Schlagwort-Archive: Schweden

Schweden: Keine Lizenzjagd auf Wölfe in 2020

+++ Schleswig-Holstein: Bauern verfolgen Wolf nach Schafsriss mit Traktor +++ NRW: LANUV bestätigt weiteren Wolfsnachweis in der Städteregion Aachen +++ Niedersachsen: Shetland-Pony durch Bisse im Nacken verletzt – Wolf im Verdacht +++ Bayern: Wilderer will Wildschweinkeule +++ Namibia: Wildtiere werden wegen Dürre verkauft +++

Die schwedische Umweltbehörde Naturvårdsverket hat beschlossen, dass es im Winter 2020 keine Lizenzjagd auf Wölfe geben wird. Die aktuelle Bestandsschätzung zeige, dass es in Schweden etwa 300 Wölfe und kein Populationswachstum im Vergleich zum Vorjahr gebe, teilt die Behörde in einer Presseerklärung mit. Die schwedische Population befinde sich somit am Rande dessen, was für die Erreichung eines günstigen Erhaltungszustands der Art als notwendig erachtet wird. Die schwedische Wolfspopulation muss sich auf mindestens 300 Individuen belaufen, um einen günstigen Erhaltungszustand attestiert zu bekommen, außerdem muss sich mindestens alle fünf Jahre ein eingewanderter finnisch-russischer Wolf mit einem skandinavischen Wolf zwecks Auffrischung des Genpools verpaaren. Im Jahr 2020 wird die Behörde auf Grundlage der aktuellen Bestandsschätzung neu entscheiden. Die Schutzjagd auf Wölfe ist weiterhin möglich.

Kritik von Jagdverband und Politikern

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Schweden: Provinz Jämtland gibt 100 Braunbären zum Abschuss frei

Rumänien: “Quick thinking Brit” rettet ihren deutschen Freund bei Bärenangriff in den Karpaten

Die Verwaltung der schwedischen Provinz Jämtland hat beschlossen, 100 Braunbären bei den herbstlichen Jagden zum Abschuss freizugeben. Das berichtet das Jagdportal SvenskJakt. Ein Sprecher des Jagdverbands Mitt Norrland begrüßte die Entscheidung des Bezirksverwaltungsrats gegenüber SvenskJakt: Dass die gleiche Anzahl Bären wie im Vorjahr geschossen werden dürfe, verschaffe eine langfristige Perspektive und ermögliche es, die Entwicklung der Bärenpopulation über mehrere Jahre hinweg zu verfolgen. Die Jagdzeit auf Bär beginnt am 21. August und endet am 15. Oktober, bzw. an dem Zeitpunkt, da die Quote in dem betreffenden Gebiet erfüllt ist. Die Abschüsse müssen sofort gemeldet werden und werden sorgfältig überwacht, so dass die Jagd beendet werden kann, wenn der Abschuss erfüllt ist. Die Bärenjagd findet in Jämtland in zwei Hauptjagdgebieten statt, die ihrerseits wieder in zwei Jagdbögen aufgeteilt sind.

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Schweden: Norwegischer Jäger schiesst mit Wärmebild-ZF auf Jogger

Am 29. November 2018 wurde der 76 Jahre alte Rentner Olle Rosdahl beim frühmorgendlichen Joggen in Klippan (Provinz Skåne län) von einem Geschoss aus einer Jagdwaffe an der Hüfte getroffen. Nun muss sich ein 48 Jahre alter Jäger aus Norwegen wegen versuchten Mordes für die Tat verantworten.

Nach dem Schuss bricht der Rentner mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen zusammen und schreit: “Warum schießt du?” Er habe Angst gehabt, dass der Schütze herantritt und ihm den Gnadenschuss setzt, berichtet Rosdahl in der schwedischen Zeitung svt Nyheter. Der norwegische Jagdgast versteckt sich nach der Tat im Unterholz, wird erst Stunden später nach einer groß angelegten Suchaktion mit Spezialeinheiten und einem Hubschrauber gefunden. Der Rentner wurde derweil in ein Krankenhaus nach Helsingborg geflogen, wo seine Schussverletzung versorgt wurde. Der Schütze gab dem Zeitungsbericht zufolge erst an, dass er glaubte, auf einen Fuchs geschossen zu haben. Später revidierte er seine Aussage und erklärte, den Jogger für ein Reh gehalten zu haben. Die auf svt Nyheter veröffentlichten Aufnahmen des Wärmebild-ZFs zeigen jedoch ziemlich deutlich eine aufrecht gehende zweibeinige Gestalt.

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Wie viele Wölfe verträgt Sachsen?

