Schlagwort-Archive: Seeadler

Brandenburg: Seeadler von Windrad erschlagen

In der Nähe von Wernikow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) ist am Samstag ein Seeadler von einem Windrad erschlagen worden. Mitarbeiter einer Wildtierauffangstation fanden das tote Tier, als sie nach einem geeigneten Ort für die Auswilderung von Schwänen suchten, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Es sei unklar, ob der Seeadler eine Brut zu versorgen hatte, heißt es in dem Beitrag. Es ist bereits der 48. Seeadler, der der offiziellen Statistik der Vogelschutzwarte Brandenburg zufolge von einem Windrad getötet wurde – die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Öko-Strom vom feinsten… SE

Beitragsbild: Seeadler in Schottland. Autor: Jacob Spinks, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution 2.0 Generic Lizenz.

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Brandenburg: Seeadlerhorst in Windeignungsgebiet zerstört

In dem geplanten Windeignungsgebiet Mittenwalde in der Uckermark ist ein gerade erst entdeckter und kartierter Seeadlerhorst zerstört worden. Wie der rbb berichtet, wurde eine 60 Jahre alte Douglasie mit einer geräuschlosen Handsäge gefällt. Der Stamm des Baums weist Spuren von Steigeisen auf. Vermutlich haben die Täter vor dem Fällen des Baums Eier oder Nestlinge der streng geschützten Seeadler entfernt, um keine Spuren zu hinterlassen. In Windeignungsgebieten kommt es immer wieder zu Horstzerstörungen (JAWINA berichtete, siehe auch hier und hier). SE

Beitragsbild: Toter Bussard vor Windrad. Foto: SE

Illegale Tötung eines Seeadlers – LJN setzt Belohnung aus

Im Zusammenhang mit der Entdeckung eines illegal getöteten Seeadlers im Landkreis Stade in der vergangenen Woche, setzt die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, aus. Bereits nach Bekanntwerden des Vorfalls hatten sich die Landesjägerschaft Niedersachsen wie auch die örtlichen Jägerschaften Stade und Hadeln-Cuxhaven ausdrücklich und in aller Form von dieser Tat distanziert und betont, dass für strafrechtlich bewährte Artenschutzvergehen weder Verständnis noch Platz im Verband ist: „Mit der ausgesetzten Belohnung wollen wir ein weiteres Zeichen setzen, dass wir ein Höchstmaß an Interesse daran haben, dass dieser Vorfall aufgeklärt wird“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. Da nach wie vor aber noch nicht alle genauen Umstände der Tat bekannt seien, gelte es weiterhin vorschelle Urteile und Verallgemeinerungen zu vermeiden.

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IZW Berlin: Seeadler vermeiden große Geschosspartikel beim Verzehr von Kadavern

Die Seeadler-Forscher vom IZW Berlin haben ein weiteres Argument für bleifreie Munition gefunden: Seeadler detektieren und vermeiden aktiv die Aufnahme großer Metallpartikel (> 8 mm) aus Säugetierkadavern, ignorieren aber kleine Metallpartikel (3 mm) beim Verzehr, so das Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in einer aktuellen Pressemitteilung. Beim Auftreffen auf den Tierkörper zersplittern bleihaltige Jagdprojektile in zahlreiche kleine Metallpartikel, während bleifreie Deformationsgeschosse keine Partikel im Körper hinterlassen und bleifreie Teilzerleger nur größere Partikel an das Gewebe abgeben. Daher könnte der Einsatz bleifreier Geschosse Bleivergiftungen von aasfressenden Tieren vermeiden. Zu diesem Ergebnis kamen kürzlich Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Die Studie wurde nun in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „European Journal of Wildlife Research“ veröffentlicht.

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Schleswig-Holstein: Ganze Seeadler-Familie vergiftet

Die am 21. Juni 2015 in einem Wald bei St. Michaelisdonn in Dithmarschen tot aufgefundenen Seeadler sind vergiftet worden. Wie das Umweltministerium gestern (7. Juli 2015) mitteilte, war eine gesamte Seeadlerfamilie betroffen – sowohl die beiden Alttiere als auch die beiden fast flüggen Jungadler. Zunächst waren das Seeadlermännchen und mögliche Köderstücke aufgefunden worden. Wenige Tage später wurden das Weibchen entdeckt und die beiden toten Jungvögel aus dem Nest geborgen. Untersuchungen im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin haben nun ergeben, dass zumindest das Weibchen sowie die beiden Jungtiere durch das Pflanzenschutzmittel Mevinphos vergiftet wurden. Die Untersuchung des männlichen Tieres ist noch nicht abgeschlossen.

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Fotostrecke: Seeadler am Luder

“Seeadler sind – insbesondere im Winter – leidenschaftliche Aasfresser”, berichtet Jawina-Leser MM, der uns diese Fotofallen Bilder zur Verfügung gestellt hat (Vielen Dank dafür nochmal!). Wer Luder auslegt und eine Fotofalle aufstellt (was hier im Rahmen des Wolfsmonitorings geschah), kann ziemlich leicht zu solchen Aufnahmen kommen. Sollten die Stücke erlegt worden sein, so muss selbstverständlich bleifreie Munition verwendet werden. Das Stück Damwild auf den Bildern ist ein Verkehrsopfer.

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