Schlagwort-Archive: Schwarzwildbejagung

Schwarzwildbejagung: DJV stellt 6-Punkte-Katalog für Vereinfachungen vor

Anlässlich der heutigen “Nationalen ASP-Präventionskonferenz” im Bundeslandwirtschaftsministerium stellt der DJV seine Forderungen für eine Vereinfachung der Wildschweinjagd vor.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat für heute Vertreter aus Forschung, Ministerien und Jagd nach Berlin geladen zur “Nationalen ASP-Präventionskonferenz”. Der Deutsche Jagdverband (DJV) weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass eine Einschleppung des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch verstärkte Jagd allein nicht verhindert werden kann. Vielmehr müssen insbesondere Fernfahrer aus europäischen Risikogebieten stärker kontrolliert werden, ebenso wie Raststätten entlang von Transitstrecken: Laut Experten haben achtlos weggeworfene Reste von verseuchter Rohwurst maßgeblich zur bisherigen Verbreitung der ASP beigetragen, Sprünge von mehreren 100 Kilometern in kürzester Zeit sind dokumentiert. Im Sinne der Prävention hält der DJV eine weitere Reduzierung der Wildschweinbestände für notwendig: Sollte das ASP-Virus den Sprung nach Deutschland schaffen, wäre dann zumindest die natürliche Ausbreitung reduziert. Diese beträgt etwa 20 Kilometer pro Jahr.

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Rheinland-Pfalz: Handlungsprogramm zur Intensivierung der Schwarzwildbejagung verabschiedet

Geplant unter anderem: Keine Abschussgebühren für Schwarzwild bei staatlichen Regiejagden – Weitgehende Einschränkungen von Kirrungen – Förderung des Jagdhundewesens

Angesichts ausufernder Wildschäden, weiterhin steigender Schwarzwildbestände und der Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) haben das Forstministerium RLP und involvierte Verbände (s.u.) ein 16 Punkte umfassendes Handlungsprogramm zur Intensivierung der Schwarzwildbejagung verabschiedet. Zur Erklärung der Dringlichkeit dieses Vorhabens heißt es in der Einleitung: “Seit Anfang der 1980er Jahre stiegen die Schwarzwildpopulation sowie die Jagdstrecke dieser Wildart enorm an. Damit einhergehend waren und sind zum Teil sehr hohe Wildschäden in der Landwirtschaft und im Weinbau zu beklagen. Hinzu kommen die Wildseuchenproblematik und die gestiegenen Verkehrsunfallzahlen. Gerade hinsichtlich der in Osteuropa vorkommenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist festzuhalten, dass flächendeckend Wildschweinpopulationen mit hohen Tierdichten vom Baltikum bis nach Deutschland bestehen. Eingeschleppt in nicht infizierte Gebiete besteht die Gefahr, dass sich die ASP dort mit der Tendenz der weiteren Ausbreitung dauerhaft festsetzen wird. Die Folgen sind schwerwiegende Restriktionen für schweinehaltende Betriebe und Jagende. Eine Impfung gegen ASP ist derzeit nicht möglich.

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Brandenburg will Schwarzwild dezimieren

Abschussprämien, Bachenabschuss und mehr Drückjagden gefordert

Möglichkeiten zur Intensivierung der Schwarzwildbejagung hat Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger in einem Gespräch mit Vertretern der beiden im Land wirkenden Jagdverbänden sowie den Kommunalvertretern aus Uckermark, Barnim, Oder-Spree, Märkisch-Oderland, Spree-Neiße, Frankfurt (Oder) und Cottbus erörtert. Im Agrar- und Umweltministerium wurde ein Maßnahmenpaket entwickelt, um durch Wildschweine verursachte Schäden an Hochwasserschutzanlagen einzugrenzen.

Folgende Maßnahmen sind – zunächst befristet auf zwei Jahre – vorgesehen:

Nationalpark Unteres Odertal

Im besonders betroffenen Nationalpark Unteres Odertal sind neben passiven Schutzmaßnahmen wie der Bau von Elektrozäunen an Schadschwerpunkten, die Einrichtung von Kirrungen sowie die Errichtung von mobilen Ansitzeinrichtungen an gefährdeten Deichabschnitten vorgesehen. Außerdem soll die Bejagung der Wildschweine im Poldergebiet mittels kleinerer Drück- und Stöberjagden weiter intensiviert werden. Die Nationalpark-Verwaltung und die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Uckermark haben den Zeitraum für die Durchführung größerer Drückjagden verlängert. Um die Erfolgschancen bei der Bejagung zu vergrößern, können im Einzelfall Schussschneisen in Röhrichten und Seggenrieden angelegt werden.

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