Schlagwort-Archive: Schwarzwild

LJV NRW weist Kritik an Regelungen zum Hundeeinsatz in Landesjagdzeitenverordnung zurück

+++ Sachsen: Bürgermeister fordert Wolfsabschuss nach Hunderiss +++ Mecklenburg-Vorpommern: Güterzug kollidiert mit Wildschweinrotte +++ Brandenburg: Elchbulle durchstreift Unteres Odertal +++

Keine Wehmut im Rückblick auf “Zeiten remmelscher Gängelungspolitik”

Der LJV NRW äußert sich zur Kritik an den Regelungen zum Hundeeinsatz in der novellierten Jagdzeitenverordnung. In einer Stellungnahme des Verbandes heißt es dazu: “Am 30. Juli 2019 trat die zweite Verordnung zur Änderung der Landesjagdzeitenverordnung Nordrhein-Westfalen in Kraft. Insbesondere wird dadurch das Verbot der Bewegungsjagd sowie des Hundeeinsatzes bei der Jagd auf Schwarzwild in der Zeit vom 16. Januar bis 31. Juli aufgehoben. Die Änderung geschah mit Blick auf die nach wie vor hohe Vermehrungsrate und die weiterhin notwendige Bestandsreduktion beim Schwarzwild insbesondere zur Vorbeugung eines ASP-Ausbruchs in NRW mit einem zu erwartenden volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe.”

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Bayern: Jagdgast schiesst 1000. Sau im Staatsforst

Ein Jagdgast aus Oberliezheim hat im Revier Bergheimer-Unterliezheimer Forst (Landkreis Dillingen an der Donau) der Bayerischen Staatsforsten die 1000. Sau geschossen. Das 1000. Stück war ein Frischling, die Rekordstrecke wurde gehörig gefeiert, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Die 1000 Stück Schwarzwild kamen seit der Gründung der Bayerischen Staatsforsten am 1. Juli 2005 zusammen. 1000 Schwarzkittel in 15 Jahren entspricht einer durchschnittlichen Jahresstrecke von 67 Sauen – Respekt. Entscheidend für die gute Strecke sind dem Bericht zufolge die weiträumigen Drückjagden im Winter, die zwei Drittel der Gesamtstrecke erbringen. red.

Beitragsbild: Verblasen der Strecke (Archivbild). Foto: SE

Brandenburg: Fälle von massivem Trichinenbefall bei Wildschweinen in OHV und LOS

Aus den Brandenburger Landkreisen Oberhavel (OHV) und Oder-Spree (LOS) werden Fälle von Trichinenbefall bei Wildschweinen gemeldet.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Oberhavel teilt mit, dass am 05.07.2019 bei einer im Veterinäramt zur Untersuchung eingereichten Probe Schwarzwild im Rahmen der vorgeschriebenen amtlichen Untersuchung auf Trichinen erneut ein sehr massiver Trichinenbefall bei einem Wildschwein festgestellt wurde. Das Tier wurde in der Region Kremmen erlegt. Vom Referenzlabor Trichinella des Bundesinstituts für Risikobewertung wurde inzwischen dieser extrem hochgradige Befall bestätigt. Es handelt sich um die Art Trichinella spiralis.

Bereits im Jahr 2018 wurde bei drei im Landkreis Oberhavel erlegten Wildschweinen ein teils mittel- bis höhergradiger Trichinenbefall in der Muskulatur der Tiere nachgewiesen. Im Mai dieses Jahres wurde ein Trichinenbefall bei einem im Landkreis Oberhavel zur Untersuchung vorgestellten Stück Schwarzwild festgestellt. Dieses Stück stammte aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

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Baden-Württemberg: Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord startet Projekt “Wilde Sau”

Naturpark will gemeinsam mit Jägern, Metzgern und Naturpark-Wirten Vermarktung von Schwarzwild-Produkten stärken

Wildschweinprodukte sollen in der Gunst der Verbraucher steigen und als hochwertiges, natürliches Lebensmittel wahrgenommen werden. Das möchte der Naturpark Schwarzwald Mitte Nord mit dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Pilotprojekt „Wilde Sau“ erreichen. Hierfür hat er bereits begonnen, ein Netzwerk aus Jägern, Metzgereien und Naturpark-Wirten aufzubauen, das weiter wachsen soll. „Wir wollen Wildschwein-Produkte als ein hochwertiges Lebensmittel vermarkten, bestehende Lieferbeziehungen intensivieren und Schwarzwild als neuen Regionalvermarktungsbereich des Naturparks etablieren“, stellte Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker auf der Kick-off-Veranstaltung für die Projektpartner am Montag beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord in Bühlertal heraus. Rund 50 Teilnehmer waren zu der Veranstaltung gekommen.