Ein Gastbeitrag von Christoph Egert

Ich habe gute Beziehungen nach Estland und weiß, wie dort die Wölfe gejagt werden. Die Esten und die Schafzüchter leben schon immer mit dem Wolf. Sicher, Estland ist in der EU und darf, wie alle baltischen Länder, die Wölfe jagen. Mich stört aber, dass immer die Regelungen in Schweden, Frankreich usw. angeführt werden, um zu Aussagen über Abschussregulierungen zu kommen und keine Angaben zu finden sind, wie die baltischen Länder mit den Wölfen umgehen. In den baltischen Ländern beispielsweise ist der Wolf in Anhang V der FFH-Richtlinie gelistet und darf regulär gejagt werden. In Schweden, Frankreich und Deutschland wird der Wolf in Anhang IV eingeordnet und ist streng geschützt. In den EU Staaten, in denen der Wolf im Anhang IV gelistet ist, darf nur in Ausnahmetatbeständen von Artikel 16 der FFH-Richtlinie vorgegangen und in Ausnahme Fällen Einzelexemplare entnommen werden. Diese Entnahme ist keine Jagd. Die Jäger können angesprochen werden, sind aber nicht verpflichtet den Wolf zu schließen. Häufig lehnen Jäger aus Furcht vor Repressalien durch Wolfsbefürworter diese Entnahme ab. So wurde vor einiger Zeit ein ehrenamtlicher Wolfsberater durch das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als ehrenamtlicher Wolfsberater des Landkreises Nienburg entbunden. Er hatte dieses Ministerium darüber informiert, dass ihn eine Email von dritter Seite erreicht hatte, deren Inhalt Bedrohungspotential gegen ihn in seiner Funktion als Wolfsberater enthält (JAWINA berichtete).

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Schweden: Wolf reisst Reh im Vorgarten

Wolf wurde von der Polizei erschossen

In Tierp in der schwedischen Provinz Uppsala län hat ein Wolf am Dienstag Vormittag ein Reh auf der Terrasse eines Anwohners gerissen. Der Wolfsriss wurde von den Bewohnern des Hauses aus deren Wohnzimmer gefilmt. Bereits um 13.50 Uhr bestätigte die Polizei, dass der Wolf erschossen wurde, wie die schwedische Zeitung Aftonbladet berichtet. Der Wolf reagierte auf die Annäherung des Polizeikommandos nicht, sondern blieb neben seiner Beute sitzen. Bei einer ersten Untersuchung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Wolf eine Verletzung an einem Hinterbein erlitten hatte. Der tote Wolf wurde zwecks weiterer Untersuchungen den Behörden übergeben. Der Abschuss erfolgte gemäß Art. 9 des schwedischen Jagdgesetzes, in dem es um die Sicherheit von Menschen geht. Es sei “nicht auszuschließen”, dass von dem Wolf eine Gefahr ausgehe, warnte die Polizei und empfahl, Hunde nicht frei laufen zu lassen und Kinder von dem Gebiet fernzuhalten. red.

Video: Expressen TV / YouTube

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern CE und KB für die Hinweise!

Schweden: Wolf tötet Jagdhund bei Hundeprüfung

Östlich von Molkom in der schwedischen Provinz Värmland ist am Dienstag früh ein Jagdhund der Rasse Drever während einer Hundeprüfung von einem Wolf getötet worden. Das berichtet die schwedische Jagdzeitung SvenskJakt. Nach Aussage der Richter besteht kein Zweifel daran, dass der Hund von einem Wolf getötet wurde, so SvenskJakt. Demnach arbeitete der Hund laut eine Fährte, verstummte aber plötzlich nach 450 Metern. Der Hund bewegte sich dann nur noch eine kurze Strecke weiter. Richter und Hundebesitzer gingen dann zu der Stelle, wo sie den Hund zuletzt gehört hatten. Dabei stießen sie bereits auf frische Wolfsfährten. Der Hund wurde tot aufgefunden, er wies die für Wolfsrisse typischen Verletzungen an der Kehle auf. Am Ort des Risses gab es Spuren von mindestens einem Wolf, der den Hund noch etwa 30 Meter fortgeschleift hat. Die Bezirksverwaltung ist SvenskJakt zufolge auf dem Weg in das Prüfungsgebiet, in dem bislang kein Rudel offiziell bestätigt war.

