Schlagwort-Archive: Schreiadler

Brandenburg: Windkraftmafia zerstört Schreiadler-Horst

+++ Bayern: Jagdwilderei bei Stammbach (Landkreis Hof) +++ Wildschweine verwüsten Spielplatz und Golfplatz +++ Sachsen-Anhalt: Jäger fordern ermäßigte Hundesteuer für Jagdhunde +++ Österreich: Wolf reißt Schafe in Vorarlberg +++ Südtirol: Wolfsrisse am Karerpass +++ Sachsen-Anhalt: Streckenrekord beim Schalenwild +++

Der lateinische Name des Schreiadlers lautet aquila pomarina: Pommernadler. Demnächst wird man sich wohl einen neuen Namen überlegen müssen, denn in jenem Teil Deutschlands, der einst die preußische Provinz Pommern und den äußersten Rand des Verbreitungsgebiets des nach ihr benannten Greifvogels bildete, ist der Schreiadler akut vom Aussterben bedroht. Nur noch 22 Schreiadler-Horste sind in Brandenburg registriert. Jetzt gibt es einen weniger, weil bei Klosterfelde in der Gemeinde Wandlitz (Landkreis Barnim) ein Schreiadler-Horst verschwunden ist. Jedoch nicht “spurlos”, wie die MOZ schreibt, denn an der Rinde des ehemaligen Horstbaums sind deutlich Steigeisen-Spuren zu erkennen. Jemand hat sich also die Mühe gemacht, den Horst der streng geschützten Art in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschwinden zu lassen. Es hätten “Spekulationen über die möglichen Täter eingesetzt”, so die MOZ, Windkraftgegner wollten “nicht ausschließen, dass eventuell Nutznießer der Windkraftanlagen” verantwortlich seien. Wer soll es denn bitteschön sonst sein? In dem geplanten Windkraftgebiet, das eine der einstmals schönsten Natur- und Kulturlandschaften Brandenburgs zerstört, steht ein nicht zu Ende gebautes Windrad.

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Horstzerstörungen: “Dauerhafte Tabuzonen für Windenergieanlagen errichten”

Bettina und Norbert Kern haben zerstörte Greifvogelhorste in Windenergie-Planungsgebieten in der Umgebung der Gemeinde Ivenack (Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) dokumentiert. JAWINA hat mit den Naturschützern und Hobby-Ornithologen gesprochen.

Ein intakter Horst bei Ivenack Beitragsbild oben) und die Überreste des zerstörten Horsts. Fotos: B. u. N. Kern

JAWINA: Wie sind Sie auf illegale Nestzerstörungen in Ivenack aufmerksam geworden?

Bettina und Norbert Kern: Insgesamt waren es sieben verschwundene Horste in unserer Region. Diese Region wurde von einigen Leuten aus unserer Bürgerinitiative ehrenamtlich kartiert und die Horststandorte an die dementsprechenden Behörden weitergeleitet. Durch regelmäßige Kontrollen in den folgenden Jahren wurde das Fehlen der Horste bemerkt. 2015 verschwand ein Rotmilanhorst, 2016 verschwanden zwei Rotmilanhorste, ein Schreiadlerhorst, ein Bussardhorst und ein Horst ohne Zuordnung der Besetzung. 2017 verschwand ein Bussardhorst. Insgesamt also sieben Horste.

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