Schlagwort-Archive: Sicherheit

SVLFG warnt vor Spontan-Erntejagden

Anfang September wurden bei einer Jagd in Baden-Württemberg ein Schlepperfahrer und eine Erntehelferin verletzt (JAWINA berichtete). Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) mahnt zur Vorsicht bei der Schussabgabe, wenn das Schwarzwild aus dem Mais wechselt. Der Schlepper befand sich auf einem Feldweg neben einem weitgehend abgeernteten Maisfeld, das von Jägern umstellt war, die auswechselndes Schwarzwild bejagten. Vermutlich durchschlug nach mehreren Schussabgaben zweier Jäger ein Geschoss die Kabine des Schleppers. Der Fahrer wurde schwer im Bein verletzt, die Beifahrerin erlitt leichte Verletzungen durch Glassplitter. Gegen die beiden Jäger wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Dieser Unfall zeigt einmal mehr, dass Schützen nicht selten die nähere Umgebung ausblenden.

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Tracker Safety: Neue Tracker-Funktion erhöht Sicherheit bei der Jagd

Von einer “neuen Dimension von Jagdsicherheit” spricht der finnische Hundeortungsspezialist Tracker anlässlich der Vorstellung der neuen, patentierten Funktion Tracker Safety™. Diese ermöglicht es auf datenschutzkonforme Weise, auch Jagdteilnehmer auf dem Display zu sehen, die man nicht gespeichert hat und die nicht Mitglieder einer bestehenden Tracker-Gruppe sind.

Sicherheit ist das A und O bei größeren Gesellschaftsjagden, schreibt Tracker in einer aktuellen Pressemitteilung zum Start von Tracker Safety™: Bisher mussten Jagdteilnehmer, Treiber und Hundeführer auf lautes Rufen und Signalkleidung vertrauen, um ihre aktuellen Standorte zu übermitteln. Ein Verfahren, das auf weitere Entfernungen, in dichtem Gebüsch oder bei unsichtigem Wetter schnell an Grenzen stößt. Tracker Safety™ revolutioniert die Jagdsicherheit – neu und kostenlos für alle Teilnehmer. Tracker Safety™ ermöglicht es, alle aktiven Nutzer der Tracker-App im Umkreis von zwei Kilometern anonym auf der Karte darzustellen. Diese Funktion ist von Tracker Oy patentiert.

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Amerika: Jagen mit Schusswaffen ist eine der sichersten Freizeitaktivitäten

Der amerikanische Industrieverband der Feuerwaffen-Industrie NSSF (National Shooting Sports Foundation) hat die statistische Auswertung der Unfälle mit Schusswaffen für 2017 (Firearms-related Accident Statistics Report) herausgegeben. Demnach ist die Anzahl der Unfälle mit Schusswaffen im Jahr 2015 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1903 gesunken. Die Anzahl der Unfälle mit Todesfolge sank in den letzten 20 Jahren um 60 Prozent: Von 1.225 im Jahr 1995 auf 489 in 2015. Für den Report wertet die NSSF offizielle Zahlen der amerikanischen Bundesbehörde für Produktsicherheit (Consumer Product Safety Commission, CSPC) und deren elektronischem System zur Erfassung von Unfällen (National Electronic Injury Surveillance System, NEISS) aus. In die Auswertung der NSSF flossen die Daten so unterschiedlicher Aktivitäten wie Football, Angeln, Cheerleading, Bowling oder Gymnastik ein. Die Daten belegen, dass die Jagdausübung mit Feuerwaffen eine der sichersten Freizeitbeschäftigung in den USA ist. Nur eine Sportart war noch sicherer:

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DJV gibt Hinweise zur Sicherheit bei der Erntejagd

Wenn Landwirte auf den Feldern die Ernte einholen, bietet sich Jägern die Chance, vor allem Wildschweine zu bejagen. In der sonst dicht bewachsenen Feldflur ist die Erntejagd eine effektive Methode. Dabei steht die Sicherheit ganz vorn, Hinweise gibt der DJV.

Die Getreide- und Rapsernte bietet Jägern die Möglichkeit zur sogenannten Erntejagd. Nachdem die dicht bewachsenen Felder bisher wenig Chancen auf Jagderfolg boten, besteht von Juli bis Oktober die Gelegenheit, vor allem Wildschweine zu bejagen. Das ist wichtig, da die Schwarzwild-Population dank idealer Lebensbedingungen in der Feldflur stark wächst. Das Eingreifen in die Bestände ist auch aufgrund des Risikos der Afrikanischen Schweinepest notwendig, eine Seuche, die sich von Ost- nach Mitteleuropa ausbreitet und auch Hausschweine bedroht.

