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Schweden: Wolf reisst Reh im Vorgarten

Wolf wurde von der Polizei erschossen

In Tierp in der schwedischen Provinz Uppsala län hat ein Wolf am Dienstag Vormittag ein Reh auf der Terrasse eines Anwohners gerissen. Der Wolfsriss wurde von den Bewohnern des Hauses aus deren Wohnzimmer gefilmt. Bereits um 13.50 Uhr bestätigte die Polizei, dass der Wolf erschossen wurde, wie die schwedische Zeitung Aftonbladet berichtet. Der Wolf reagierte auf die Annäherung des Polizeikommandos nicht, sondern blieb neben seiner Beute sitzen. Bei einer ersten Untersuchung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Wolf eine Verletzung an einem Hinterbein erlitten hatte. Der tote Wolf wurde zwecks weiterer Untersuchungen den Behörden übergeben. Der Abschuss erfolgte gemäß Art. 9 des schwedischen Jagdgesetzes, in dem es um die Sicherheit von Menschen geht. Es sei “nicht auszuschließen”, dass von dem Wolf eine Gefahr ausgehe, warnte die Polizei und empfahl, Hunde nicht frei laufen zu lassen und Kinder von dem Gebiet fernzuhalten. red.

Video: Expressen TV / YouTube

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern CE und KB für die Hinweise!

Sachsen: Wolf hetzt Hirsch durch Ortschaft

+++ Wölfe: Unterstützung für Abschussforderung des Reiterpräsidenten – SPD und Grüne dagegen +++ Bayern: Reh nach Wildunfall mitgenommen, zerlegt und eingefroren +++ Schweiz: Keine Abschussgenehmigung für Wölfe im Wallis +++

In Cunnewitz (Landkreis Bautzen) hat ein Wolf einen Damhirsch nachts durch die Ortschaft gejagt. bei seiner Flucht trampelte das panische Tier einen Zaun nieder, zerstörte Glasscheiben und prallte schließlich gegen ein massives Tor, woraufhin es verendete. Bewohner wurden aus dem Schlaf gerissen, der Wolf flüchtete, wie Radio Lausitz (mit Bildern des Vorfalls) berichtet. Ein weiterer Hirsch wurde in unmittelbarer Nähe gerissen und mit heraushängenden Gedärmen gefunden, möglicherweise von dem selben Wolf. Cunnewitz liegt im Bereich des Rosenthaler Rudels bzw. der Rosenthaler Rudel, es gibt Hinweise auf ein zweites Rudel in dem Gebiet. Die Anwohner von Cunnewitz fordern Radio Lausitz zufolge, dass die Politik endlich Schritte einleite, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole. Wölfe, die sich Siedlungen näherten oder Nutztiere rissen müssten “ohne Wenn und Aber” abgeschossen werden. Sie hätten Angst, dass sich ähnliche Vorfälle wiederholten. red.

Beitragsbild: Damhirsch. Foto: SE

Brandenburg: Wolf hetzt Reh durch Ortschaft

Und wieder: In Trebitz, einem Ortsteil von Brück im Landkreis Potsdam-Mittelmark hat ein Wolf am hellichten Tag ein Rehkitz durch die Ortschaft gehetzt. Zwei Kellnerinnen des Trebitzers Gasthofs “Zur Linde” beobachteten den Vorfall – sie polierten gerade Besteck mit Blick durch die Fenster der Gaststätte auf die Zufahrt zum Parkplatz. Als das Reh vom Wolf gefolgt über den Hof flitzte des Lokals flitzte, rannten die Frauen vor die Tür. Der Wolf hatte das Kitz bereits an den Hinterläufen gepackt. Auf das Rufen und Pfeifen der Kellnerinnen hin ließ er von seiner Beute ab und flüchtete über den Parkplatz. Das Reh suchte Deckung hinter einem Baum, wo es jedoch verendete. Der Märkischen Allgemeinen Zeitung gegenüber erklärte der Lindenwirt, dass der Wolf dem Reh “geradewegs über die Hauptstraßenkreuzung zum Markt gefolgt sein” müsse. Auf seiner Jagd habe der Wolf auch einen Spielplatz passiert. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der MAZ. (Screenshot)

Sachsen: Wolf hetzt Reh durch Dorf und auf Gehöft

Bei Kringelsdorf in der Gemeinde Boxberg (Landkreis Görlitz) soll ein Wolf am Sonntag Morgen gegen 9.30 Uhr ein Reh durch das Dorf gehetzt haben. Der Wolf verfolgte das Reh einem Bericht der Sächsischen Zeitung (SZ) zufolge bis auf den Hof einer Familie. Während sich das Reh durch einen Sprung in den benachbarten Garten rettete, ließ sich der Wolf “erst nach zweimaligem Verscheuchen” dazu bewegen, den Rückzug anzutreten. Die Kringelsdorfer wollten nun wissen, ob es normal sei, dass ein Wolf am hellichten Tag mitten im Dorf ihrer Beute nachjagten und was mit spielenden Kindern sei, so die SZ. Weder beim Landratsamt Görtlitz, noch beim Kontaktbüro Wölfe in Sachsen, noch beim Büro Lupus war der Vorfall bekannt. Es handle sich um eine “eher ungewöhnliche” Sichtung, so die Experten. Und: Der Mensch gehöre nicht ins Beuteschema des Wolfes, weswegen davon auszugehen sei, dass auch Kinder nicht in Gefahr sind, versicherte das Kontaktbüro gegenüber der SZ.

Beitragsbild: Headline des zitierten Artikels in der SZ (Screenshot).