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Bayern: Schüsse vom Balkon – Jäger in Psychiatrie zwangseingewiesen

In Egloffstein (Landkreis Forchheim) hat ein 59 Jahre alter Jäger am Freitag gegen 19 Uhr in einer psychischen Ausnahmesituation mehrere Schüsse aus einer Schreckschusspistole und einer Schrotflinte vom Balkon eines Wohnhauses abgegeben. Nachbarn riefen die Polizei. Da bekannt war, dass der Mann als Jäger Legalwaffenbesitzer war, rückte das SEK an. Das Sondereinsatzkommando konnte den Mann beim Verlassen seines Hauses überwältigen. Die Waffen wurden eingezogen, und die Zwangseinweisung des Jägers in die Psychiatrie veranlasst. Der 59-jährige soll stark alkoholisiert gewesen sein. Offenbar ging dem Vorfall ein Familienstreit voraus: Wie das Nachrichtenportal nordbayern.de berichtet, wurde die Lebensgefährtin des Mannes nach dessen Festnahme unversehrt in der Wohnung aufgefunden. Da die Schüsse fast senkrecht in die Luft abgegeben wurden, seien weder Personen gefährdet noch fremdes Eigentum beschädigt worden. red.

Beitragsbild: Schrotflinte (Symbolbild). Foto: SE

Frankreich: Aufgebrachte Schäfer nehmen Behördenvertreter unter Beschuss

Andere Länder, andere Sitten: In Auzat, einer Gemeinde im Département Ariège ganz im Süden Frankreichs an der Grenze zu Andorra und Spanien, haben aufgebrachte Bauern einer Abordnung von vier Emissären der Nationalen Jagd- und Wildtierbehörde (Office National de la Chasse et de la Faune Sauvage, ONCFS) einen unvergesslichen Empfang bereitet: Als die vier Angestellten der ONCFS in dem malerischen Ort in den Pyrenäen anrückten, um sich ein Bild von den Schäden zu machen, die Bären an den Schafherden der Bauern angerichtet hatten, fanden sie sich in einer aggressionsgeladenen Atmosphäre wieder. Etwa dreißig aggressive Personen machten bedrohliche Bemerkungen und verbreiteten ein feindseliges Klima, berichten zahlreiche französische Medien, wie etwa die Tageszeitung Le Figaro. Beiläufig wurde den staatlichen Gutachtern dann mitgeteilt, dass alle vier Reifen ihres Autos zerstochen worden seien. Der Vorfall gipfelte darin, dass mehr als fünfzig Schüsse abgefeuert wurden, als die Beamten auf die Bergweiden vorrückten – verletzt wurde dabei niemand. Dies sei offensichtlich geschehen, um sie einzuschüchtern, mutmaßte die französische Oberstaatsanwältin (Procureur de la République) Karline Bouisset gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

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Drei Tote nach Schießerei in Bayreuth – Täter war Jäger

In Bayreuth hat ein Jäger seine Ex-Freundin, deren Vater und sich selbst erschossen. Es ist einer der sehr seltenen Fälle, bei denen Legalwaffen bei Straftaten verwendet werden. Meist handelt es sich dabei um Beziehungsdelikte, wie auch in diesem Fall eines Eifersuchtsdramas.

Den Ermittlern der Kriminalpolizei Bayreuth und der Staatsanwaltschaft Bayreuth liegen zu dem dramatischen Vorfall Sonntagnacht im Stadtteil St. Johannis erste Ergebnisse vor. Demnach dürfte es sich bei dem folgenschweren Ereignis um eine Beziehungstat gehandelt haben. Am Sonntag, gegen 21.30 Uhr, ging über den Notruf bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberfranken die Mitteilung über mehrere Schüsse im Waldsteinring ein. Eine Streifenbesatzung entdeckte neben geparkten Fahrzeugen drei leblose Personen. Einen weiteren Beteiligten fanden Polizisten unweit des Ereignisortes. Der Mann kam mit Verletzungen in ein Krankenhaus, ist aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Eine Schusswaffe lag in der Nähe der Leichen und konnte sichergestellt werden. Bis in die frühen Morgenstunden waren Beamte der Spurensicherung am Tatort. Ermittler der Kriminalpolizei Bayreuth führten zahlreiche Vernehmungen durch.

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