Schlagwort-Archive: Schweden

Norwegen: Aktivisten versuchen Wolfsjagd zu sabotieren

Schwedische Aktivisten haben versucht, die norwegische Lizenzjagd auf Wölfe zu stören und zu sabotieren, berichtet das schwedische Online-Jagdportal SvenskJakt. Die Jagdstörer wurden jedoch von der Polizei eingesammelt und aus dem Gemeindegebiet verbracht. Die norwegische Wolfsjagd fand erstmals bei Trysil im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet statt. Auf schwedischer Seite grenzt das Gebiet an die Provinzen Värmland und Dalarna. Nach Einschätzung von Behörden war es an der Zeit, mit der Wolfsjagd zu beginnen, um die dortige Wolfspopulation auf einem niedrigen Niveau zu halten. Laut SvenskJakt waren die Bedingungen für die Wolfsjagd sehr gut: Mildes Wetter, Neuschnee und gute Streckenbedingungen ließen die Jagd zu einem Erfolg werden: Die 130 teilnehmenden Jäger erlegten innerhalb kurzer Zeit zwei Wölfe. Es wurden nur diese beiden Tiere gefährtet. Tauche in der Region ein weiterer Wolf auf, der zu dem Rudel gehört, werde die Jagd fortgesetzt, sagte ein Sprecher gegenüber norwegischen Medien.

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Schweden: Forstbehörde will Elchbestand halbieren

Andere Länder, altbekannte Interessenkonflikte: Die schwedische Forstbehörde (Skogsstyrelsen) will die Hälfte des Elchbestands abschießen lassen, um den Verbiss zu mindern. Der schwedische Jagdverband (Jägareförbundet) spricht in SvenskJakt von einem “Propagandakrieg gegen den Elch“: Das nationale Symboltier solle auf dem Altar der Holzindustrie geopfert werden.

In einem von der Forstbehörde in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden und der Holzindustrie erstellten Report wird das Jagdsystem in Schweden kritisiert: Demnach hätten die Waldbesitzer – das sind oft große Holzfirmen – zu wenig Einfluss auf den “tatsächlich ausgeübten Jagddruck.” Dabei käme den Wäldern eine entscheidende Rolle beim Einstieg in eine Wirtschaft ohne fossile Brennstoffe zu. Um ein “Gleichgewicht” zwischen Schalenwild, verfügbarer Äsung, Waldschäden und Wildunfällen herzustellen, schlägt der Report die Halbierung der Elchpopulation vor. Diese machtvolle Reduktion sei die einzige Möglichkeit, die propagierten Ziele zu erreichen. Der Naturschutzverband Schwedens soll sich SvenskJakt zufolge bereits von diesem Teil des Reports distanziert haben.

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Schwedische Umweltbehörde: 340 bis 360 Wölfe für Schweden und Norwegen

Problemwolf geschossen – trotz fortgeschrittener Räude noch über 45 kg schwer

Die schwedische Umweltbehörde Naturvårdsverket strebt eine Wolfspopulation von 340 bis 360 Individuen für Schweden und Norwegen zusammen an. Das geht aus einem Bericht des schwedischen Jagdportals SvenskJakt hervor. In dem Bericht geht es um die Forderung des schwedischen Jagdverbands Jägareförbundet nach einem gemeinsamen Wolfsmanagement von Schweden und Norwegen. Weil es kein gemeinsames Wolfsmanagement gebe, würden die Wölfe im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet nicht bejagt. Dies sei aber “absolut notwendig”, erklärte ein Sprecher Jagdverbands. In einer in dem Bericht zitierten Pressemitteilung der Umweltbehörde heißt es, dass es zwar keine expliziten Ziele für eine gesamtskandinavische Wolfspopulation gebe, rechne man die Ziele für die schwedische und norwegische Population jedoch zusammen, so ergebe sich eine Zielgröße von 340 bis 360 Wölfen – für beide Länder.

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Brandenburg: Bauern fordern Schutzjagden auf Wölfe

Landwirt verliert 40 Kälber im Jahr durch Wolfsangriffe

Anlässlich eines Ortstermins, bei dem sich CDU-Bundestagsabgeordnete bei Brandenburger Landwirten über die Situation von Weidetierhaltern informierten, haben Bauern Schutzjagden auf Wölfe nach schwedischem Vorbild gefordert. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Die Landwirte beklagten den hohen Aufwand, der für die Absicherung der Weiden und die Instandhaltung der Einzäunung anfällt. Allein das regelmäßig Abmähen des Grases, das erforderlich ist, um den Stromzaun funktionstüchtig zu halten, kostet einen Weideviehbetrieb nach eigenen Angaben 19.500 Euro im Jahr. Diese kosten werden auch nicht ersetzt. Ein betroffener Landwirt berichtete, dass er im Jahr 2017 40 Kälber durch Wolfsrisse verloren habe, nur für 16 sei eine Entschädigung gezahlt worden. Von 21 Kälbern seien keine Überreste gefunden worden, das Dobbrikower Wolfsrudel habe sich zudem auf neugeborene Kälber spezialisiert, die noch keine Ohrmarken hätten.

