Schlagwort-Archive: Stadtjäger

Heikos Reh

Ein Jäger erlegt ein gehandicaptes Reh. Heikos Reh. Das gibt Ärger. Eine Jagdgeschichte aus der Großstadt.

In der Ermittlungsakte der Berliner Polizei ist die “Tatzeit” akribisch festgehalten: Am. 10. Mai 2013 um 19.46 Uhr erlegt der Berliner Stadtjäger Manfred Wollny (Name von der Red. geändert) ein Reh am nordwestlichen Stadtrand Berlins. Schon seit mehreren Wochen hatte der Stadtjäger Hinweise von Anwohnern erhalten, die ein oder zwei Stück Rehwild “mit was um den Hals” meldeten. Von einer Schlinge oder einem Strick war die Rede, einem Geschirr oder gar einem Regencape. Die Stücke sollen verwahrlost wirken, eines sogar hinken. Die Rehe seien “atypisch zutraulich” , wahrten aber “eine gewisse Fluchtdistanz.”

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Berlin: Grünen-Politikerin will Stadtjagd abschaffen.

Die Berliner Politikerin Claudia Hämmerling möchte die Stadtjagd durch ein „modernes tierschutzgerechtes Verfahren“ ersetzen. Das berichtet der Berliner Tagesspiegel. Bislang sind 40 Stadtjäger in der Hauptstadt tätig. Sie kümmern sich ehrenamtlich um Problemwild, erlösen verletztes Unfallwild und entsorgen Fallwild. Wenn es nach dem Willen von Hämmerling geht, sollen künftig Polizisten diese Aufgabe übernehmen.

Begründung: Angeblich seien die Stadtjäger „nicht immer auf Anruf einsetzbar.“ Deshalb müsse ein angefahrenes Tier manchmal unnötig lange auf den erlösenden Gnadenschuss warten. Woher Hämmerling diese „Informationen“ hat, bleibt unklar. Aus der Kleinen Anfrage, die Hämmerling zu diesem Thema an das Abgeordnetenhaus richtete, geht nicht hervor, dass die Erreichbarkeit der Stadtjäger ein Problem darstellte.

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Berliner Stadtschweine: Gekommen, um zu bleiben

Der Berliner Wildreferent Derk Ehlert rät Bewohnern, sich an Wildschweine im Stadtgebiet besser zu gewöhnen – sie würden eher mehr, nicht weniger.

Ein Wildschwein in der Großstadt – in Berlin ist das längst keine Seltenheit mehr. Immer mehr Bachen und Keiler verschlägt es in Gärten und Sportanlagen am Stadtrand. Dabei kommt es oft zu Zusammenstößen zwischen Mensch und Tier. Erst am vergangenen Freitag erschrak ein 81-Jähriger in Berlin-Köpenick so sehr über ein Wildschwein in seinem Garten, dass er einen Herzinfarkt erlitt und starb. Doch die Tiere sind weit weniger aggressiv, als gemeinhin angenommen, sagte der Wildreferent des Landes Berlin, Derk Ehlert. Nur in zwei Fällen seien die Vierbeiner mit besonderer Vorsicht zu genießen: Wenn sie verletzt seien oder wenn die Bachen Frischlinge hätten.

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Berlin: Rentner stirbt nach Wildschwein-Angriff

Im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick ist ein Ehepaar von einem Wildschwein angegriffen worden. Der 80-jährige Mann überlebte die Attacke nicht, er starb vermutlich vor Schreck an einem Herzanfall. Die Frau wurde von dem Wildschwein auf dem eigenen, an den Wald angrenzenden Grundstück von dem Wildschwein gebissen und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Bereits im Oktober 2012 hatte ein Wildschwein in Berlin Jungfernheide, drei Menschen angefallen und leicht verletzt. Die 120-Kilo-Sau war zuvor von einem Auto angefahren worden, hatte sich in einem Gebüsch versteckt und reagierte übellaunig auf Passanten.

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