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Nach Trophäen-Selfie: Schottland prüft Verschärfung der Jagdgesetze

Wieder einmal sorgt ein Erleger-Selfie für Ärger: Die amerikanische Jagd-Bloggerin und laut Eigenwerbung “Hardcore-Jägerin” (hardcore huntress) Larysa Switlyk, hat auf Instagram ein Foto einer von ihr auf der schottischen Insel Islay erlegten Wildziege gepostet. Bei den schottischen Wildziegen handelt es sich um die Nachfahren inzwischen gründlich verwilderter Hausziegen, die sich sehr erfolgreich an das wilde Leben in vielen Regionen Schottlands angepasst haben. Die Ziegen gelten als invasive, nicht-einheimische Art, wie die BBC berichtet. Eher jagdfeindlich gesinnte Tierschutzorganisationen wie OneKind kritisierten Swtlyk scharf für ihr Selfie und sprachen von “schockierenden Aufnahmen”. B-Prominente wie die Mutter des schottischen Tennisspielers Andy Murray stimmten in den Empörungs-Chor ein, wie die New York Times berichtet. Ablehnung riefen auch die Kommentare Switlyks hervor, die die Erlegung der Wildziege als “fun hunt” (Spaßjagd) beschrieben hatte und sich – nicht ohne ihre Sponsoren zu erwähnen – mit einem Fernschuss auf 200 Yards (183 Meter) gebrüstet hatte. Der schottische Parlamentsabgeordnete Michael Russell kündigte an, die Angelegenheit mit besonderer Dringlichkeit mit der Umweltstaatssekretärin Roseanna Cunningham zu erörtern. Er würde dergleichen gern sofort beendet sehen, so der Politiker.

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Kanada: YouTube-Video provoziert Jagdverbot

Eitle Selbstdarsteller und geltungssüchtige Adrenalinjunkies, deren Gier nach Kicks und Klicks sie zu immer extremeren und oft genug fragwürdigen Jagdtrips treibt, die sie dann auf YouTube und anderen sozialen Medien einer angewiderten Öffentlichkeit präsentieren, wachsen sich zu einem ernsten und zunehmenden Problem für die Jagd aus. Ein gutes Beispiel dafür ist der Bodybuilder und ehemalige Speerwerfer Josh Bowmar, der in der kanadischen Provinz Alberta einen kapitalen Schwarzbären mit einem selbst gebauten Jagdspeer erlegt hat. Dabei ließ es sich nicht nur von seiner Frau filmen, auch auf dem Schaft der archaischen Waffe war eine Action-Kamera montiert. Nach der Tat stößt Bowmar eine Serie exaltierter Jubelrufe aus, brüstet sich seiner Tat mit vielen OMGs und näheren Erläuterungen über die Trefflichkeit seiner Waffe und der Größe seines Heldenmuts. Den verletzten Schwarzbären überlässt er über Nacht sich selbst und damit, wie Kritiker Bowmars vermuten, einem langwierigen Todeskampf. Aber es sei ja, wie Bowmar einräumt, “offensichtlich zu gefährlich”, einen Bären in der Dunkelheit nachzusuchen.

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