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Schweden: Leittiere geschossen – Rackstad-Rudel aufgelöst

Am Samstag ist es schwedischen Jägern gelungen, auf Anordnung der Bezirksregierung der Provinz Värmland beide Elterntiere des Rackstad-Rudels zu erlegen. Nachdem im Vorfeld der Schutzjagd bereits vier Wolfswelpen geschossen wurden, gilt das Rudel somit als aufgelöst. Anlass für die Maßnahme waren die zahlreichen Angriffe des Rackstad-Rudels auf Hunde (JAWINA berichtete). “Es war eine perfekte Jagd”, berichtet sich der Leiter der Schutzjagd, Bertil Forsberg gegenüber dem schwedischen Jagdmagazin SvenskJakt: Es hätten schwierige Bedingungen mit viel Schnee geherrscht, aber es sei gelungen, die Wölfe zur Strecke zu bringen. Jäger waren die Fährten der Raubtiere im Schnee ausgegangen. Am Samstag wurde gegen 13 Uhr erst der Wolfsrüde gestreckt, kurze Zeit später auch die Leitwölfin. Innerhalb weniger Tage wurde die von der Bezirksregierung gestellte Aufgabe von den Jägern erfüllt. “Es wird vermutet, dass der Wolfsrüde unsere Hunde gezielt aufgesucht und getötet hat”, erklärt Forsberg in SvenskJakt: “Jetzt sind beide Wölfe weg und es fühlt sich großartig an”, freut sich der erfolgreiche Jäger. SE

Beitragsbild: Die erlegten Leitwölfe des Rackstad-Rudels. Foto: Bertil Forsberg.

JAWINA dankt für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Fotos!

Schweden: 12,4 Millionen Entschädigung für Raubtierschäden in 2017

Im Jahr 2017 fielen in Schweden 44 Hunde Großraubtieren zum Opfer

Der schwedische Staat zahlte im Jahr 2017 für Entschädigungen an die betroffenen Eigentümer und Notfallmaßnahmen 12,4 Millionen Schwedische Kronen (SEK, ca. 1,2 Mio. Euro). Das berichtet die schwedische Jagdseite SvenskJakt. Demnach wurden in 2017 44 Hunde von großen Raubtieren getötet oder verletzt, wobei nur die Hunde gezählt werden, die nicht zur Jagd auf die Prädatoren eingesetzt wurden: 29 Hunde wurden von Wölfen getötet, 12 von Luchsen, zwei von Bären, in einem Fall ist der Verursacher unbekannt.

Die meisten Angriffe durch Raubtiere auf Hunde ereigneten sich in der schwedischen Provinz Värmland, dort wurden zehn Hunde attackiert, neun davon von Wölfen. 2017 wurden an Entschädigungen für von geschützten Raubtieren gerissene Hunde 354.000 SEK und weitere 516.000 SEK für Präventivmaßnahmen bezahlt. Die Zahl der gerissenen und getöteten Hunde schwankt in Schweden von 1997 bis 2017 zwischen 0 und 70 Stück. SE

Beitragsbild:

 

Nach Hunderissen: Schweden entnimmt Wolfsrudel

Die Bezirksregierung der schwedischen Provinz Värmland hat am Mittwoch einer erweiterten Schutzjagd auf Wölfe des Rackland-Rudels zugestimmt. Ziel der Schutzjagd ist die Eliminierung der Leittiere und damit die Auflösung des gesamten Rudels. Ursache für die Entscheidung sind die fortgesetzten Angriffe auf Hunde durch das Wolfsrudel: Allein seit dem 15. Oktober habe es fünf Angriffe auf Hunde durch das Rudel gegeben, berichtet SvenskJakt, insgesamt seien vier Hunde getötet und drei verletzt worden. Die Bezirksverwaltung hatte festgestellt, dass die Gefahr fortdauernder Angriffe auf Hunde groß ist, da die Wölfe gelernt hätten, Hunde als Nahrung anzusehen. Trotz vorhergehender Schutzjagden, bei denen vier Welpen des Rudels erschossen worden waren, hätten sich die Angriffe fortgesetzt. Die Bezirksregierung hielt fest, dass die Wölfe des Rackstadter Rudels eher Hunde angriffen als andere Rudel. Dies liege an den Leittieren und werde so bleiben, solange diese nicht entnommen würden.