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Schwein der Schande

“Unser ritterliches Schwarzwild wird behandelt wie Prostituierte: Jeder bumst fröhlich drauf rum.” Zitat eines bekannten Nachsuchenführers

Diese dreibeinige Sau wurde als Hegeabschuss vor einigen Wochen in Brandenburg gestreckt. Es handelt sich, wie unschwer zu erkennen ist, um eine Bache mit angesogenen Strichen (Zitzen). Man kann sich sicherlich darüber streiten, ob dieser Hegeabschuss erforderlich oder notwendig war. Das Stück befand sich jedoch wohl in einer größeren Rotte mit mehreren anderen Bachen, man wird also davon ausgehen können, dass die schon ziemlich großen Frischlinge durch den Abschuss der Bache nicht führungslos verwaist sind. Doch es soll hier um etwas anderes gehen. An der Ursache für die Dreibeinigkeit des Wildschweins kann nämlich leider kein Zweifel bestehen: Deutlich ist die Narbe des Streifschusses auf der Bauchdecke des Schweins zu erkennen, die das Geschoss gerissen hat, bevor es in die Keule einschlug.

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Polen: ASP breitet sich weiter aus

+++ Österreich: Jäger retten Katzen +++ Niedersachsen: Genehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m nochmals erneuert +++

In Polen sind in der zweiten Juniwoche 24 neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) mit 28 befallenen Wildschweinen registriert worden. Besonders beunruhigend: Auch in zwei bisher nicht von der Tierseuche betroffenen Landkreisen wurden ASP-Fälle festgestellt. Während der Landkreis Zamość an einen Bezrik angrenzt, in dem die ASP grassiert, bedeutet der Ausbruch im Landkreis Węgrowski, dass die Seuche sich wieder einmal sprunghaft ausgebreitet hat: Das nächste Infektionsgebiet ist rund 50 Kilometer entfernt, wie das Internetportal fleischwirtschaft.de berichtet. red.

Beitragsbild (Gesundes) Wildschwein. Foto: SE

Brandenburg: Nach dem Aus für die Bogenjagd – neuer Ansatz zum Umgang mit Wildschweinen in Ortslagen

Mecklenburg-Vorpommern: Prof. Dr. Axel Siefke verstorben +++ NRW: Aus dem Fenster geschossen? Polizei zieht WBK und Jagdwaffen ein +++ Mecklenburg-Vorpommern: Totes Wildschwein bei Zinnowitz angespült +++ Sachsen: LJV-Präsident Hans-Heinrich Jordan verstorben +++

Einsatz von Spezial-Munition für kurze Distanzen und Schalldämpfern geplant

Die dem Brandenburger Landwirtschaftsministerium zugeordnete oberste Jagdbehörde (OJB) sowie die Wildökologische Forschungsstelle Eberswalde haben mit den Bürgermeistern der beiden Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow sowie dem örtlichen Jagdpächter Gespräche über die Eindämmung von Schäden durch Wildschweine geführt.

Wildschweine verursachen hier immer wieder Schäden. Bundesweit bekannt wurden Bilder großer Wildschweinrotten, die durch Siedlungsstraßen ziehen. Die Wildschweine sollen möglichst dauerhaft aus den Siedlungsgebieten vertrieben werden. Die Jagd mit Schusswaffen stößt in bewohnten Gebieten schnell an Grenzen.

Ursprünglich sollte die Jagd mit Pfeil und Bogen durch eine Ausnahmegenehmigung ermöglicht werden. Das Antragsverfahren bei der obersten Jagdbehörde musste Mitte Juni abgebrochen werden, weil keine wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts gefunden werden konnte.

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Brandenburg: Massiver Trichinenbefall bei Wildschwein im Landkreis Oberhavel

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Oberhavel teilt mit, dass am 09.05.2019 bei einer im Veterinäramt zur Untersuchung eingereichten Schwarzwildprobe im Rahmen der vorgeschriebenen amtlichen Untersuchung auf Trichinen ein massiver Trichinenbefall bei einem Schwarzwildstück festgestellt wurde. Vom Referenzlabor Trichinella des Bundesinstituts für Risikobewertung wurde inzwischen dieser hochgradige Fall bestätigt. Es handelt sich um die Art Trichinella spiralis. Bereits im Jahr 2018 wurde bei drei im Landkreis Oberhavel erlegten Wildschweinen ein teils hochgradiger Trichinenbefall in der Muskulatur der Tiere nachgewiesen.

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Stadt Braunschweig unterstützt Jäger bei der “Schwarzwildreduzierung”

50 Euro Aufwandsentschädigung für Erlegung von Frischlingen bis 50 Kilo

Um der stark gestiegenen Schwarzwildbestände im Stadtgebiet und der dadurch verursachten erheblichen Flurschäden Herr zu werden, schlägt die Verwaltung dem Rat die Anschaffung einer mobilen Kastenfalle für Wildschweine aus städtischen Mitteln vor, die an die Jägerschaft ausgeliehen wird. Außerdem soll den Jägern künftig für im Stadtgebiet erlegte Jungtiere, so genannte Frischlinge bis 15 Kilogramm Gewicht eine Aufwandsentschädigung von je 50 Euro gezahlt werden.

