Schlagwort-Archive: Stefan Wenzel

Munster: Wolfswelpen wurden wahrscheinlich tot gebissen

CDU Niedersachsen: “Grüne stellen Ausweitung des Wolfsbestands in Niedersachen über allgemeinen Tierschutz” +++ SPD Niedersachsen fordert “wolfsfreie Zonen”, FDP will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen +++

Dem Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landebetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) liegen die Ergebnisse der Analyse der genetischen Proben der beiden am 8. August im Bereich des Truppenübungsplatz Munster Nord tot aufgefundenen Wolfswelpen (JAWINA berichtete) vor. Das Senckenberg-Institut in Gelnhausen kommt zu dem Ergebnis, dass die beiden Welpen Nachkommen der Fähe waren, die Anfang Juli im Landkreis Heidekreis auf der B209 bei Bispingen bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurde. Auch das Vatertier der Welpen ist bekannt. Es handelt sich um einen Rüden, der zuvor sowohl auf dem Gelände des Unternehmens „Rheinmetall” bei Unterlüß als auch auf dem Truppenübungsplatz Munster nachgewiesen werden konnte.

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Niedersachsen: “Schutz von Weidetieren gegen Wolf funktioniert”

FDP Niedersachsen will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen

Der Anstieg der Zahl von gemeldeten Wolfsrissen von 165 im Jahr 2015 auf 175 in 2016 zeigt nach Ansicht des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel (Grüne), dass die Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Weidetieren gegen den Wolf funktionieren. Denn da die Wolfspopulation wachse, stagniere folglich die Zahl der Wolfsrisse, so Wenzel in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Nachdem bereits die niedersächsische CDU-Fraktion eine Obergrenze für Wölfe gefordert und einen Sieben-Punkte-Plan zur Regulierung der Wolfspopulation vorgelegt hatte (JAWINA berichtete), fordert nun auch die FDP die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Ein entsprechender Beschluss wurde auf dem FDP-Parteitag am Wochenende in Braunschweig gefasst. Die Zunahme der Wolfspopulation soll dem FDP-Beschluss zufolge auf fünf Prozent pro Jahr begrenzt werden. Momentan betrage die jährliche Zunahme 30 Prozent, heißt es in der NOZ. CDU und FDP warfen der rot-grünen Landesregierung vor, “die Akzeptanz des Wolfes in der Bevölkerung aufs Spiel zu setzen, weil sie bei Problemen zu zögerlich handle”, so die NOZ. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten und verlinkten Beitrags in der NOZ. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Niedersachsen: CDU wirft Umweltminister “Hantieren mit falschen Zahlen bei Nutztierrissen” vor

 In der heutigen Sitzung des Umweltausschusses des Niedersächsischen Landtags hat der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann den Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) für seine Wolfspolitik kritisiert: „Es interessiert den Umweltminister herzlich wenig, dass seit Rückkehr des Wolfes allein in Niedersachsen 540 Weidetiere gerissen worden sind, darunter 22 Rinder. Stattdessen spricht er im heutigen Ausschuss von lediglich 312 Nutztierrissen: Ein Wert, der sich nicht mit den Zahlen der Landesjägerschaft deckt.“

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Niedersachsen: LJN befremdet über Schuldzuweisungen durch Umweltminister

Irritiert und befremdet zeigt sich die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) über jüngste Äußerungen aus dem Umweltministerium zum Thema Wolf und den zunehmend auftretenden Konfliktsituationen. Zwar ist es zu begrüßen, dass nun auch Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel bekundet, einen pragmatischeren Umgang mit dem Thema Wolf einschlagen zu wollen, seine Situationsanalyse offenbart allerdings nach wie vor eine deutliche Verkennung der Sachlage.

„Wer lange Zeit den Sorgen und Nöten von Nutztierhaltern und Bevölkerung nur mit Worthülsen begegnet und dann –  wenn es brennt – versucht für die eigenen Versäumnisse Nutztierhalter und Jäger in Mithaftung zu nehmen, wirkt nicht nur hilflos sondern gefährdet auch sein eigenes Wolfsmanagement“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen mit Blick auf jüngste Äußerungen aus dem Umweltministerium.

