Schlagwort-Archive: Schwarzwild

Brandenburg: Landkreis Barnim übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchung

Vom 1. April 2020 bis – vorerst – 31. Dezember 2020 übernimmt der Landkreis Barnim die Kosten für die Trichinenuntersuchung von Schwarzwild aller Altersklassen. Darauf hat sich der Kreistag in seiner Sitzung am 11. März geeinigt. red.

Beitragsbild: Beschluss des Kreistags Barnim zur Übernahme der Trichinenuntersuchungs-Gebühren (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt JAWINA-Leser Wl für den Hinweis!

Brandenburg: Schwarzwildbejagung in Stahnsdorf und Kleinmachnow mit Unterschallmunition möglich

+++ Bayern: Polizei entlastet Vocke +++

Das vom Umweltministerium beauftragte Gutachten zur Wildschweinbejagung weist für Unterschallmunition die Tötungswirkung mit deutlich geringerer Auftreffenergie nach. Die oberste Jagdbehörde hatte die wissenschaftliche Untersuchung in Auftrag gegeben, damit Wildschweine im urbanen Raum, in Kleinmachnow und Stahnsdorf, intensiver bejagt werden können. Die Jäger dürfen nun mit Ausnahmegenehmigung bei der obersten Jagdbehörde diese Spezialmunition zur Bejagung von Wildschweinen in diesen Ortschaften nutzen.

Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die getestete Unterschallmunition eine ausreichende Tötungswirkung auf Wildschweine bei einem Einsatz innerhalb der Schussdistanzen von 10 bis 50 Metern aufweist. Die getestete Munition stellt Mindestanforderungen an Unterschallmunition dar und erfüllt die Anforderungen des Tierschutzes für eine schnelle Tötung. Ein ausreichender Kugelfang ist in jedem Fall erforderlich. Eine Hinterlandgefährdung ist auszuschließen.

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Österreich: Schwarzwildstrecke steigt stark an

Jagdverband: “Jäger nehmen Verantwortung ernst: 2019 wurden in Niederösterreich 29.550 Wildschweine erlegt.”

Die Wildschweinbestände in Niederösterreich haben sich aufgrund der guten Nahrungs- und Witterungsverhältnisse stark erhöht. Diese Zunahme ist in Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest (ASP), die sich in Ost- und Nordeuropa ausbreitet und bereits erste Nachbarländer Österreichs erreicht hat, problematisch. Denn sollte die ASP auch Österreich erreichen, kann sie sich bei einer hohen Wildschweinpopulation rascher ausbreiten. Dementsprechend hat sich die präventive Reduktion der Bestände als eine von vielen Maßnahmen besonders bewährt. Die niederösterreichischen Jägerinnen und Jäger haben daher die Wildschweinbejagung im vergangenen Jahr intensiviert und 29.550 Wildschweine erlegt. Damit wurde der Abschuss im Vergleich zu 2018 um 47 Prozent erhöht.

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Urteil: Gericht weist behördlich angeordnete “Bestandseleminierung” von Schwarzwild zurück

Der Schwarzwildbestand in einem Teil des Voslapper Grodens, eines Naturschutzgebiets bei Wilhelmshaven, ist vorerst nicht zu eliminieren – eine Beschwerde der Stadt Wilhelmshaven gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg hat keinen Erfolg

Die Jagdpächterin eines Naturschutzgebiets bei Wilhelmshaven muss den behördlich angeordneten Totalabschuss des Schwarzwilds in ihrem Revier nicht durchführen, urteilt das niedersächsische Oberverwaltungsgericht. Die “Eliminierung des Schwarzwildbestandes in ihrem Revier verlange ihr Unmögliches ab”, erklärten die Richter. In der Pressemitteilung des Gerichts zum Fall heißt es weiter:

“Mit Beschluss vom 14. Januar 2020 (10 ME 230/19) hat der 10. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts die Beschwerde der Stadt Wilhelmshaven gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg vom 29. Oktober 2019 (7 B 2533/19) zurückgewiesen, mit dem dieses die aufschiebende Wirkung der Klage der Jagdpächterin gegen die Anordnung, den Wildschweinbestand in ihrem Jagdbezirk auf Null zu reduzieren, wiederhergestellt hat.

Die Klägerin ist die Pächterin eines von zwei im Naturschutzgebiet Voslapper Groden-Süd gelegenen Jagdrevieren. Die Stadt Wilhelmshaven ordnete ihr gegenüber an, den seit dem Jahr 2016 in dem Gebiet vorhandenen Schwarzwildbestand in ihrem Jagdbezirk auf Null zu reduzieren, um eine weitere Schädigung des Naturschutzgebietes zu verhindern.

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Brandenburg: Trichinenfund im Landkreis Teltow-Fläming

In der vergangenen Woche wurden bei Untersuchungen im Labor des Amtes für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Denkmalschutz Teltow-Fläming Trichinen bei zwei Wildschweinen aus dem Bereich Jühnsdorf nachgewiesen. Die Tiere stammen aus derselben Rotte.

„Das zeigt einmal mehr, dass die Trichinellose in Deutschland nicht ausgemerzt ist. Im Nachbarlandkreis Dahme-Spreewald gab es im vergangenen Monat ebenfalls zwei Funde. Damit wird klar, wie wichtig es ist, jedes Haus- und Wildschwein auf Trichinen zu untersuchen“, so die u. a. für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zuständige Dezernentin und Beigeordnete Dietlind Biesterfeld.

Das Veterinäramt TF weist darauf hin, dass Trichinellose nichts mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu tun hat – außer, dass beide Erkrankungen bei Schweinen und Wildschweinen vorkommen können. Während die Afrikanische Schweinepest für Menschen völlig ungefährlich ist, kann eine Ansteckung mit Trichinen jedoch schwere Folgen haben und im schlimmsten Fall tödlich enden.