„Die hohen Populationszahlen beim Schwarzwild sind mittlerweile ein erhebliches Problem“, stellt der für die Jagdaufsicht zuständige Ordnungsdezernent Claus Ruppert fest. Die Zahl der pro Jahr erlegten Tiere hat sich von 74 im Jahr 2013 auf 329 in 2018 mehr als vervierfacht. Insbesondere in den vergangenen drei Jahren wuchs sie erheblich an. Hohe Reproduktionszahlen und ein milder Winter taten ein Übriges: Die noch vorläufige Strecke für 2019 liegt bereits bei 246 Stück Schwarzwild.

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Nachtzielgeräte: Bundesregierung sieht keine Rechtsunsicherheit für Jäger

Zentrales Problem für Jäger nicht geklärt – Rechtsunsicherheit bleibt bestehen / Bundesregierung prüft Freigabe von Nachtzielgeräten für Jäger

Die Bundesregierung hat eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Thema “Nachtzielgeräte bei der Jagd” beantwortet. Die Kleine Anfrage wurde durch das JAWINA-Interview mit dem Justiziar des Deutschen Jagdverbands (DJV), Friedrich von Massow veranlasst, der die in einigen Bundesländern praktizierten behördlichen Genehmigungen von Nachtzielgeräten für Jäger als “rechtlich äusserst zweifelhaft” eingestuft hatte.

In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP teilt die Bundesregierung mit, dass sie “keine Rechtsunsicherheit [sieht], wenn Jägerinnen und Jäger die Nachtzieltechnik im Rahmen einer behördlichen Genehmigung zur Bejagung des Schwarzwildes einsetzen.” Nach Ansicht von Juristen bleibt die Rechtsunsicherheit für beauftragte Jäger jedoch bestehen, auch wenn die Bundesregierung sie nicht sieht.

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Mitgliederversammlung LJN: Jäger leisten wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt

In der Stadthalle von Gifhorn findet heute die Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. statt (LJN). Neben aktuellen jagdpolitischen Themen und den damit verbundenen Herausforderungen steht auch das Thema Wolf im Mittelpunkt.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast betonte in ihrem Grußwort die Rolle der Landesjägerschaft Niedersachsen als wichtiger und verlässlicher Partner in Sachen Jagd, Natur- und Artenschutz. Zugleich dankte sie den Jägerinnen und Jägern für die beherzte Bejagung von Schwarzwild und Nutria in den vergangenen Jahren und ihr Engagement im Bereich der Biodiversität in der Kulturlandschaft: „Die Jägerinnen und Jäger in Niedersachsen leisten einen wichtigen und wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Dazu gehört die Jagd, dazu gehören die vielen verschiedenen Maßnahmen zur Biotopverbesserung, zur Umweltbildung oder Wildunfallprävention und dazu gehört ihre Bereitschaft, dies alles und vieles mehr freiwillig und ehrenamtlich zu tun“.

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Baden-Württemberg: ASP-Prävention – Sammelstellen für Schwarzwild-Abfälle an Jägerschaft übergeben

Zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest haben die Fachdienste Forst und Veterinärwesen des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis fünf Sammelstellen für Wildabfälle aus der Jagdausübung eingerichtet und die Schlüssel in den vergangenen Wochen an die Jägerschaft übergeben. Die so genannten Wildverwahrstellen wurden auf Veranlassung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingerichtet, um eine mögliche Seuchenverbreitung der Afrikanischen Schweinepest durch Teile von Wildschweinen zu minimieren. Der Kreis hat die Einrichtung von fünf solcher Räumlichkeiten in Mudau, Buchen, Osterburken, Schefflenz und Neunkirchen nun abgeschlossen. Es handelt sich um Container mit Kühleinrichtungen und Mülltonnen, deren Verwendung für die örtlichen Jäger ab sofort möglich ist.

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Mecklenburg-Vorpommern: Schwarzwild-Abschussprämie wird weiter ausgezahlt

Backhaus plädiert für Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes: Rechtssichere Grundlage zur Entnahme von problematischen Wölfen schaffen

Anlässlich der 30. Landesdelegiertenversammlung des Landesjagdverbandes lobte Dr. Till Backhaus am heutigen Samstag (13.04.) in Linstow den Verband für seine Entwicklung, seine Beständigkeit und Verlässlichkeit, aktuell in Bezug auf die Tierseuchenprävention: “Der Landesjagdverband ist mit seinen über 10.000 Mitgliedern ein anerkannter Naturschutzverband. Diese Anerkennung würdigt Ihr Engagement für die Natur, verpflichtet Sie aber auch zugleich“, betonte Dr. Backhaus. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es über 12.600 Jagdscheininhaber, davon fast 1.000 Frauen. „Ich freue mich, dass es immer mehr Frauen gibt, die einen Jagdschein machen“, hob der Minister hervor. Lag der Frauenanteil 2010 noch bei 5 %, lag dieser 2017 bei 7,5 %. In diesem Jahr haben über 1.700 Prüfungsteilnehmer die Jagdprüfung bestanden.