Sicherheit geht jedoch vor Jagderfolg: Jäger und Landwirte sollten Erntejagden eng abstimmen und sorgsam vorbereiten. Alle beteiligten Personen sollten aus Sicherheitsgründen gut und weithin sichtbar sein – idealerweise durch das Tragen von Warnwesten. Zur Planung gehört auch, Warnschilder an Straßen aufzustellen und an das Jagdgebiet angrenzende Pferde- oder Viehhalter zu informieren.

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Beginn der Drückjagdsaison

Herbstzeit ist Erntezeit: Nicht nur Pilzsammler sind in dieser Zeit im Wald unterwegs, sondern auch Jäger. Die Hauptjagdsaison hat begonnen. Der Deutsche Jagdverband bittet Waldbesucher, auf Warnschilder zu achten.

In der Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar erlegen Jäger einen Großteil der Rehe, Hirsche und Wildschweine. Damit sollen Schäden in Wald und Feld reduziert werden. “Die Bewegungsjagden im Herbst ermöglichen einen effektiven Eingriff in den Wildbestand und tragen maßgeblich zur Erfüllung des Abschussplanes bei. Doch Sicherheit geht vor, Personen oder Nutztiere dürfen auf keinen Fall gefährdet werden”, sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Die großräumigen Drückjagden können mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Reiter, Jogger und Spaziergänger sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Warnschilder und Absperrbänder unbedingt beachten und das Jagdgebiet meiden.

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DJV: Sicherheit vor Jagderfolg

Wenn im Herbst ein lautes „ Hop hop“ in den Wäldern ertönt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Hauptjagdsaison begonnen hat. Es gelten strenge Sicherheitsregeln.

Bei den alljährlich stattfindenden Drückjagden handelt es sich um Gesellschaftsjagden, für die strenge Sicherheitsregeln gelten. Grundlage sind die Unfallverhütungsvorschriften (VSG 4.4 „Jagd“) der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. “Die Sicherheit von Jagdhunden und Jägern hat oberste Priorität. Sie steht vor Strecke machen”, so Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV).

Bevor der Jäger anwechselndes Wild ins Fadenkreuz nimmt, muss er seine Umgebung genau in Augenschein nehmen und eine Hintergrundgefährdung ausschließen. Das bedeutet beispielsweise, markierte Gefahrenbereiche zu beachten. Ein Schuss in Richtung von Personen, Autos und Siedlungen ist strengstens untersagt. Die Schützen sollten nach Bezug des Standes Kontakt zu Nachbarschützen herstellen. Die Waffe darf erst auf dem Stand geladen werden und muss nach Beendigung des Treibens sofort entladen werden.

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Erntejagd: Sicherheit vor Erfolg

Vielerorts hat die Ernte von Mais begonnen, eine der letzten verbleibenden Feldfrüchte im Herbst. Für Jäger ergibt sich eine Möglichkeit, Wildschweine effektiv in der Feldflur zu bejagen. Zwei aktuelle DJV-Videos geben wertvolle Sicherheitstipps für die Erntejagd und erläutern die Notwendigkeit.

Mais wird vom Schwarzwild von der Milchreife Anfang August bis zur Ernte im Oktober gerne als Nahrung und Lebensraum genutzt, es kommt zu Fraß-, Tritt- und Lagerschäden. Die Ernte bietet in vielen Revieren oftmals die einzige Chance, regulierend in die Population einzugreifen. Wenn die Mais-Häcksler anrücken, sind die Wildschweine gezwungen, das schützende Blattwerk zu verlassen, um neue Einstände zu suchen – und können effektiv bejagt werden. „Die Sicherheit hat bei der Erntejagd für alle Beteiligten oberste Priorität”, sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied im Deutschen Jagdverband (DJV). Deshalb ist im Vorfeld eine fundierte Planung notwendig, die beispielsweise auch das Aufstellen von Warnschildern an Straßen oder die Information von angrenzenden Pferde- und Viehhaltern beinhalten sollte.

