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Brandenburg: Wölfe dringen in die Dörfer vor

+++ Brandenburg: Weitere Wolfsrisse im Schlaubetal +++ Berlin: Wolfsverdacht in Westend +++ Sachsen: Wölfe reißen Schafe im Erzgebirge +++

Die im Schlaubtal ansässigen Wölfe zeichnen sich anscheinend durch besondere Dreistigkeit aus: Auf Drückjagden attackieren sie Hunde und lassen sich nicht einmal durch Warnschüsse vertreiben, nun dringen sie auf ihren nächtlichen Beutezügen in die Dörfer vor und reißen Haustiere unmittelbar in den Gehöften. So haben in der Nacht zu Sonnabend mehrere Wölfe die Umzäunung eines Hofs in Schernsdorf in der Gemeinde Siehdichum (Landkreis Oder-Spree) untergraben, sie rissen einen 50 Kilogramm schweren Schafsbock sowie ein Lamm, zwei weitere Lämmer sind verschwunden. Der Wolfsbeauftragte fand die Spuren von mindestens drei Wölfen, wie die MOZ berichtet, doch die verzehrte Fleischmenge lässt auf eine höhere Zahl – die Schätzung beläuft sich auf sieben Wölfe – schließen. Ähnliche Angriffe hat es dem Zeitungsbericht zufolge in jüngster Zeit auch in anderen Siedlungen im Schlaubetal gegeben.

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Meldung über von Wölfen im Schlaubetal getötete Hunde höchstwahrscheinlich Fake

Bei der seit gestern auf Whatsapp kursierenden Meldung, derzufolge mehrere Hunde bei einer Jagd im Schlaubetal von Wölfen getötet worden sein sollen, handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen höchstwahrscheinlich um ein Fake.

Denn:

1) Das geschilderte Szenario ist für sich genommen schon äußerst unwahrscheinlich. Auf JAWINA sind diverse Fälle von Wolfsangriffen auf Jagdhunde (z.B. auch in Schweden, wo Wolfsangriffe bekanntlich noch vor dem Straßenverkehr unnatürliche Todesursache Nr. 1 bei Jagdhunden sind) dokumentiert worden. In allen diesen Fällen ist jeweils nur ein Hund getötet worden. Dass hier eine ganze Meute massakriert worden sein soll, erscheint kaum glaubwürdig, z.B., weil die Hunde – anders als eingepferchte Schafe – fliehen könnten.

2) Zu bedenken ist auch, dass das Szenario mit einer Geräuschkulisse verbunden wäre, die auf einer Drückjagd mit den üblichen Abständen zwischen den Ständen keinesfalls unbemerkt bleiben würde. Folglich würden Hundeführer versuchen, ihren Hunden zu Hilfe zu kommen und die Wölfe zu verscheuchen. Und es wäre bei dieser Zahl von toten Hunden mit ziemlicher Sicherheit auch der eine oder andere Wolf auf der Strecke geblieben…

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Brandenburg: Das Schlaubetal wird verspargelt

Wer die bislang noch malerische Natur und Kulturlandschaft im Schlaubetal noch halbwegs intakt erleben will, sollte sich beeilen: SPD, Linke und Grüne (!) haben im Brandenburger Landtag einen Antrag der Freien Wähler abgelehnt, den rücksichtslosen Ausbau der Windkraft in Brandenburg zu beschränken und unter Beachtung neuer wissenschaftlicher Studien zu überprüfen. Konkret ging es den Freien Wählern unter anderem um die Errichtung eines Windparks im Schlaubetal: “Wir glauben, dass gewachsene Kulturlandschaften geschützt werden müssen. Insbesondere im ländlichen Raum muss darauf geachtet werden, dass die Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt und nicht durch riesige Windkraftanlagen verdrängt wird. Hinzukommt, dass der geplante Windpark auch für die touristische Attraktivität des Schlaubetals von Nachteil ist”, erklären die Freien Wähler.

Schon heute hat Deutschland die höchsten Strompreise Europas, nicht benötigter Ökostrom wird ins Ausland nicht nur verschenkt, es werden Jahr für Jahr dreistellige Millionenbeträge für die Abnahme bezahlt, die Kosten für Netzeingriffe stiegen von 660 Millionen im Jahr 2016 auf knapp eine Milliarde in 2017, trotz Subventionierung energieintensiver Branchen auf Kosten der Verbraucher droht eine Abwanderung ganzer Industrien. Trotzdem scheint es für viele Politiker nur ein “Weiter so” beim Ökostrom-Ausbau zu geben, die Probleme werden ignoriert.

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