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Gemeindezentrum Stahnsdorf von Bogenjagd-Gegnern beschmiert

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf der A20 überfahren +++ Niedersachsen: Nach Messerattacken soll Waffenrecht geändert werden +++ Sachsen: Wolfsrisse – 1600 Euro Entschädigung für im Gatter gerissenes Rotwild-Alttier und zwei Kälber +++ Alaska: Jäger wildern Schwarzbärin mit Jungtieren – Wildkamera filmt alles +++

Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Donnerstag das Gemeindezentrum Stahnsdorf mit Protestsprüchen gegen die Bogenjagd beschmiert. Einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zufolge (hinter Paywall) ist auch das bei der Genehmigung der umstrittenen Jagdmethode federführende brandenburgische Agrarministerium verunziert worden. “Pfeil und Bogen ist verlogen” ist auf der Fassade des Gemeindezentrums nun zu lesen und auch die Worte “Tierquälerei” und “Sauerei”. Befürchtungen, dass die Bogenjagd für eine weitere Polarisierung in der Diskussion um die Jagd bewirken und die Jagd zusätzlich in Misskredit bringen könnte, scheinen sich zu bewahrheiten. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der MAZ. (Screenshot)

Brandenburg: Wildschweingeplagte Gemeinde gegen Zaunpflicht

Die wildschweingeplagten Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow in Brandenburg wollen die Bogenjagd auf Wildschweine – simplen Zaunschutz selbst von unbewohnten und verwilderten Grundstücken lehnt die Kleinmachnower Gemeindevertretung aber ab.

Bereits zum zweiten Mal ist die Kleinmachnower SPD/Pro-Fraktion in der Gemeindevertretung mit dem Vorstoß gescheitert, eine Einfriedungspflicht für Grundstücke zur Straßenseite in der Gemeindeordnung festzuschreiben. Mit den Zäunen – zum Schutz gegen WIldschweine helfen bereits relativ niedrige Zäune – sollte verhindert werden, dass sich Wildschweine in den vielen Gärten und auf den unbewohnten und verwilderten Grundstücken einschieben können. Die SPD/Pro-Fraktion begründete den Antrag mit der erneuten Verschlimmerung der Wildschweinplage in der Gemeinde. Grundstückseigentümer hätten dem Verordnungsentwurf zufolge die Wahl gehabt, ob sie ihr Grundstück an der Straßenfluchtlinie oder auf Höhe des Hauses einzäunen wollten, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Bei geschlossener Bebauung hätte auch nicht gezäunt werden müssen. Die simple und effiziente Lösung wurde gleichwohl abgelehnt – mit einer erstaunlichen Begründung.

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Bogenjagd: “Ein Stück weit fairer?”

Die Oberste Jagdbehörde Brandenburgs will die Bogenjagd zur Bekämpfung von Wildschweinen in Siedlungsbereichen per Ausnahmegenehmigung erlauben. Wir haben mit Jan Riedel, Präsident des Deutschen Bogenjagd Verbands (DBJV) über das Für und Wider der Bogenjagd unterhalten.

JAWINA: Herr Riedel, wenn Sie es sich aussuchen könnten – oder müssten – würden Sie lieber mit einem Jagdgewehr und Jagdmunition erlegt oder mit Pfeil und Bogen zur Strecke gebracht werden?

Jan Riedel: Ihre Frage empfinde ich als höchst unmoralisch und verwerflich. Dennoch glaube ich den Hintergrund Ihrer Frage zu verstehen. Wie Jagdmunition ein Wildtier tötet, wissen wir deutschen Jäger alle. Auch, dass Fluchten von z.B. einem Reh, welches mit Bleifreimunition in der Kammer getroffen wurde, um die 40 Meter normal sind. Das beschossene Wild ist meist in wenigen Sekunden verendet.

Wird ein Wildtier mit einem Jagdpfeil in der Kammer getroffen, dessen Spitze mit mehreren rasiermesserscharfen Schneiden versehen ist, geht dieser Pfeil komplett durch. Es wird ein durchgängiger feingeschnittener Wundkanal erzeugt, wobei nur sehr wenige Schmerzrezeptoren tangiert werden. Die Lungen fallen zusammen, große blutführende Gefäße werden zerschnitten. Die Fluchten sind genauso lange, wie bei dem zuvor beschriebenen Beispiel, ebenso die Zeit vom Treffer bis zum Verenden.

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IWA 2019: XXL-Automatik-Kirrfass von AttraTec

Mit der Kirrstation bietet der unterfänkische Lockstoff-Spezialist AttraTec eine XXL-Kirrfass (220 Liter!) mit interessanten elektronischen Zusatzfunktionen (Landesjagdgesetze beachten!) an. So lassen sich Menge des ausgebrachten Kirrguts und die Zeitpunkte der Ausbringung über Folientastatur rund Display individuell einstellen. Die mitgelieferten Solarpaneele laden den eingebauten Bleiakku auf. Komplett mit stabiler Aufhängung und Solarpaneelen kostet die Kirrstation 419 Euro. SE

