Schlagwort-Archive: Schweißhunde

SHVD wählt neuen Vorstand

Hunde, Schweißarbeit, geselliges Zusammensein und ein wenig natürlich auch die Verbandsarbeit – darum ging es am vergangenen Wochenende (15.16.06.) in Thale/Harz (Sachsen-Anhalt) bei der Jahreshauptversammlung des Schweißhundevereins Deutschland (SHVD). Nach der Begrüßung durch Tino Fiedler (1. Vorsitzender) und Mario Hörig (Geschäftsstellenleiter) wurden auf der Pfostenschau Neuzugänge aus der Zucht, Zuchthunde und erfolgreiche Gespanne vorgestellt. Danach begann die große Hundebespaßung mit der Laufsau, einem an gespannten Drahtseilen hin und herfahrenden Gestell, das mit einer Schwarzwilddecke verkleidet wird und so ziemlich große Ähnlichkeit mit einem Wildschwein in Bewegung erhält. Dass das weit mehr ist als nur ein Spaß, machen einem schon die ersten Durchgänge klar: Die Laufsau ermöglicht nicht nur Aufschlüsse über Ausbildungsstand und Charakter des Hundes, es ist auch ein hervorragendes Mittel zur Ausbildung. Sehr deutlich wurde dies an der bemerkenswerten Lerneffekt, den eine noch junge und nicht so erfahrene BGS-Hündin in nur drei Durchgängen an der Laufsau an den Tag legte.

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Bewertung der Diskussion um das Nachsuchewesen aus der Sicht eines BGS-Führers

Ein Gastbeitrag von Reinhard Scherr, 1. Vorsitzender des Klubs für Bayerische Gebirgsschweißhunde 1912 e.V. (KBGS)

In den letzten Wochen und Monaten wurde sehr ausführlich über das Nachsuchewesen in der Jagdpresse berichtet. Ausgelöst wurde die Berichterstattung durch die Gründung des
“Deutschen Schweißhundeverbandes”. Alle Artikel und Lesermeinungen habe ich zusammengetragen und versucht objektiv auszuwerten, um evtl. herauszufinden, wo für die traditionellen Vereine Handlungsbedarf besteht und wo man antiquierte Vereinsvorstellungen über Bord werfen kann. Aber auch um zu erkennen, an welchen Gepflogenheiten man im Sinne einer gerechten Nachsuche und zum Wohle der Jagd und des Tierschutzes unbedingt festhalten muss.

Die Schweißhunde sind ohne Zweifel angenehme, gut zu haltende Familienhunde, die bei entsprechender Führung einen hohen Grad an Spezialisierung erlangen können. Die Nachfrage stieg durch die Veränderung der jagdlichen Bedingungen, Rückgang des Niederwildes und permanenter Anstieg der Schalenwildstrecken, sprunghaft an.

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Kommentar: “Sogenannte Spielregeln”

Der Jawina-Bericht über den Rausschmiss deutscher Mitglieder aus dem tschechischen Schweißhundeverband CMKCHB hat den Schweißhundeführer Dettmar Delbos veranlasst, uns einen ausführlichen Kommentar zu schreiben, den wir im folgenden ungekürzt wiedergeben.

“Wer gibt unseren in Ehren ergrauten deutschen Schweißhundeverbänden eigentlich das Recht, Verbandsmonopolismus zu betreiben? Wer gibt ihnen das Recht, festzulegen, wer welchen Hund zur Jagd führen darf und mit darüber zu bestimmen, in welchem Verband ein Jäger Mitglied sein darf, unabhängig vom Alter, Herkunft, Hautfarbe oder Geldbeutel?”

“Betr.: JAWINA „Skandal: Tschechischer Schweißhundeverband schmeisst deutsche Mitglieder raus

Sehr geehrter Herr Elison,

bitte gestatten Sie mir, dass ich zu dem oben genannten Artikel einige Gedanken äußere.
Ich bin seit vielen Jahren im Besitz eines Jagdscheins und führe einen nun fast schon 10-jährigen BGS-Rüden slowakischer Zucht, ausgestattet mit allen gültigen FCI-Papieren. Vorprüfung wurde seiner Zeit erfolgreich bestanden und die Jagdtauglichkeit durch erfolgreiche tierschutzgerechte Nachsuchen bestätigt.

Bedingt durch Eigenkündigung per 31.12.2015 war ich mehrere Jahre Mitglied im CMKCHB, dem tschechischen Schweißhundeverband. Diese Mitgliedschaft wurde angestrebt, weil eine Mitgliedschaft in den traditionellen deutschen Schweißhundeverbänden und die Aussicht jemals einen BGS/HS Welpen zu bekommen aufgrund meines Alters, Jahrgang 1950, schlichtweg unmöglich war. Die von mir betreute Gebirgs-Hochwildjagd jedoch erforderte einen Spezialisten um eine tierschutzgerechte Nachsuche sicherzustellen.

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