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Niedersachsen: Junge Seehunde ausgewildert

Die niedersächsische Seehundstation Nationalpark-Haus hat die ersten Jungseehunde der Saison wieder in die freie Wildbahn entlassen. Rund 160 verwaiste Tiere wurden in diesem Jahr in Norden-Norddeich aufgezogen.

Für Mitarbeiter der Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden-Norddeich hat die schönste Zeit des Jahres begonnen: die Auswilderungsphase. Im August sind die meisten Tiere alt und schwer genug, um die Station zu verlassen. Sobald die ehemaligen Heuler ein Mindestgewicht von 25 Kilogramm erreicht haben, dürfen sie zurück in die Nordsee, erläutert der Deutsche Jagdverband (DJV). Hubertus, Felix, Molly und Amanda gehören zu den ersten der 160, die es geschafft haben: Nach durchschnittlich 69 Tagen in der Seehundstation konnten sie an der Ostspitze der Insel Juist freigelassen werden. In Schleswig-Holstein wurden im laufenden Jahr bisher 106 junge Seehunde ausgewildert, sie wurden in der Seehundstation Friedrichskoog auf ein Leben im Wattenmeer vorbereitet.

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Welpe ist nicht gleich Heuler: Was beim Umgang mit Jungtieren zu beachten ist

Von Anfang Juni bis Mitte Juli kommen in der Regel die Seehundwelpen zur Welt. Traditionell ist dies auch die Zeit, in der die ersten Heuler in die Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden-Norddeich eingeliefert werden. Nicht selten ist es der Mensch, der die Jungtiere der Seehunde erst zu Heulern macht. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) nimmt die in Niedersachsen gestarteten Sommerferien zum Anlass, auf die wichtigsten Verhaltensregeln hinzuweisen.

„Als Heuler werden Jungtiere bezeichnet, die aufgrund von Störungen den Kontakt zu ihrer Mutter verloren haben. Ihr lautes Klagen, das Heulen, sind Rufe nach ihr und haben so zu der Namensgebung geführt“, so Dr. Peter Lienau, Leiter der Seehundstation Nationalpark-Haus. Solche Störungen können verschiedene Gründe haben: Wetterbedingt kann es z.B. bei starken nordwestlichen Winden, Sturmfluten oder Sommergewittern passieren, dass das Jungtier von der Mutter getrennt wird. Starke Strömungen, Wellengang und lauter Wind tragen dazu bei, dass die Mutter ihr Junges trotz ausgiebiger Suche nicht wieder findet.

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Aufgepäppelte Heuler bald fit für Leben in Freiheit

Ein Selfie mit Seehund? Keine gute Idee, warnen Experten. Die Heuler brauchen vor allem Ruhe. Doch immer wieder stören Menschen die Jungtiere. Ein DJV-Video gibt Einblicke in die Tierschutzarbeit von Jägern an den Küsten und in die Seehundstationen.

Der Seehund-Nachwuchs hatte es dieses Frühjahr an niedersächsischer und schleswig-holsteinischer Küste nicht einfach: Schlechtes Wetter mit Gewittern und Störungen durch Menschen haben viele Jungtiere von den Müttern getrennt. 130 Heuler hat die Seehundstation Norden-Norddeich (Niedersachsen) in dieser Saison bisher aufgenommen und aufgepäppelt, in Friedrichskoog (Schleswig-Holstein) sind es sogar über 200. Die meisten von ihnen sind inzwischen bereit für ein Leben in Freiheit, sodass sie im August im Wattenmeer ausgewildert werden können. Mehr als 4.000 Heuler haben die beiden Stationen in über drei Jahrzehnten aufgezogen und wieder ausgewildert.

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