Beitragsbild: AttraTec Kirrstation. Foto: SE

Tschechien ist ASP-frei

Die EU-Kommission bestätigte gestern (26.02.), dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Tschechien erfolgreich ausgerottet wurde: Weniger als zwei Jahre nach Ausbruch der ASP und nach massiven Anstrengungen zur Bekämpfung der Seuche können nun mit Zustimmung aller Mitgliedsländer sämtliche über das Land verhängten Restriktionen aufgehoben werden, teilte die EU-Kommission in einer Presseerklärung mit. Im Juni 2017 war der Ausbruch der ASP bei einem Wildschwein im Bezirk Zlín festgestellt worden. Daraufhin entsandte die EU eine veterinärmedizinisches Notfallteam, das in Zusammenarbeit mit nationalen und regionalen Behörden Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche umsetzte. Diese gezielten Maßnahmen seien auch in den vergangenen Monaten in Belgien implementiert worden, dem zuletzt von der ASP betroffenen Mitgliedsstaat. Seit April 2018 sind in Tschechien keine neuen ASP-Fälle mehr aufgetreten. Die Umsetzung der Maßnahmen zur ASP-Bekämpfung durch die tschechischen Behörden, wozu etwa die wildschweinsichere Abriegelung der Infektionsgebiete und die intensive Bejagung der Sauen unter Beteiligung von Scharfschützen des Militärs gehörte, gilt als vorbildlich. Der Vorschlag, die für Tschechien geltenden Restriktionen aufzuheben, ist vom Ständigen Ausschuss der EU-Kommission einstimmig angenommen worden.

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Brandenburg: 39 Saufänge genehmigt

Brandenburg: Wildschwein randaliert in Stahnsdorfer Friseursalon +++ Schweiz: Todesfallen für Wildtiere – St. Galler Jäger sammeln Unterschriften gegen Stacheldraht +++

In Brandenburg sind bislang 43 Saufänge beantragt und 39 davon genehmigt worden. Das berichtet der rbb. Als Begründung dient die Gefahr durch Afrikanische Schweinepest. Nach Informationen des rbb läuft auf Flächen des Landesforsts eine Modellprojekt im Nationalpark Unteres Odertal mit zwölf installierten Saufängen. Saufängen sind große Fallen aus stabilem Drahtgeflecht, in das die Wildschweine mit Ködern wie Eicheln oder Mais gelockt werden. Gefangene Tiere werden erschossen. Weil unter den Käfiginsassen spätestens nach den ersten Schüssen Panik ausbricht, sind Saufänge auch unter Jägern äußerst umstritten. Wie die angeblich “tierschutzgerechte Entnahme von Bachen mit ihren Frischlingen” in der Praxis aussieht, wollte auf Nachfrage von JAWINA kein befragter Experte ausführen oder gar vorführen. SE

Beitragsbild: Brandenburger Leitfaden zu Saufängen (Screenshot).

Mehr zum Thema hier.

Brandenburg: Erfolgreiche 55-km-Nachsuche auf Gebrechschuss

Der Schweißhundeverein Deutschland (SHVD) berichtet auf seiner Facebook-Seite über eine erfolgreiche Nachsuche auf ein Stück Schwarzwild mit Gebrechschuss, die sich über zwei Tage und epische 55 Kilometer erstreckte. Die Sau war auf einer Bewegungsjagd beschossen worden, der Schütze zu weit vorn abgekommen. Am ersten Tag arbeitete ein bekanntes Nachsuchengespann die Fährte des kranken Wildschweins über mehr als 25 Kilometer, bis die einbrechende Dunkelheit den Abbruch der Suche erzwang. Am nächsten Tag wurde die Nachsuche fortgesetzt, wobei sich ein BGS-Führer beteiligte, weitere Hunde(führer) hielten sich für Hetze und das Stellen des Stücks bereit. Auf den letzten zehn Kilometern der Fährte gab es keinerlei Bestätigung durch Pirschzeichen mehr. Es ist eine gigantische Leistung der Hunde und Gespanne, selbst erfahrene Nachsuchenführer hätten erfolgreiche Nachsuchen über solche (durch GPS-Aufzeichnungen der Hundeortungsgeräte belegte) Distanzen nicht für möglich gehalten.

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Brandenburg: Erlass zur Erlegerprämie für Schwarzwild veröffentlicht

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) Brandenburg hat den Erlass zur Auszahlung einer Erlegungsprämie für Schwarzwild veröffentlicht. Mit der Prämie soll ein Anreiz zur Erlegung von Wildschweinen zum Zweck der ASP-Prävention gesetzt werden.

Auf der Internetseite des MLUL heißt es dazu: “Als Reaktion auf die drohende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) führte Minister Vogelsänger die landesweite Erlegungsprämie mit Beginn des Jagdjahres 2018/2019 in Brandenburg ein. Jagdausübungsberechtigten (JAB) können eine Erlegungsprämie beantragen, die als Ausgleich für den entstandenen Mehraufwand zur Reduzierung der Schwarzwildbestände gewährt wird. Gleichzeitig soll ein Anreiz geschaffen werden, verstärkt Schwarzwild zu bejagen.