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CDU: Minister Wenzel verschwieg Beweise für Gewöhnung des Wolfs an Menschen

Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann wirft dem niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) vor, Bildbeweise für die Gewöhnung des mittlerweile erschossenen Munsteraner Problemwolfs der Öffentlichkeit vorenthalten zu haben. In einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion heißt es dazu: “Wie der NDR berichtet, existieren zahlreiche Foto- und Filmaufnahmen, die die Gewöhnungen von Wölfen aus dem Munsteraner Rudel an den Menschen belegen. Dazu sagt der Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann: „Es kann nicht sein, dass der zuständige Minister Wenzel die Öffentlichkeit über Monate mit Mutmaßungen abspeist, während der Beweis längst vorliegt. Offenbar hat Wenzel die Menschen über Monate hinweg bewusst getäuscht, wenn Fragen nach den Ursachen für das untypische Verhalten von Wölfen gegenüber dem Menschen gestellt wurden.“

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Wegen Wolfsabschuss: Tierschützer zeigen Minister an

Wegen des Abschusses des Problemwolfs Kurti hat die Vorsitzende der Tierschutzpartei Ethia, Bettina Jung, Strafanzeige gegen den verantwortlichen niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) gestellt. Laut einer Pressemitteilung der Partei bestehe Verdacht auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz. Bei dem getöteten Tier handele es sich weder um ein gebrechliches, krankes oder altes Tier, sondern um ein gesundes Wildtier, das zudem mit einem Sender versehen war, heißt es in der Pressemitteilung der Tierschutzpartei.
Es sei “nichts darüber bekannt, dass dieses Tier jemals einem Menschen gegenüber aggressiv auftrat.” Auch die erhobenen Geometriedaten lassen nach Ansicht der Tierfreunde  “keinen Schluss auf aggressives Verhalten gegenüber Menschen zu.”
Bei einem “angeblichen Vorfall, bei dem ein Hund bei einem Zusammenstoß angeblich mit „MT6“ verletzt wurde,” habe der Wolf abgewehrt werden können, “so dass der Hund nicht weiter zu schaden kam.”

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Niedersachsen: Umweltministerium bereitet “Entnahme” von “Problemwolf” vor

Der für sein Wolfsmanagement von der Opposition wiederholt vehement kritisierte niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hat in der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses erklärt, dass er die “Entnahme” des Problemwolfs aus dem Munsteraner Rudel vorbereiten lasse. Das berichtet der NDR. Der ungewöhnlich zutrauliche Wolf hatte sich in den vergangenen Wochen mehrfach Menschen und menschlichen Siedlungen genähert, eine Frau mit Hund verfolgt und am Zaun einer Flüchtlingsunterkunft übernachtet. Auch als Experten im Auftrag des Umweltministeriums den besenderten Wolf mittels Funkpeilung aufspürten, hielt er sich in der Nähe einer Ortschaft auf.

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Niedersachsen: “Neue Kategorie wölfischen Verhaltens”

CDU-Landtagsabgeordneter: “Umweltminister Wenzel hat nur den Spielraum, den ihm die Naturschutzverbände lassen.”

Bei Wardböhmen im niedersächsischen Landkreis Celle hat ein Wolf eine Spaziergängerin mit Hund “verfolgt” und den mittelgroßen Mischling schließlich gebissen, wie der NDR berichtete. Der Vorfall spielte sich in nur etwa 100 Metern Entfernung von der Ortschaft ab. Die Frau ließ den Hund von der Leine, der daraufhin auf den Wolf zusprang und im anschließenden Gerangel einige Bissverletzungen am Hals davontrug. Der Hundehalterin gelang es, den Wolf durch “Schreien und Gesten” zu vertreiben. Auf den Fotos, den die Frau von dem Wolf machte, ist zu erkennen, dass es sich um einen besenderten Wolf aus dem Munsteraner Rudel handelt, die schon mehrfach durch mangelnde Scheu gegenüber Menschen aufgefallen waren.

Wegducken als Politikstil

Vom niedersächsischen Umweltministerium unter Leitung des Grünen-Politikers Stefan Wenzel war keine Stellungnahme zu dem Vorfall zu erhalten. Stattdessen verwies man dort auf das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN). Dessen Pressesprecher erklärte gegenüber Jawina, er könne weder zur Identität, noch zum Aufenthaltsort der besenderten Wölfe nähere Angaben machen, da die GPS-Halsbänder derzeit nicht funktionierten und verwies ansonsten auf die Richtlinien zum Verhalten bei Begegnungen mit Wölfen (Hunde stets anleinen!).

Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann, der anlässlich des mutmaßlichen Wolfsangriffs auf einen Jogger vor wenigen Wochen Minister Wenzel für sein Schweigen bereits scharf kritisiert hatte, erklärte im Gespräch mit Jawina, dieser Wolfsvorfall stelle “eine neue Kategorie” wölfischen Verhaltens dar: Es sei das erste Mal, dass ein Wolf einem Menschen “aktiv hinterher gegangen” sei. Der Vorfall reihe sich eine Serie von bedenklichen Nahbegegnungen ein: Erst vor wenigen Tagen sei ein Wolf durch eine Ortschaft in der Nähe von Wardböhmen gezogen, wovon es ein Video gebe.

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