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Schweden: Cockerspaniel von Wolf gerissen – nur einen Meter vom Besitzer entfernt

Mutter von Dreijährigem verscheucht Wolf – nur sieben Meter vom Kind entfernt

In Kårsta, einem Dorf in der Gemeinde Vallentuna in der schwedischen Provinz Stockholms län, nur etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Stockholm entfernt, hat ein Wolf einen Cockerspaniel gerissen. Es ist der dritte Rissvorfall von Hunden durch Wölfe in Stockholms län innerhalb kurzer Zeit. Auch in anderen Provinzen Schwedens ist es in den vergangenen Monaten mehrfach zu Attacken auf Hunde durch Wölfe gekommen (JAWINA berichtete, siehe hier und hier). Der Besitzer des Cockerspaniels unternahm mit seinem Hund einen Spaziergang zu einem nahe gelegenen See, als der Wolf aus dem Wald auftauchte und das nur etwa einen Meter vor seinem Herrn herlaufende Tier packte und fortschleppte. Selbst die Polizei äußerte sich schockiert über diesen dreisten Angriff. Die Überreste des Hundes wurden gefunden, der Verwaltungsrat der Gemeinde bestätigte gegenüber der schwedischen Jagdzeitung SvenskJakt, dass Wölfe den Cockerspaniel gerissen haben. Nachdem drei Hunde, eine Katze, eine Henne und sechs Schafe in dem Gebiet von Wölfen gerissen wurden, hat der Verwaltungsrat der Gemeinde Vallentuna nun eine Schutzjagd auf Wölfe angeordnet, so SvenskJakt.

Glimpflicher ging ein Vorfall aus, in den ein Wolf und ein dreijähriges Kind involviert waren:

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Schweden: Wolf tötet Schosshund

In Kolsva, einer Kleinstadt mit ca. 2500 Einwohnern in der schwedischen Provinz Västmanland ist ein kleiner Begleit- oder Schoßhund (“en liten sällskapshund”) vermutlich von einem Wolf angegriffen und getötet worden. Das berichtet das schwedische Jagdmagazin SvenskJakt. Demnach beobachteten die Hundebesitzer, wie der Wolf in ihren Garten eindrang. Als sie ihren Hund holten, war es bereits zu spät: Das Tier war so schwer verletzt worden, dass es wenig später starb. Der Vorfall ereignete sich am gestrigen schwedischen Nationalfeiertag (6. Juni) gegen 16.45 Uhr. Der Wolfsriss wurde der Polizei angezeigt. Laut SvenskJakt bestätigte die Polizei den Vorfall gegenüber dem Nachrichtenportal vlt.se. Die Polizei befragte die Hundebesitzer und weitere Zeugen des Vorfalls. Die Hundebesitzer erlitten einen Schock. Die Provinzverwaltung hat einen Suchtrupp in das Gebiet entsandt, der über einen speziell trainierten Spürhund verfügt, der die Wolfsfährte anzeigen und verfolgen soll. Obwohl der Wolfsbestand in dem Gebiet deutlich über dem festgelegten Minimum liegt, sei im vergangenen Winter von den Behörden keine Wolfsjagd gestattet worden, so SvenskJakt. SE

Beitragsbild: En liten sällskapshund. Foto: SE

Schweden: Wolfsjagd-Saison eröffnet

Wolf schlägt Mann bei Holzernte in die Flucht – Jäger von Tierschützern attackiert

Gestern (2.1.) hat in Schweden die offizielle Wolfsjagd-Saison begonnen. Zuvor hatte das schwedische Oberverwaltungsgericht 24 Wölfe in vier Provinzen zum Abschuss freigegeben. Wolfsfreunde protestierten gegen die Gerichtsentscheidung – doch beim friedlichen Protest blieb es nicht. Wie das schwedische Jagdmagazin SvenskJakt berichtet, haben militante Tierschützer einen Jäger angegriffen und mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen, der einen Wolf nach einem Verkehrsunfall erlöst hatte. Zuvor war das Auto des Mannes beschmiert und beschädigt (Bilder davon in dem verlinkten Artikel auf SvenskJakt) sowie massive Drohungen gegen den Jäger übermittelt worden. Ebenfalls in SvenskJakt findet sich ein Bericht über einen Mann, der bei der Holzernte in seinem Wald in der Provinz Värmland von einem aggressiven Wolf in die Flucht geschlagen wurde. Neugierige Wölfe seien ein wachsendes Problem in Värmland, heißt es in dem Beitrag. “Als ich in die Kabine meines Traktors sprang, war der Wolf schon am Vorderrad und fletschte die Zähne”, erzählt der Waldbesitzer. Der Mann war nur fünf bis zehn Meter von dem Traktor entfernt gewesen, als er den Wolf entdeckte: Das sei seine Rettung gewesen.