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Dänemark beginnt Bau des ASP-Schutzzauns

Anfang kommender Woche will Dänemark mit dem Bau eines Zauns zum Schutz vor der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch Wildschweine beginnen. Das meldet das Flensburger Tageblatt. Um zehn Uhr am Montag Morgen wird der erste Pfosten bei Padborg, zirka zehn Kilometer nordwestlich von Flensburg gesetzt, teilte die dänische Naturbehörde Naturstyrelsen mit. Innerhalb des laufenden Jahres soll der 70 Kilometer lange Schutzzaun fertiggestellt und die dänisch-deutsche Grenze somit durchgehend wildschweinsicher abgeriegelt sein. Das Bauwerk ist umstritten, weil es eine Barriere darstellt, die natürliche Wanderungen diverser Tierarten unterbinden dürfte und Biotope zerschneidet. Außerdem ist der Nutzen zweifelhaft, da die sprungweise erfolgende Ausbreitung in erster Linie durch den Vektor Mensch erfolgt. (JAWINA berichtete). SE

Beitragsbild: Zaun mit Nato-Stacheldraht. Autor: Joe Mabel, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Die Red. dankt JAWINA-Leser KB für den Hinweis!

Niedersachsen: Erstmalig Aujeszky-Antikörper bei Wildschwein nachgewiesen

Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurden bei einer routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Soltau erstmals Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) durch das Veterinärinstitut des LAVES in Hannover am 11. Januar 2019 amtlich nachgewiesen. Das teilt das Kreisveterinäramt mit. Das Vorkommen der Erkrankung stellt eine potenzielle Bedrohung für die Hausschweinebestände und Haustiere, besonders Hunde, dar. Das Veterinäramt des Heidekreises fordert daher alle Schweinehalter und -halterinnen verstärkt auf, die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Aufbruch von Wildschweinen an Hunde zu verfüttern.

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Baden-Württemberg: Sau randaliert nach Drückjagd in Lauffen

Nach einer Treibjagd kam es in Lauffen (Kreis Heilbronn) am frühen Samstag Nachmittag zu mehreren Vorfällen mit Wildscheinen, wie die Polizei berichtet: Im Schlehenweg blieb ein Wildschwein mit dem Kopf in einem Gartentor aus Metallstäben stecken und kam nicht mehr heraus. Das kräftige Tier riss in seinem Kampf das gesamte Tor aus der Verankerung. Da die Gefahr bestand, dass die wild gewordene Sau sich befreit und unkontrolliert auf umstehende Anwohner losgeht, wurden diese von der Polizei aufgefordert in ihre Häuser zu gehen. Ein Erlösen des Tieres mittels Schusswaffe war aufgrund der örtlichen Lage nicht möglich. Es erforderte die Hilfe von vier ausgewachsenen Personen um die Sau unter dem Tor zu fixieren. Schließlich konnte sie nach längerem, kraftaufwändigen Kampf unter dem Eisentor festgehalten und fachmännisch durch den hinzugekommenen Jagdpächter getötet werden.

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DJV: Zahl der erlegten Wildschweine höher als erwartet

836.865 Wildschweine haben die Jäger in der Saison 2017/18 erlegt. Das sind knapp 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wurden die Hochrechnungen aus dem September noch deutlich übertroffen. Etwa 16,7 Millionen Stunden jagdlicher Einsatz waren notwendig

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat die Jagdstatistik für Wildschweine ausgewertet: Die Jäger haben in der Saison 2017/18 (1. April bis 31. März) genau 836.865 Wildschweine erlegt. Das sind 42 Prozent mehr als in der Saison davor und die höchste, jemals erzielte Strecke. Die ersten Hochrechnungen aus dem September wurden damit noch übertroffen.

16,7 Millionen Stunden für die Seuchenprävention

„Die Jäger haben einen erheblichen Teil zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest beigetragen“, kommentierte DJV-Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe die Zahlen. Bei durchschnittlich 20 Stunden Einsatz pro erlegtem Tier haben Deutschlands Jäger im vergangenen Jagdjahr mindestens 16,7 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit zur Bestandsreduktion geleistet. Das entspricht bei Mindestlohn einer monetären Leistung von knapp 148 Millionen Euro.

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Polen: Über hundert neue ASP-Fälle bei Wildschweinen

Das Seuchengeschehen in Polen schien sich beruhigt zu haben, doch jetzt meldet die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE, World Organisation for Animal Health) 111 neue ASP-Ausbrüche mit 171 toten Wildschwein im Zeitraum vom 10.11. bis 3.12.2018. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich immer weiter von den ursprünglichen Infektionsgebieten im Osten Richtung Zentral- und Nordpolen aus. Besorgniserregend ist polnischen Veterinärbehörden zufolge, dass immer mehr Wildschweine Resistenzen gegen die ASP entwickeln. Diese Sauen können die Tierseuche wesentlich länger und weiter verbreiten als nicht-resistente Tiere, die kurze Zeit nach der Erkrankung verenden. red.

Beitragsbild: Bericht über das ASP-Geschehen in Polen auf der Internetseite der OIE (Screenshot, Ausschnitt).

