Schlagwort-Archive: Schwarzbär

Kanada: YouTube-Video provoziert Jagdverbot

Eitle Selbstdarsteller und geltungssüchtige Adrenalinjunkies, deren Gier nach Kicks und Klicks sie zu immer extremeren und oft genug fragwürdigen Jagdtrips treibt, die sie dann auf YouTube und anderen sozialen Medien einer angewiderten Öffentlichkeit präsentieren, wachsen sich zu einem ernsten und zunehmenden Problem für die Jagd aus. Ein gutes Beispiel dafür ist der Bodybuilder und ehemalige Speerwerfer Josh Bowmar, der in der kanadischen Provinz Alberta einen kapitalen Schwarzbären mit einem selbst gebauten Jagdspeer erlegt hat. Dabei ließ es sich nicht nur von seiner Frau filmen, auch auf dem Schaft der archaischen Waffe war eine Action-Kamera montiert. Nach der Tat stößt Bowmar eine Serie exaltierter Jubelrufe aus, brüstet sich seiner Tat mit vielen OMGs und näheren Erläuterungen über die Trefflichkeit seiner Waffe und der Größe seines Heldenmuts. Den verletzten Schwarzbären überlässt er über Nacht sich selbst und damit, wie Kritiker Bowmars vermuten, einem langwierigen Todeskampf. Aber es sei ja, wie Bowmar einräumt, “offensichtlich zu gefährlich”, einen Bären in der Dunkelheit nachzusuchen.

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Wie man einen Bärenangriff überlebt

Die New York Times hat einen (weiteren) instruktiven Ratgeber-Artikel veröffentlicht, der sich dem Thema widmet, wie man eine Bärenbegegnung überlebt. Das ist in vielen Gegenden Amerikas, in beliebten Nationalparks und Trails durchaus ein Thema von einiger Relevanz – und wer weiß, vielleicht ja auch bald bei uns. Die Informationen in dem Beitrag “How to Survive a Bear Encounter” von Malia Wollan stammen von John Hechtel, einem pensionierten Wildbiologen, der sich 40 Jahre im Dienst der Fisch- und Wildbehörde Alaskas mit Bären beschäftigt hat (ein Qualifikationsniveau, von dem etliche hiesige “Experten” nur träumen können…).

Biologen, sagt Hechtel, unterteilen Bärenbegegnungen grob in zwei Arten: Defensive und nicht-defensive. Bei den defensiven möchte der Bär einen Angriff auf sich, seine Nahrung oder seine Jungen abwehren. Defensive Bären wirken erregt, scharren mit den Pfoten, brüllen und / oder speicheln. Der nicht-defensive Bär will dich fressen. Er wirkt besonnen und selbstbewusst, aufdringlich, aggressiv und zielstrebig (“pushy”). Entscheidend sei im Fall einer Begegnung, zwischen defensiven und nicht-defensiven Bären zu unterscheiden.

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Alaska: Zwei tödliche Schwarzbär-Attacken in zwei Tagen

In Alaska sind zwei Menschen von Schwarzbären getötet worden. Das erste Opfer war der 16jährige Patrick Cooper, der am 18.6. am Robert Spurr Memorial Hill Climb, einem Geländelauf im Chugach State Park teilnahm. Der Junge hatte offenbar unbemerkt von anderen Läufern den Trail verloren und war in dichtem Buschland umhergeirrt. Er schrieb seiner Familie eine Textnachricht, dass er von einem Bär verfolgt wurde. Sofort machte sich ein Team von Helfern, darunter die Mutter des Jungen, auf die Suche. Sie fanden mit Hilfe der Ortungsfunktion des Mobiltelefons zwei Stunden später die Leiche Coopers. Er war nach Angaben des Alaska Department of Fish & Wildlife, der Jagd- und Fischereibehörde des US-Bundesstaats, von einem männlichen Schwarzbären gezielt angegriffen worden. Experten versuchen derzeit, den Bär aufzuspüren, der “definitiv getötet werden solle”, wie Ken Marsh,ein Mitarbeiter von Fish & Wildlife gegenüber dem National Geographic erklärte.

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Kanada: Jäger filmt Schwarzbär-Attacke

Bogenjäger Richard Wesley war auf einer Frühlingsjagd am Fire River in der kanadischen Provinz Ontario, als ein stattlicher Schwarzbär in Anblick kommt. Als das Tier sich nähert, springt Wesley auf und schreit: “Normalerweise machen Schwarzbären eine Rolle rückwärts, wenn sie einen Menschen auch nur wittern”, berichtet Wesley, “Aber der Typ hier hat mich ziemlich gründlich durch die Mangel gedreht.” Glücklicherweise gelang es Wesley, dem Bär seinen Bogen ins Maul zu rammen und so den Angriff abzuwehren: Außer einem angeschrammten Ellebogen und einem ebensolchen Ego habe er keine weiteren Schäden davongetragen, schreibt Wesley auf YouTube.

Video: Richard Wesley/YouTube

Schwarzbär im Auto

Ein stattlicher Schwarzbär hat sich im Subaru der 17-jährigen Annie Bruecker in Genessee, einem kleinen Bergdorf in Jefferson County im U.S.-Bundesstaat Colorado eingeschlossen. Kurios: Es ist nicht erkennbar, wie der Bär in das Auto gelangte: Es ist äußerlich vollkommen unbeschädigt. Innen nicht: Der Schwarzbär hat die komplette Innenausstattung inklusive Dachhimmel herausgerissen. “The bear trashed my car”, resümiert die Besitzerin. Annie Bruecker entdeckte den unerwünschten Insassen, als sie morgens zur Arbeit fahren wollte. Trockener Kommentar der 17-jährigen im Interview mit dem Lokalsender Fox31 Denver: “Hmm, ich werde heute wohl nicht zur Arbeit fahren.” Stattdessen rief sie den Notruf 911. Die Polizisten öffneten die Kofferraumklappe, während ein Kollege den eiligen Abzug des Schwarzbären mit vorgehaltener Waffe sicherte. Möglicherweise hat eine angefangene Dose Limonade den Bären angelockt. Die Polizei rät: Autos in Bärengegend immer abschließen, keine Lebensmittel im Wagen lassen. SE

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Mit der Brandl in die neue Welt

Ein Beitrag von Joachim Ernst

Vor zwanzig Jahren haben meine Frau und ich immer einmal wieder an der GreenCard-Lotterie der USA teilgenommen. Damals wild entschlossen, sofort alles stehen und liegen zu lassen und das eigene Glück in der Neuen Welt zu schmieden. Gewonnen hatten wir nie. Jetzt, zwanzig Jahre später, kommt bei einer Tasse Kaffee das Gespräch auf die alten Zeiten und mehr aus einer Laune, denn aus Ernsthaftigkeit heraus, füllen wir das Bewerbungsformular erneut aus. Es kommt wie es kommen muß. Nach einigen Monaten liegt die Gewinnbenachrichtigung im Briefkasten. Der Schreck war eindeutig größer als die Freude, aber das sich anschließende Auswahlverfahren bei der US-Botschaft, bei dem noch einmal die Hälfte der Gewinner aussortiert wird, wollten wir doch mitmachen. Auch das haben wir erfolgreich überstanden und mussten uns nun entscheiden. Letztlich haben wir uns entschieden und sind samt unseres nun dreieinhalb Jahre alten Brandlbrackenrüden Argos vom Basenberg nach New Hampshire in die USA gezogen.

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