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Norwegen: Aktivisten versuchen Wolfsjagd zu sabotieren

Schwedische Aktivisten haben versucht, die norwegische Lizenzjagd auf Wölfe zu stören und zu sabotieren, berichtet das schwedische Online-Jagdportal SvenskJakt. Die Jagdstörer wurden jedoch von der Polizei eingesammelt und aus dem Gemeindegebiet verbracht. Die norwegische Wolfsjagd fand erstmals bei Trysil im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet statt. Auf schwedischer Seite grenzt das Gebiet an die Provinzen Värmland und Dalarna. Nach Einschätzung von Behörden war es an der Zeit, mit der Wolfsjagd zu beginnen, um die dortige Wolfspopulation auf einem niedrigen Niveau zu halten. Laut SvenskJakt waren die Bedingungen für die Wolfsjagd sehr gut: Mildes Wetter, Neuschnee und gute Streckenbedingungen ließen die Jagd zu einem Erfolg werden: Die 130 teilnehmenden Jäger erlegten innerhalb kurzer Zeit zwei Wölfe. Es wurden nur diese beiden Tiere gefährtet. Tauche in der Region ein weiterer Wolf auf, der zu dem Rudel gehört, werde die Jagd fortgesetzt, sagte ein Sprecher gegenüber norwegischen Medien.

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Schweden: Forstbehörde will Elchbestand halbieren

Andere Länder, altbekannte Interessenkonflikte: Die schwedische Forstbehörde (Skogsstyrelsen) will die Hälfte des Elchbestands abschießen lassen, um den Verbiss zu mindern. Der schwedische Jagdverband (Jägareförbundet) spricht in SvenskJakt von einem “Propagandakrieg gegen den Elch“: Das nationale Symboltier solle auf dem Altar der Holzindustrie geopfert werden.

In einem von der Forstbehörde in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden und der Holzindustrie erstellten Report wird das Jagdsystem in Schweden kritisiert: Demnach hätten die Waldbesitzer – das sind oft große Holzfirmen – zu wenig Einfluss auf den “tatsächlich ausgeübten Jagddruck.” Dabei käme den Wäldern eine entscheidende Rolle beim Einstieg in eine Wirtschaft ohne fossile Brennstoffe zu. Um ein “Gleichgewicht” zwischen Schalenwild, verfügbarer Äsung, Waldschäden und Wildunfällen herzustellen, schlägt der Report die Halbierung der Elchpopulation vor. Diese machtvolle Reduktion sei die einzige Möglichkeit, die propagierten Ziele zu erreichen. Der Naturschutzverband Schwedens soll sich SvenskJakt zufolge bereits von diesem Teil des Reports distanziert haben.

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Schwedische Umweltbehörde: 340 bis 360 Wölfe für Schweden und Norwegen

Problemwolf geschossen – trotz fortgeschrittener Räude noch über 45 kg schwer

Die schwedische Umweltbehörde Naturvårdsverket strebt eine Wolfspopulation von 340 bis 360 Individuen für Schweden und Norwegen zusammen an. Das geht aus einem Bericht des schwedischen Jagdportals SvenskJakt hervor. In dem Bericht geht es um die Forderung des schwedischen Jagdverbands Jägareförbundet nach einem gemeinsamen Wolfsmanagement von Schweden und Norwegen. Weil es kein gemeinsames Wolfsmanagement gebe, würden die Wölfe im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet nicht bejagt. Dies sei aber “absolut notwendig”, erklärte ein Sprecher Jagdverbands. In einer in dem Bericht zitierten Pressemitteilung der Umweltbehörde heißt es, dass es zwar keine expliziten Ziele für eine gesamtskandinavische Wolfspopulation gebe, rechne man die Ziele für die schwedische und norwegische Population jedoch zusammen, so ergebe sich eine Zielgröße von 340 bis 360 Wölfen – für beide Länder.

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Brandenburg: Bauern fordern Schutzjagden auf Wölfe

Landwirt verliert 40 Kälber im Jahr durch Wolfsangriffe

Anlässlich eines Ortstermins, bei dem sich CDU-Bundestagsabgeordnete bei Brandenburger Landwirten über die Situation von Weidetierhaltern informierten, haben Bauern Schutzjagden auf Wölfe nach schwedischem Vorbild gefordert. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Die Landwirte beklagten den hohen Aufwand, der für die Absicherung der Weiden und die Instandhaltung der Einzäunung anfällt. Allein das regelmäßig Abmähen des Grases, das erforderlich ist, um den Stromzaun funktionstüchtig zu halten, kostet einen Weideviehbetrieb nach eigenen Angaben 19.500 Euro im Jahr. Diese kosten werden auch nicht ersetzt. Ein betroffener Landwirt berichtete, dass er im Jahr 2017 40 Kälber durch Wolfsrisse verloren habe, nur für 16 sei eine Entschädigung gezahlt worden. Von 21 Kälbern seien keine Überreste gefunden worden, das Dobbrikower Wolfsrudel habe sich zudem auf neugeborene Kälber spezialisiert, die noch keine Ohrmarken hätten.

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