Nordrhein-Westfalen: Jagdhund stirbt an Aujeszky-Infektion

Am 2.12.2018 starb in Mönchengladbach ein Foxterrier infolge einer Aujeszky-Infektion. Das teilt der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) mit. Der Hund hatte auf einer Drückjagd bei in Brüggen (Kreis Viersen) am 23.11. mit einem Deutsch-Langhaar einen Frischling gehalten, der abgefangen wurde. Bei der Beprobung im Rahmen des ASP-Monitorings wurde eine Aujeszky-Infektion festgestellt. Acht Tage später zeigte der Terrier erste Symptome. Nach starkem Juckreiz stellte sich eine Abnahme der Vitalität und starkes Fieber ein.

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Fleischkonzerne wollen Jägern 10.000 Wildschweine abnehmen

Die Fleischkonzerne Tönnies und Westfleisch haben dem Westfalen-Blatt zufolge angekündigt, den Jägern 10.000 Wildschweine abzunehmen. Damit soll dem Preisverfall durch das Überangebot an Wildschweinfleisch infolge der verstärkten Bejagung wegen der Afrikanischen Schweinepest entgegen gewirkt werden. Im vergangenen Jagdjahr haben die Jäger in NRW mehr als 60.000 Schwarzkittel erlegt (JAWINA berichtete). Das Wildschweinfleisch solle nicht verramscht werden, bekräftigte ein Sprecher des Tönnies-Konzerns gegenüber der Zeitung. Allerdings müssten die Verarbeitungskapazitäten für das Wildbret noch geschaffen werden, aktuell laufen die Planungen dazu. Der Landesjagdverband NRW begrüßte das Angebot der Fleischindustrie. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Westfalenblatt (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Mecklenburg-Vorpommern: Pürzelprämie bis 2019 verlängert

Aufwandsentschädigungen für Schwarzwildabschüsse und Jagdhundeeinsätze werden fortgesetzt

Seit 1. Dezember 2017 erhalten Jäger in Mecklenburg-Vorpommern für jedes erlegte Wildschwein auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Die Zahlung ist Bestandteil des Sofortprogramms der Landesregierung zur Reduzierung der Schwarzwildbestände in Mecklenburg-Vorpommern. Die im Sprachgebrauch der Jägerschaft als sog. Pürzelprämie bekannte Aufwandsentschädigung wird bis zum 31. März 2019 in gleicher Höhe gewährt.

Darüber hinaus sieht eine Änderung der diesbezüglichen Verwaltungsvorschrift vor, dass beim Zusammenschluss benachbarter Jagdbezirksinhaber für eine revierübergreifende Drückjagd den beteiligten Jagdhundeführern rückwirkend vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. Januar 2019 eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jeweils 35 Euro für jeden eingesetzten Jagdhund zu gewähren. „Hierfür soll der mit der Bestandsreduktion einhergehende Mehraufwand der Jagdhundeführer und ihrer vierbeinigen Helfer bei ihrem unermüdlichen Einsatz am wehrhaften Schwarzwild entschädigt werden. Ohne den Einsatz leistungsgeprüfter Jagdhunde lassen sich Wildschweine nicht effektiv bejagen“, sagte Minister Dr. Backhaus.

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Belgien: Jäger fordern Entschädigung für ASP-Bekämpfung

Belgische Jäger leisten einen großen Beitrag bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien, wo bisher 104 Fälle der Tierseuche offiziell registriert wurden: Sie suchen und bergen Kadaver und transportieren tote Wildschweine zur Entsorgung ab. Zuvor haben viele Jäger an den geforderten Schulungen in Biosicherheit teilgenommen, wie der belgische Jagdverband Royal Saint Hubert Club de Belgique (RSHB) in einer Pressemitteilung schreibt. Dies koste viel Zeit und Energie, auch fielen Kosten für den Transport an, für die die belgischen Jäger bislang keine Kompensation erhalten. Der RSHB schlägt deshalb eine Entschädigung für Jäger vor, wie sie etwa Tschechien seinen an der ASP-Bekämpfung beteiligten Jägern gewährt. Für Frischlinge und Überläufer bis 50 Kilogramm, die in der Restriktionszone zur Ausdünnung des Bestands erlegt werden, würden dort 153 Euro für Frischlinge und Überläufer bis 50 Kilogramm bezahlt, für ausgewachsene Wildschweine 306 Euro und für tot gefundene Sauen 192 Euro. Darüber hinaus entschädige der tschechische Staat die Weidleute für Wildbretverluste (38 Euro für Frischlinge, 76 Euro für Überläufer, 123 für mehrjährige Stücke) und zahle für jedes Wildschwein, das über die durchschnittliche Strecke der letzten drei Jahre hinaus erlegt wird, eine Prämie von 78 Euro.

