahmen Anton Krinner von der Hochwild-Hegegemeinschaft Isarwinkel und Franz Steger, der Leiter der unteren Jagd- und Naturschutzbehörde am Landratsamt Bad Tölz, den Preis entgegen. Seit über 25 Jahren führen die Isarwinkler Jäger zusammen mit Franz Steger das Monitoring der Steinbockpopulation durch. Mit großem persönlichem Engagement setzt sich die Jägerschaft dort für das Management zum Erhalt der isolierten Steinwild-Population an der Benediktenwand ein.

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Alpensteinböcke: Selektion durch Trophäenjagd beeinträchtigt Vitalität der Tiere nicht

Dass Jäger Steinböcke mit überdurchschnittlich langen Hörnern bevorzugt erlegen, ist kaum überraschend. Erstaunlicher ist, dass der Abschuss von starken Böcken die Bestände der verbleibenden Kolonien nicht beeinträchtigt, wie nun eine internationale Studie unter Beteiligung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zeigt.

Eine im „Journal of Animal Ecology“ veröffentlichte Studie zeigt, dass für Steinböcke mit überdurchschnittlich langen Hörnern eine grössere Wahrscheinlichkeit besteht, früher geschossen zu werden als gleichalte Böcke mit kürzeren Hörnern. So war das Horn bei den 13-jährigen und älteren Böcken bis zu 5 cm länger als die in 13 und mehr Jahren gebildete Hornlänge von Tieren, die in höherem Alter erlegt wurden. Vorschriften setzen den Jägern allerdings Grenzen, denn innerhalb einer mehrere Jahre umfassenden Altersklasse dürfen Jäger nur eine bestimmte Anzahl Tiere schiessen. Die Zahlen belegen, dass Jäger auf Nummer sicher gehen. Sie schiessen innerhalb einer Klasse tendenziell eher Böcke mit überdurchschnittlich langen Hörnern. Gleichzeitig versuchen sie, die Wahrscheinlichkeit eines Regelverstosses zu minimieren, indem sie an der unteren und oberen Altersklassengrenzen möglichst wenig Tiere mit minimaler bzw. maximaler Hornlänge schiessen.

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Schweiz: Steinwildjäger tödlich verunglückt

Am Montag ist ein 66 Jahre alter Jäger im Schweizer Kanton Graubünden tödlich verunglückt. Der Mann war mit einem Jagdkollegen im Val Chöglias in Ramosch auf der Steinbockjagd. Kurz vor 14.30 Uhr querten die beiden einen steilen, mit wenig Schnee belegten Grashang. Bei dieser Querung glitt der 66-Jährige aus, rutschte rund 75 Meter den Hang hinunter und stürzte über eine Kuppe in das Bachbett. Die alarmierte Rega-Crew konnte den Jäger nur noch tot bergen. Die Kantonspolizei Graubünden untersucht, wie es zu diesem Sturz gekommen ist. PM

Beitragsbild: Unfallstelle im Val Chöglias. Foto: Rega