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Wildschweincurling in Schweden

Vildsvinscurling / Wild boar curling from Djake on Vimeo.

Beim Schlittschuh-Laufen mit Freunden auf dem Båven, einem See in der ostschwedischen Provinz Södermanland, entdeckte Jacob König vier Wildschweine auf dem Eis. Die Frischlinge hatten sich infolge mangelnder Traktion völlig verausgabt. Sie waren entkräftet und schienen schon aufgegeben haben, berichtet König dem schwedischen Internetportal Natursidan. Aber James, einem der Schlittschuhläufer kam die (hoffentlich) rettende Idee: Mit ihren Treckingstöcken schoben sie die Wildschweine ans Ufer. Eine neue Sportart, das Wildschweincurling, war geboren. SE

Nochmal Schweden: Hunderte protestieren gegen Gerichtsurteil, das Wolfsjagd einschränkt

Hunderte Schweden haben sich einem Protestzug angeschlossen der von Torsby nach Karlstad vor den Sitz des Verwaltungsgerichts in der schwedischen Provinz Värmland führte. Gerichte hatte die vom schwedischen Parlament beschlossenen Wolfsjagden in zwei Provinzen des Landes untersagt, nur in einer dritten wurde sie genehmigt. Geklagt hatten Medienberichten zufolge drei Organisationen, darunter der schwedische Ableger des WWF. Geplant war der Abschuss von 46 Tieren, nun können nur 14 erlegt werden.

Enttäuscht äußerte sich der Journalist Olle Olsson im schwedischen Jagdmagazin Svensk Jakt: Er schäme sich für Politiker, die lange Jahre die Regulierung der Wölfe versprochen hätten, nun aber abtauchen würden. Es habe unzählige Untersuchungen internationaler Forscherteams gegeben, die die Richtigkeit des schwedischen Wolfsmanagements bestätigten und betont hätten, wie wichtig die Bejagung für den ländlichen Raum sei. Der “günstige Erhaltungszustand” der schwedischen Wolfspopulation sei bewiesen.

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Schweden: Jäger erschießt Bär in Notwehr

In der Nähe der Ortschaft Tärnsjö in der schwedischen Provinz Uppsala musste ein Jäger in einer Notwehrsituation einen Braubären aus drei Metern Entfernung erschießen. Das berichtet das schwedische Jagdmagazin Svensk  Jakt. Dem Bericht zufolge waren die Jäger auf einer Wildschweinjagd, als Mischlingshündin Ejka in dichtem Gestrüpp Standlaut gab. In der Annahme, Ejka hätte ein Wildschwein gestellt, schlich sich Hundeführer Donals Persson auf Zehenspitzen an. Er war nur noch wenige Meter von dem Hund entfernt, konnte aber in dem Dickicht immer noch nicht sehen, was Ejka gestellt hatte. Dann erhob sich die Bärin und ging sofort zum Angriff über. “Es fühlt sich krank an, und es ist traurig, aber ich hatte keine Wahl, ich musste schießen”, erklärte Persson gegenüber Svensk Jakt. Die starke Bärin führte keine Jungtiere und war nicht trächtig. Das Gebiet im südlichen Schweden gilt als bärensicher.

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Schweden: Wolf reißt Hundewelpen

Schwedische Rentnerin vertreibt Wolf mit Eimerwurf aus Schafsstall

In der Ortschaft Järbo in der zentralschwedischen Provinz Gävleborgs län ist ein Hundewelpe von einem Wolf gerissen worden. Das berichtet das Gefle Dagblad. Die Besitzer des Welpen waren gerade damit beschäftigt, ein Gewächshaus zu errichten, als sie die Klagelaute des Welpen hörten, der in nur 25 Meter Entfernung im Garten spielte. Welpenbesitzer Jonas Gynnerstedt rannte sofort los, weil er dachte, dass der Welpe irgendwo stecken geblieben sei. Doch das Klagen entfernte sich schnell und war bald nur noch aus der Ferne zu vernehmen. Gynnerstedt sagt, er habe keine Chance gehabt, den Wolf einzuholen. Der Wolf war zuvor von einer Frau in der Straße gesehen worden. Es ist bereits das zweite Mal, dass ein Wolf einen Hund in Järbo gerissen hat: “Der Wolf lief zwei Meter neben mir mit unserem Hund weg”, berichet Jonas Gynnerstedt. Es gebe Wölfe in Järbo, die nicht so scheu sind, wie sie sein sollten, bemerkte Gynnerstedt. Im August ist in dem Dorf eine Kuh auf der Weide von Wölfen gerissen worden.

