Schlagwort-Archive: Slowakei

Neue pseudowissenschaftliche Erkenntnisse: Helfen Wölfe gegen ASP?

Schon lustig: Vor kurzem wurde die Frage diskutiert, ob Wölfe an der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beteiligt sind (z.B. hier), das schrie förmlich nach einer Retourkutsche: Jetzt hat eine Verena Gruber auf der Internetseite einer Organisation namens “European Wildlife Society” einen Beitrag mit dem Titel “Wolfpacks manage disease outbreaks” veröffentlicht, in dem ein Zusammenhang hergestellt wird zwischen dem Vorkommen von Wolfsrudeln in bestimmten Gebieten der Slowakei und Ausbrüchen der Klassischen Schweinepest bei Wildschweinen in den Jahren 1994 bis 1998 und 2001 bis 2003. Karten, auf denen die Wolfsterritorien in der Slowakei (siehe Beitragsbild) und die Orte eingezeichnet sind, an denen es zu Ausbrüchen der Schweinepest kam:

Ausbrüche Klassischer Schweinepest 1994 bis 2003 in der Slowakei. Grün eingezeichnet: Die Wolfsterritorien. Quelle: The wolf in Slovakia, Slavomír Finďo, Robin Rigg & Michaela Skuban

scheinen eindeutig zu belegen: Wölfe helfen gegen Schweinepest (stoppen sie, halten Ausbrüche unter Kontrolle, wie andere Medien begeistert (ab)schreiben) also vermutlich auch gegen die gefürchtete ASP. Oder?

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Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

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Slowakei: Mensch stirbt bei Wildunfall mit Braunbär

+++ Niedersachsen: Wasserverband fordert schärfere Nutria-Bejagung +++ Niedersachsen: Vom Auto aus schießen, Muttertierschutz aufgeweicht – Landtag diskutiert Entwurf zum Landesjagdgesetz +++ Kanada: Ex-Eishockeyspieler postet Jagdbilder und wird bedroht +++ Brandenburg: Wölfe reißen seit Juli 30 Stück Damwild in einem Gatter +++

Bei einem Wildunfall bei Ružomberok im Norden der Slowakei ist ein Mensch getötet, zwei weitere verletzt worden. Auch die Bärin überlebte den Unfall nicht. Insgesamt waren drei Fahrzeuge in den Wildunfall verwickelt. Als die Bärin auf die Straße lief, wurde sie zunächst von einem Transporter erfasst und durch die Wucht des Aufpralls auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Ein PKW kollidierte mit dem ca. 200 Kilogramm schweren Tier und geriet ins Schleudern. Dabei rammte der PKW einen Lastwagen und fuhr gegen einen Baum. Der Beifahrer starb, die zwei anderen Insassen, der Fahrer und eine Frau wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Sie befinden sich in einem stabilen Zustand und sind nicht in Lebensgefahr. Bilder des Unfalls gibt es auf der slowakischen News-Seite tvnoviny.sk zu sehen. red.

Beitragsbild: Braunbär in Alaska frisst Lachs. Autor: Steve Hillebrand, US Fish & Wildlife Service, National Digital Library, Quelle: Wikipedia

Diese Angsthasen: Förster wegen Wölfen mit Tränengas im Wald

32. offiziell bestätigte Wolfssichtung in Schleswig-Holstein – Slowaken erlegen in der vergangenen Jagdsaison 48 Wölfe

Die furchtsamen Förster im Landkreis Gifhorn (Niedersachsen) gehen schon seit über einem Jahr nur noch “mit Tränengas bewaffnet” in den Wald, wie die WAZ meldet. Grund für die Vorsichtsmaßnahme sind die Wölfe, die auch im Landkreis Gifhorn mittlerweile, wie es auf der Internetseite des Landkreises heißt, “vereinzelt festgestellt” wurden. Ja, lesen die keine Zeitung? Alle unsere selbsternannten Wolfsexperten versichern uns doch seit Jahren, dass die berühmte “natürliche Scheu” des Wolfs unfehlbar gewährleiste, dass man so gut wie nie einen Wolf in freier Wildbahn zu Gesicht bekommt, und wenn doch, dann würde er schleunigst das Weite suchen! Glauben die das etwa nicht? Und dann: Tränengas wegen ein paar “vereinzelt festgestellter” Wölfe – was sollen denn die Verantwortlichen in der Lausitz dann machen? Kalaschnikows an die Bevölkerung ausgeben?

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Slowakei: Wolfsjagd eröffnet

Das slowakische Landwirtschaftsministerium in Bratislava hat die diesjährige Wolfsjagd-Saison eröffnet. 70 der schätzungsweise 200 bis 400 slowakischen Wölfe sind zum Abschuss freigegeben. Im Vorjahr waren noch 90 Wölfe freigegeben worden. Neu ist, dass dieses Jahr auch die Wolfsjagd im Rahmen einer Drückjagd mit ca. 30 Schützen genehmigt wurde, wie der ORF berichtet. Sonst sei nur die Einzeljagd auf den Wolf gestattet. Tierschützer protestieren gegen die Wolfsjagd und fordern, den Wolf auch in der Slowakei unter Schutz zu stellen. SE

Beitragsbild: Ansitzjagd (Symbolbild). Foto: SE

Slowakei: 1,5 Mio Euro für bärensichere Mülltonne

Der slowakische Umweltminister László Solymos hat einem Bericht der FAZ zufolge 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln für die Entwicklung von braunbärensicheren Müllcontainerns ausgelobt. Dies soll die Tiere davon abhalten, in menschlichen Ansiedlungen auf Nahrungssuche zu gehen. In der Slowakei leben zwischen 600 und 900 Braunbären. Es sei “keine einfache Situation, wenn man morgens aus dem Haus geht und zehn Meter vom Eingang entfernt steht ein Bär”, zitiert das Blatt einen Polizisten. In der Slowakei kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Mensch und Bär, hin und wieder werden sogenannte Problembären geschossen. 2010 warnte das Umweltministerium Wanderer vor Bären, im gleichen Jahr wurde ein Holzfäller von einem Bären schwer verletzt, im April 2016 wurde in einem Dorf in der Hohen Tatra der Ausnahmezustand ausgerufen, weil nach dem Winterschlaf hungrige Bären am hellen Tag durch die Ortschaft marodierten. SE

Beitragsbild: Mülltonne. Foto: SE

Jagdunfall in der Slowakei: Jäger erschießt anderen Jäger – ohne es zu bemerken

Als der Leichnam eines als vermisst gemeldeten Jägers in der Nähe der slowakischen Stadt Prešov gefunden wurde, lag neben dem Toten seine Jagdwaffe. Der 37-jährige war an einer Schussverletzung gestorben. Während die Umstände auf eine Selbsttötung oder einen Unfall mit der eigenen Waffe hindeuteten, ergab die Obduktion etwas anderes: Der Mann war durch ein Geschoss aus einer anderen Jagdwaffe getötet worden. Der Unglücksschütze soll Medienberichten zufolge gar nicht bemerkt haben, dass er versehentlich einen Mitjäger erschossen hat. Erst durch die nach dem Leichenfund ausgeschriebene Fahndung kam die Polizei auf die Spur des Täters. Diesem droht nun eine mehrjährige Gefängnisstrafe. SE

Beitragsbild: Jagahuat (Symbolbild). Foto: SE