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Belgien: Keiler im ASP-Sperrgebiet erlegt – Jäger verhaftet

In der belgischen Provinz Luxemburg ist ein Jäger verhaftet worden, als er gegen 1.30 Uhr in der Samstagnacht einen soeben erlegten Keiler zu seinem Auto schaffen wollte. Der Jäger wurde von einem weiteren Mann begleitet. Der Vorfall fand in Sainte-Marie-sur-Semois in der Nähe des Dorfes Etalle statt, das in der wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) eingerichteten Sperrzone liegt. Ersten Untersuchungen zufolge wurde nur ein Schuss abgegeben und nur dieses eine Wildschwein erlegt. Der Verhaftete ist 27 Jahre alt und im Besitz eines gültigen Jagdscheins, wie der belgische Sender RTBF berichtet. Er ist bislang nicht polizeilich aufgefallen. Der Landwirtschaftsminister Region Wallonien, René Collin, verurteilte die Tat scharf: Das Vorgehen des Jägers untergrabe Sicherheitsmaßnahmen, die getroffen wurden, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Das Verhalten sei angesichts der großen Schwierigkeiten in den betroffenen Gebieten umso verwerflicher und zeuge von mangelndem Respekt gegenüber den Opfern und den eingesetzten öffentlichen Mitteln.

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Wölfe aus Sperrgebiet um Tschernobyl überfallen Dörfer

Die Einwohner mehrerer Dörfer im Süden Weißrusslands klagen über zunehmende Angriffe von Wölfen. Das berichtet der staatliche russische Nachrichtensender “Stimme Russlands”. Die Wölfe kommen aus der Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl und greifen Hunde und Vieh an. Ein Wolf hat dem Bericht zufolge im Dorf Krasnoje in den letzten Tagen 20 Hunde, fünf Kälber und ein Schwein getötet.

Nach Ansicht von russischen Experten ist das aggressive Verhalten der Wölfe darauf zurückzuführen, dass sie derzeit eine Hungerperiode erlebten. Deshalb “erweiterten sie ihr Futtergebiet”. Während der Hungerperiode seien auch Überfälle auf Menschen möglich, heißt es weiter. In den letzten zehn Jahren wurden im Süden von Weißrussland mindestens sechs Personen von Raubtieren angegriffen, die aus der Sperrzone kamen. SE