Schlagwort-Archive: Spanien

Spanien: Wildhüter erschossen, Wilderer zu langjähriger Gefängnisstrafe verurteilt

Der spanische Wilderer Ismael Rodriguez (28) ist am vergangenen Donnerstag von einem Gericht in Barcelona zu einer Gefängnisstrafe von 45 Jahren verurteilt worden, weil er in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der katalanischen Stadt Lleida zwei Wildhüter erschossen hat. Die beiden Wildhüter Xavier Ribes (43) und David Iglesias Díaz (39) hatten am 21. Januar 2017 eine Routinekontrolle durchgeführt, bei der sie den Verurteilten in dem Jagdgebiet um 10.50 Uhr antrafen. Sie wünschten ihm freundlich einen guten Morgen und baten ihn, seine Flinte zu entladen. Dies ist das letzte, woran sich der Angeklagte erinnere, wie er in dem Verfahren vorgab. Auf den Gruß hin drehte sich Rodriguez um und gab aus etwa drei Metern Entfernung je einen Schuss auf Brust und Gesicht seiner Opfer ab. Dann lud er nach und schoss aus etwa einem Meter Entfernung den am Boden liegenden Männern in Kopf und Nacken. Beide Wildhüter waren verheiratet, Ribes hinterlässt einen zehnjährigen Sohn, Díaz ein sieben Jahre altes Mädchen.

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Neues aus der Gerüchteküche: Import von Wildschweinen von Polen nach Belgien?

Große Aufregung herrscht zur Zeit in manchen Jägerforen im Internet über einen Bericht, demzufolge angeblich belgische Jäger hunderte Wildschweine aus Polen – also einem ASP-Infektionsgebiet – nach Belgien transportiert hätten. Grund für die Aufregung ist dieser Bericht des belgischen öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsenders RTBF – und mangelhafte Französischkenntnisse. Denn abgesehen davon, dass die abenteuerliche Geschichte sich auf die Aussage eines einzigen Zeugen stützt, der anonym bleiben will, wird ausdrücklich gesagt, dass die Wildschweine bzw. die sie transportierenden Sattelschlepper NICHT aus Polen kommen, sondern aus Spanien und Frankreich: ““Ce sont des semi-remorques qui ne viennent pas [!] de Pologne je pense mais plutôt d’Espagne ou de France avec une centaine de sangliers. Cela dure depuis plusieurs années.”

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Spanien: Bogenjäger gegen Stadtschweine

55 Bogenjäger bekämpfen im Auftrag des städtischen “Dienstes für die Kontrolle wild lebender Arten durch den Bogen” (Servicio de Controladores con Arco de Especies Silvestres) Wildschweine im Umland der spanischen Hauptstadt Madrid, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die rasante Vermehrung der Sauen führt nicht nur zu einer drastischen Zunahme von Wildschäden, die Wildschweine verursachen Verkehrsunfälle, haben gelernt, sich ihr Futter im Müll zu suchen und vereinzelt bereits Menschen angegriffen. Bereits 2011 sei von den Behörden Madrids beschlossen worden, Bogenjäger gegen die schätzungsweise 35.000 Wildsauen im Umland Madrids einzusetzen. Der Bogen ist eine lautlose Waffe, weshalb es zu keiner Belästigung und Beunruhigung der Bevölkerung kommt, zudem ist die Gefahr durch Abpraller und verirrte Geschosse im Vergleich zum Einsatz einer Kugelwaffe in städtischem Bericht deutlich geringer. Dennoch kritisieren Tierschützer den Einsatz von Pfeil und Bogen massiv: Insbesondere bei nicht optimalen Schüssen müssten die Tiere einen langen Todeskampf erleiden. SE

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Spanien: Makabrer Protest gegen Wolf

In Salas, einer Gemeinde in der autonomen Region Asturien im Nordwesten Spaniens, bot sich Verkehrsteilnehmern am Montag Morgen ein wenig erfreulicher Anblick: Unbekannte Täter hatten den Schädel eines vermutlich illegal erlegten Wolfs auf einer Verkehrsinsel an einem Straßenschild aufgehängt. Die Guardia Civil, die das Foto auf ihrer Twitter-Seite postete, fahndet nach den Tätern. Die Polizeibehörde vermutet, dass Landwirte hinter der Tat stecken, da diese Aktionen gegen den strengen Schutzstatus des Wolfs angekündigt hatten. Es ist nicht das erste Vorkommnis dieser Art in der Region, wie die Online-Zeitung La Voz de Asturias berichtet. Asturien ist die einzige spanische Provinz nördlich des Duero, in der der geschützte iberische Wolf nicht legal bejagt werden darf. Laut Wikipedia gilt die Population des iberischen Wolfs in dem Gebiet als stabil, er wird jedoch landesweit als “gering gefährdet” eingestuft.

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