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Baden-Württemberg: Sau gefehlt, Fenster getroffen

Wegen möglichen Verstoßes gegen die Jagd-Unfallverhütungsvorschriften ermittelt derzeit die Polizei gegen einen 30-jährigen Jäger. Dieser hatte Montag Nacht gegen 22.20 Uhr bei Oberteuringen im Gewann Fuchstobel / Bitzenhofen (Bodenseekreis) auf ein Wildschwein geschossen. Der Schuss verfehlte das Schwein und schlug in ein Fenster eines Wohngebäudes ein, wie die Polizei mitteilt. Glücklicherweise sei hierbei niemand verletzt worden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro. PM

Beitragsbild: Sau schwer zu treffen. Foto: SE

Niedersachsen: ASP – Ausgleichszahlungen für Jäger

Schwarzwildbestände effektiv absenken – Landwirtschaftskammer nimmt Anträge an

Die Schwarzwildbestände so weit abzusenken, dass die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) möglichst unterbunden wird – das ist das präventive Ziel vor einem möglichen Ausbruch der ASP. Für den Mehraufwand, der Jagdausübungsberechtigten und Hundeführern entsteht, gewährt das Land daher eine finanzielle Unterstützung.

Antragsberechtigt ist jeweils der Jagdausübungsberechtigte, Auszahlungsbehörde ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Hannover. Anders als bei sonstigen Subventionsmaßnahmen ist kein Antrag vor Beginn der Maßnahme erforderlich. Die Möglichkeit, Aufwand geltend zu machen, gilt für alles erlegte oder gefundene Schwarzwild seit 1. April 2018.

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Brandenburg: Neue Rekordstrecke beim Schwarzwild

Ergebnisse des Jagdjahres 2017/2018 in Brandenburg – Rekorde auch beim Waschbären, zum Teil deutlich sinkende Strecken bei allen anderen Schalenwildarten

Brandenburgs Jägerschaft hat im vergangenen Jagdjahr wieder für neue Rekorde gesorgt: Niemals zuvor wurde so viel Schalenwild erlegt: „In Anbetracht des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien gilt es, die Intensivierung der Schwarzwildbejagung fortzuführen. Politiker und Jägerschaft stehen hier gemeinsam in der Verantwortung”, erklärte der Brandenburgische Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger. Laut Jagdstatistik für das Land Brandenburg liegt die Gesamtstrecke im Jagdjahr 2017/2018 an erlegtem Schalenwild mit 176.418 Stück noch einmal um vier Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Für das Streckenplus sorgte allein die enorm hohe Schwarzwildstrecke, die Brandenburgs Grünröcke im Streckenbuch verzeichnen konnten. Mit 89.819 Stück Schwarzwild wurde eine neue Rekordstrecke erreicht. „Das gab es in Brandenburg noch nie, bereits jedes zweite erlegte Stück Schalenwild zählt zu den Schwarzkitteln“, so Vogelsänger, der sich über diese hohe Strecke sichtlich erfreut zeigte.

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Niedersachsen: Regierungsfraktionen einigen sich auf Jagdgesetz-Novelle

Neue Regelungen zu ASP-Prävention, Zurückdrängen der Nutrias und Elterntierschutz

Morgen wird im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erneut über die kleine Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes beraten. Bereits im Vorfeld konnten sich die Regierungsfraktionen von SPD und CDU auf Änderungen am Gesetzentwurf der Landesregierung einigen: „Mit der Novellierung des Jagdgesetzes schaffen wir die Voraussetzung für eine effektivere Bekämpfung von Tierseuchen wie der Afrikanischen Schweinepest und sorgen für eine erleichterte Bejagung der Nutrias, die eine große Gefahr für unsere Deiche darstellen. Unter Berücksichtigung der Verbandsanhörung im September werden wir an einigen Stellen des Gesetzentwurfes noch Änderungen vornehmen“, erklären die agrarpolitischen Sprecher von SPD und CDU, Karin Logemann und Helmut Dammann-Tamke.

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Neuer ASP-Fall bei Wildschwein in Ungarn

+++ Österreich: In Feld übernachtender Deutscher von Mähdrescher schwer verletzt +++

Aus Ungarn ist ein neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein gemeldet worden. Die Neuinfektion ereignete sich in einem Gebiet, das ca. 50 Kilometer von den bisherigen Infektionsgebieten entfernt liegt. Wieder einmal hat die ASP einen Sprung über eine größere Entfernung gemacht.

Der neue Fall wird aus Tarcal im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén an der Grenze zum Komitat
Szabolcs-Szatmár-Bereg im Nordosten Ungarns gemeldet. Tarcal liegt in der Mitte zwischen den bisher bekannten Infktionsgebieten, etwa gleich weit von beiden entfernt (siehe Karte). Das ASP-Virus wurde bei einem gesund wirkenden Wildschwein nachgewiesen, das im Rahmen der verstärkten Bejagung zur Absendung der Schwarzwildpopulation wegen der ASP geschossen wurde. Die Erlegung erfolgt am 29. September, am 2. Oktober bestätigte das Nationale Referenzlabor Ungarns die Infektion mit dem ASP-Virus. Die epidemiologischen Untersuchungen dauern an. Aufgrund der Entfernung zu den bisherigen Infektionsorten müsse davon ausgegangen werden, dass die Neuinfektion nicht mit den bisher bekannten Infektionen in Zusammenhang stehe, heißt es in der offiziellen Meldung der Erkrankung.

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