Schlagwort-Archive: Sibirien

Jagd auf das weiße Gold Sibiriens

In einer wirklich atemberaubenden Foto-Dokumentation hat der Fotograf Amos Chapple die Jagd nach dem Elfenbein der vor Jahrtausenden ausgestorbenen Wollhaarmammuts in Sibirien dokumentiert. Zu sehen ist die Foto-Story auf der Internetseite von Radio Free Europe. Wilderer ziehen los, um die Stoßzähne der Mammuts aus dem langsam auftauenden Permafrostboden zu bergen. Nur wenige sind erfolgreich, oft haben sie alles auf eine Karte gesetzt und Bankkredite für die Ausrüstung aufgenommen. Mit leistungsstarken Pumpen spülen sie das Erdreich mit Wasser aus, um an die Fossilien zu gelangen. Es locken gigantische Gewinne: Chapple hat eine Gruppe von Tuskern fotografiert, die für einen 65-Kilo-Stoßzahn 34.000 Dollar kassierten. Innerhalb einer Woche fanden sie drei weitere Stoßzähne, einer davon 72 Kilogramm schwer, so dass sich der Brutto-Verdienst in dieser Woche auf über 100.000 Dollar summierte – in einer Gegend, in der da Durchschnittseinkommen bei unter 500 Dollar pro Woche liegt. Zurück bleiben verwüstete und ausgeplünderte Landschaft in der unermesslichen Weite Jakutiens. SE

Beitragsbild: Der verlinkte und empfohlene Beitrag auf RFE. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Sibirien: Dreijähriger überlebt 72 Stunden allein in der Taiga

Die Taiga rund um das sibirische Dörfchen Khut, 400 Einwohner, 63 Häuser, im Piy-Khemsky-Distrikt der Tuva-Region, ist bevölkert von Wölfen und Bären, die sich jetzt die Fettreserven für den Winterschlaf anfuttern. Tagsüber ist es noch warm, aber nachts herrscht bereits leichter Frost, der Fluss Mynas fließt reißend und eiskalt. Kein so guter Ort für den ungenehmigten, mehrtägigen Ausflug eines Dreiährigen. Doch Tserin Dopchut überlebte sein erstes großes Abenteuer. Der Junge spielte mit Hundewelpen vor der Hütte, während die unglückliche Urgroßmutter, die ihn beaufsichtigen sollte, das Essen zubereitete. Die meisten Leute aus dem Dorf waren draußen auf den Feldern, um das letzte Heu einzubringen. So berichtet es die Siberian Times, die die Fotos zu der Story hat. Doch auf einmal war das Kind verschwunden – und blieb es auch. Man vermutet, dass er einem Welpen in die Wälder folgte. Bekleidet nur mit Hemd und Schuhen.

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Sibirien: Braunbär attackiert und verscharrt Frau

Die 55 Jahre alte zweifache Mutter Nataya P. wollte in Wäldern bei Tynda in der Amur-Region Sibiriens in Begleitung ihres Hundes und eines Freundes Birkensaft sammeln. Plötzlich schlug der Hund an, er witterte die Gefahr. Unmittelbar darauf griff ein Braunbär erst den Hund, dann die Frau an, wie die Siberian Times berichtet. (Achtung, die Bilder auf der Seite sind nichts für schwache Nerven…). Der namentlich nicht genannte Freund ergriff die Flucht und holte Hilfe. Als die Retter in Begleitung eines Spezialisten für Wildtier-Angriffe am Ort des Geschehens eintrafen, attackierte die vier Jahre alte Bärin auch diese. Sie mussten die Bärin erschießen. Von Natalya P. war zunächst nichts zu sehen – dann entdeckten die Helfer eine blutüberströmte Hand, die aus einem Blätterhaufen herausragte. Der Bär hatte sein Opfer verscharrt, um es später zu verspeisen.

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Sibirien: Jäger verspeisen Kameraden

In Sibirien soll es zu einem Fall von Kannibalismus gekommen sein: Nach einem Bericht det Moskauer Zeitung “Komsomolskaja Prawda” hatte sich eine Gruppe von vier Jägern in den Weiten der Taiga verirrt, monatelang streiften sie orientierungslos umher. Dabei sollen zwei Jäger mindestens einen Jagdkameraden erschlagen und aufgegessen haben.

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