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Brandenburg: Feuer frei auf alles

In Brandenburg fallen die letzten Hemmungen: Unter dem Vorwand der “Abwehr der Afrikanischen Schweinepest: Intensivierung der Jagd auf Wildschweine” soll nun auch auf andere “verbeißende” Schalenwildarten das Feuer auf winterlichen Drückjagden eröffnet werden. 

In einer Presseerklärung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) heißt es dazu: “Um einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg entgegenzuwirken, soll – neben anderen präventiven Maßnahmen – die intensive Jagd auf Wildschweine fortgesetzt werden. Die Jäger sind aufgefordert, weiterhin alle jagdlichen Möglichkeiten auszunutzen, um die Wildschweine zu erlegen. Hierzu eignen sich besonders Bewegungsjagden mit Treibern und Hunden, da dabei gleichzeitig eine Suche nach verendeten Wildschweinen erfolgen kann.

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Berufsjäger: Auch Wildtiere haben ein Recht auf Tierschutz

Schwarzwild-Sonderbejagung im ASP-Fall: “Grobe, nicht zu tolerierende Verletzung des Tierschutzes”

Die Landesregierung in NRW plant ein Sonderjagdrecht zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bei einem entsprechenden Seuchenausbruch. Unter anderem soll die Aufhebung der Schonzeit für Bachen, auch wenn diese, noch kleine gestreifte Frischlinge säugen und der Abschuss mit Schrotmunition erlaubt werden.

Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger e.V. (BDB) sieht in diesen Maßnahmen eine grobe, nicht zu tolerierende Verletzung des Tierschutzes. „Bei einem Seuchenausbruch in Hausschwein-beständen müssen gesetzlich vorgeschrieben, höchste Ansprüche an Personal und Methode zur Keulung der erkrankten Tierbestände angewendet werden. Dies muss doch selbstverständlich auch für die Seuchenbekämpfung bei Wildtieren als Mindeststandard gelten! Der Wald ist kein rechtsfreier Raum und Wildtiere empfinden ebenso Schmerz und Leid wie Haustiere. Natürlich müssen infizierte Tiere sehr schnell und möglichst effizient der Wildbahn entnommen werden, aber professionell und unter strikter Beachtung des Tierschutzes.“ führt Peter Markett, stellvertretender Vorsitzender des BDB aus.

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USA: Wildschweine töten Pflegerin

In Anahuac im US-Bundesstaat Texas ist eine Pflegerin von Wildschweinen getötet worden. Die 59-jährige Christine Rollins wollte ihren Dienst bei einem älteren Ehepaar antreten, dass sie schon seit längerer Zeit betreut. Als sie zur üblichen Zeit nicht erschien, begab sich der 84-jährige Pflegling auf die Suche nach der Frau. Er fand ihren leblosen, von zahlreichen Wunden übersäten Körper auf der Rasenfläche zwischen dem Auto der Verstorbenen und dem Eingang des Hauses. Die Autopsie ergab, dass die Frau gestürzt ist und dadurch eine Kopfverletzung erlitt. Darüber hinaus hatte sie zahlreiche tiefe Wunden tierischen Ursprungs, die auf Wildschweine zurückgeführt werden konnten und an denen Rollins starb. Todesursache war demnach der massive Blutverlust. Unklar ist dem Polizeibericht zufolge, ob der Sturz der Frau durch den Angriff der Tiere herbeigeführt wurde, oder ob es dafür andere, eventuell medizinische Ursachen gab. Der Sheriff von Chambers County gab zu Protokoll, dass tödliche Wildschweinangriffe auf Menschen extrem selten sind. SE

Beitragsbild: Das Opfer und der Ort des Wildschweinangriffs. Foto: Chambers County Sheriff’s Office / Facebook

Österreich: Jagdhund von Keiler getötet

Weiterer Jagdhund schwer verletzt – Wolf für erhöhte Aggressivität verantwortlich?

Bei einer Drückjagd bei Rossatz im niederösterreichischen Bezirk Krems sind zwei Jagdhunde von einem Keiler attackiert worden, einer erlag seinen schweren Verletzungen. Ein Hund sei von dem Keiler aufgeschlitzt worden, ein anderer habe Stiche in die Lunge davongetragen. Der überlebende Hund konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Der Jagdleiter führte den Vorfall gegenüber nön.at auf mehrere Faktoren zurück: Zum einen sei ein Mastjahr, die Sauen seien größer und stärker und somit wehrhafter als sonst. Vor allem aber sei eine Verhaltensänderung des Schwarzwilds zu beobachten, seit der Wolf in dem Gebiet nachgewiesen wurde: Die Wildschweine würden sich zu größeren Rotten zusammen schließen und seien deutlich aggressiver als früher. red.

Beitragsbild: Erlegter Keiler (Archivbild). Foto: SE

Saarland: Sechs ASP-Kadaver-Suchhunde stehen bereit

+++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Cloppenburg überfahren +++

Speziell ausgebildete Hunde sollen bei der Bekämpfung der Schweinepest helfen

Die saarländischen Behörden bereiten sich bereits seit zwei Jahren mit vielfältigen Maßnahmen auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Ein wichtiger Aspekt zur Bekämpfung der Seuche ist das schnellstmögliche Auffinden und Entfernen verendeter Wildschweine. Im Saarland werden dafür in Zukunft speziell geschulte Suchhunde zur Verfügung stehen, die, anders als Jagdhunde bei der Stöberjagd oder Nachsuchehunde bei verletztem Wild, in der Lage sind, an Schweinepest verendete Wildschweine im Gelände schnell  zu finden.

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