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Schweden diskutiert Obergrenze für Wölfe – Frankreich erleichtert Wolfsjagd

Die schwedische Umweltschutzbehörde Naturvårdsverket hat der Regierung zwei Studien zum Wolf vorgelegt. Zwei Forscherteams, eins aus Schweden und eins aus den USA, haben sich im Auftrag der Behörde mit der Frage befasst, was erforderlich ist, um den gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geforderten “günstigen Erhaltungszustand” der schwedischen Wolfspopulation zu garantieren. Die Studien kommen zu dem Schluss, dass ein günstiger Erhaltungszustand u.a. dann gegeben ist, wenn die schwedische Wolfspopulation 300 Individuen zählt, was ziemlich nah am derzeitigen Referenzwert von 270 Tieren liegt, wie die Behörde feststellt. Im zweiten Teil befasst sich die Studie mit den sozioökonomischen Auswirkungen einer Wolfspopulation der geforderten Größe. Doch auch um die Schutzjagd zwecks Verhinderung von Nutztierrissen geht es dabei.

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Leseempfehlung 1: Bericht aus “Prädatorland”

In der New York Times vom 15. August berichtete Stephen Castle unter dem Titel “Wolves, Resurgent And Protected, Vex Swedish Farmers” über die Probleme schwedischer Farmer und Schafszüchter mit der wachsenden Wolfspopulation in der Provinz Värmland. Der Farmer Ulf Ekholm, dessen Schafe hinter fünf Litzen Stromzaun weiden, bewacht von zwei massigen Wolfshunden, beschreibt die Situation als einen “Belagerungszustand”. Er hat einen schönen Spitznamen für diesen “anscheinend so idyllischen und üppigen Winkel skandinavischer Landschaft” gefunden: Prädatorland.

Die Schafzüchterin Elsa Lund Magnussen sagt, ein Wolfsangriff würde ihren Betrieb “für fünf Jahre zerstören”, es wäre “ein Desaster”. Aber sie scheint zu wissen, dass dieser Angriff eines Tages kommen wird. Ein Jäger beschreibt, wie er auf einer Elchjagd im Jahr 2008 seinen Hund durch eine Wolfsattacke verloren hat: “Das ist etwas, was du nie vergisst, wenn du deinen Hund so schreien hörst”, wird Claes Goran Lindberg zitiert. Zwei Monate später erwischte es seinen anderen Hund: Lindberg fand nur Kopf und Hals, den Rest hatte der Wolf gefressen. Lindberg sagt: “Wenn du die Spuren der Wölfe im Schnee siehst, macht es keinen Spaß, die Kinder zum Spielen rauszulassen.”

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Sachsen: Wolf soll Tierheim-Hund bei Hoyerwerda gerissen haben

Ein Wolf soll auf dem Gelände einer Tierpension in Hoyerswerda einen Schäferhund getötet haben. Dafür hätte er einen zwei Meter hohen Zaun überwinden müssen. Das berichtet der Wochenkurier, eine Gratiszeitung, die in Südbrandenburg und Sachsen verbreitet wird. Ein Tierarzt, der den Kadaver von Udo, einem neun Jahre alten belgischen Schäferhund begutachtete, ist sich demnach sicher, dass die Verletzungen des Tiers auf einen Wolf hindeuten. Udos Überreste wurden dem Wildbiologischen Büro Lupus übergeben. Eine DNA-Untersuchung soll zweifelsfrei klären, ob tatsächlich ein Wolf zugeschlagen – oder vielmehr -gebissen – hat.

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Schweden: Hohe Sterblichkeit bei Elchkälbern

In Südschweden schrumpft die Elchpopulation. Grund ist die hohe Sterblichkeit von Elchkälbern. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge starben in den vergangenen Jahren 50 Prozent der Jungtiere innerhalb der ersten Lebenswoche. Auch in diesem Jahr gab es zahlreiche Totfunde von Elchkälbern.

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