Schlagwort-Archive: Schutzmaßnahmen

Steuerzahlerbund kritisiert Krankenwagen für Wölfe

BdSt: Füchse sind schlauer als Vogelschützer

Der Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. (BdSt) dokumentiert in seinem Schwarzbuch alljährlich besonders krasse Fälle von Verschwendung öffentlicher Mittel. “Milliarden Euro Steuergeld hat die Politik in sinnlose Projekte gesteckt”, so der Steuerzahlerbund: “Wir decken die Skandale auf, weil Sie als Bürger wissen sollen, was damit geschieht!” Auf seiner Internetseite präsentiert der Verein eine Auswahl aktueller Beispiele, eines davon: Der Krankenwagen für Wölfe (JAWINA berichtete), den die Region Hannover 2017 in Betrieb genommen hat. Der “bundesweit bis heute einmalige Spezialanhänger”, mit dem bei einem Unfall verletzte Wölfe zur weiteren Versorgung abtransportiert werden können, “verfügt über wildtiersichere Innenwände, ein Transportbrett mit Fixiergurten, Stabschlingen und Netze zum Einfangen der Tiere, Bissschutzhandschuhe, einen Maulkorb und sogar eine Heizdecke für die verletzten Tiere. Um die Verkehrssicherheit an der Unfallstelle zu gewährleisten, ist der Anhänger zudem mit verschiedenen Beleuchtungseinrichtungen versehen”, so der BdSt. Diese Spezialanfertigung habe ihren Preis, klagt der Steuerzahlerbund: Fast 11.000 Euro habe die Region Hannover für den Anhänger ausgegeben, der bei Bedarf auch den Nachbarlandkreisen Celle, Nienburg und Heidekreis zur Verfügung gestellt werden sollte.

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Landkreis Bautzen: Übergriffe auf Schafe – Schutzmaßnahmen wirkungslos

In den letzten vier Wochen gab es im Raum Königswartha, Puschwitz und Wittichenau (Landkreis Bautzen) 16 gemeldete Übergriffe von Wölfen auf Schafe, wie das “Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz” meldet. Die Übergriffe fanden im Territorium des Rosenthaler Rudels statt. Es handelte sich dabei sowohl um nicht oder unzureichend geschützte Schafe, als auch um Schafe die nach den geforderten Mindestschutzstandards gesichert waren, wie das Kontaktbüro einräumt. In einigen dieser Fälle wird davon ausgegangen, dass der oder die Wölfe den Elektrozaun übersprungen haben.

Im Territorium des Rosenthaler Rudels (siehe Karte) sei es daher nun erforderlich Elektrozäune durch die Anbringung eines „Flatterbandes“ (Breitbandlitze), welches ca. 20 – 30 cm über den Zaun gespannt wird, zusätzlich zu sichern. Diese zusätzliche Schutzmaßnahme ist, so das Kontaktbüro, “voraussichtlich für die Dauer eines Jahres notwendig.” Das benötigte Material (Breitbandlitze, Weidepfähle) kann kostenfrei bei der Biosphärenreservatsverwaltung ausgeliehen werden. Kontakt: Herr Klingenberger, Tel. 035932/36531, E-Mail: andre.klingenberger@smul.sachsen.de

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