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Göttingen: 14jähriger durch Schüsse verängstigt

In der Nähe von Göttingen soll ein Jäger mehrere Schüsse in Richtung eines 14jährigen Jungen abgegeben haben, der mit seinem Fahrrad auf dem Schulweg an einer Drückjagd bei einem Maisfeld vorbeifuhr. Einem Bericht des Göttinger Tageblatts zufolge soll der Junge die Schüsse gehört und, durch ein Gebüsch in die Richtung guckend, einen Jäger bemerkt haben, der genau in seine Richtung zielte. Er habe sich dann hingeworfen, gebrüllt und seine signalrote Schultasche geschwenkt. Trotzdem sollen noch drei Schüsse auf eine krank geschossene Sau abgegeben worden sein, von denen einer gar unmittelbar vor dem Teenager im Maisfeld eingeschlagen sein soll. Dann soll auch noch ein “blutendes, humpelndes” Wildschwein zwei Meter vor ihm aus dem Gebüsch gebrochen und entflohen. Der verängstigte Junge suchte sein Heil in der Flucht, war aber noch geistesgegenwärtig genug, sich das Kennzeichen eines Autos der Jäger zu merken. Er erstattete Anzeige, die Polizei ermittelt. Verletzt wurde niemand.

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Aus gegebenem Anlass weist der Deutsche Jagdverband (DJV) auf die Sicherheitsvorschriften bei Drückjagden hin. Auf der Internetseite des Verbandes sind Formulare zu Vereinfachung der Jagdorganisation eingestellt. Die Pressemitteilung des DJV zum Thema im Wortlaut:

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Erntejagd – Stand der Technik

Ein Gastbeitrag von Dr. Armin Freund

Wie einige bedauerliche Vorfälle bei Erntejagden jüngst gezeigt haben (Jawina hat darüber berichtet), hat sich anscheinend noch nicht ausreichend herumgesprochen, wie solche Jagden unter Sicherheitsgesichtspunkten durchgeführt werden müssen. Auch der alles entscheidende Punkt, Sicherheit muss stets vor Jagderfolg gegen, wird nicht ausreichend berücksichtigt. Hier deshalb ein paar Anhaltspunkte, zur Durchführung von Erntejagden, die den heutigen Sicherheitsstandards genügen.

Ein Jagdleiter muss alle Fäden in der Hand behalten. Er weist den Teilnehmern ihre Stände zu, führt die Sicherheitsbelehrung durch, erläutert den zeitlichen Ablauf und die Freigabe. Vorher hat er mit dem Landwirt die Jagd besprochen. Auch eine intensivere Absprache mit dem Häcksler- oder Mähdrescherfahrer unmittelbar vor Jagdbeginn ist notwendig. Dabei kann dann auch abgesprochen werden ob und wenn ja, wo und wann Schneisen in den Schlag gelegt werden. Der Jagdleiter hat auch Vorbereitungen getroffen, wie mit erlegten Stücken verfahren wird. Das ist bei Schwarzwild besonders wichtig, da Stücke leicht verhitzen können, wenn sie nicht rechtzeitig versorgt und gekühlt werden.

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Vorsicht bei der Erntejagd

In zwei sehenswerten Videos gibt der DJV Tipps zur Sicherheit bei Erntejagden.

Die Getreideernte ist in vollem Gange, danach folgt die Ernte von Raps und Mais. Jetzt bietet sich dem Jäger eine gute Möglichkeit Wildschweine effektiv zu bejagen, denn diese leben mittlerweile bis zu fünf Monate im Jahr komplett in den Feldern. Aber Vorsicht! “Bei der Erntejagd ist Sicherheit oberstes Gebot!”, mahnt Dr. Böhning, ‘Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV). In zwei Videos (Erntejagd Teil1 – Sicherheit und Erntejagd Teil 2 – Notwendigkeit) hat der Verband die wichtigsten Sicherheitshinweise zusammen gestellt und erklärt, warum die Erntejagd notwendig ist.

Der DJV empfiehlt Jägern, grundsätzlich nur von erhöhten Einrichtungen, wie etwa Hochsitzen zu schießen, da ein „Kugelfang“ immer gewährleistet sein muss. “Kugelfang bedeutet nicht Feldkante oder Gebüsch, sondern ausschließlich gewachsener Boden”, so Böhning. Das Schießen in Richtung einer Hügelkuppe oder parallel zum Boden verbietet sich ebenfalls. Ideal für Erntejagden sind mobile Drückjagdböcke, die während des Ernteverlaufs umgesetzt werden können. Alle beteiligten Personen müssen zudem Warnkleidung tragen. Natürlich gelten die grundlegenden Regeln der Waidgerechtigkeit: Angesprochen wird vor dem Schuss.

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