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Sachsen-Anhalt: Wölfe reissen über 40 Heidschnucken

Ende September kam es im Bereich der Woltersdorfer Heide bei Wittenberg zu vier Nutztierübergriffen in zwei Betrieben. In allen vier Fällen waren Mitarbeiter des Wolfskompetenzzentrums Iden (WZI) unmittelbar vor Ort und haben die Vorfälle begutachtet und dokumentiert. In allen Fällen ergab die Rissbegutachtung, dass Wölfe als Verursacher nicht auszuschließen sind, was u. a. anhand der sich ähnelnden Rissbilder an den getöteten Tieren abgeleitet werden konnte. Die genetische Untersuchung des vor Ort sichergestellten Probematerials erbrachte zumindest in einem Fall auch den konkreten Nachweis auf Wölfe als Verursacher. So wurden bei zwei Übergriffen am 18.09.2017 und am 21.09.2017 auf eine Heidschnuckenherde insgesamt zwölf Heidschnucken tot aufgefunden, ein Tier musste notgeschlachtet werden und drei Tiere werden vermisst. Die Umzäunung der genutzten Heidefläche entsprach nicht den Forderungen zum Grundschutz, wodurch ein Eindringen des Verursachers an mehreren Stellen problemlos möglich war.

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Vermutlich erstes Wolfsrudel in Thüringen

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Über 50 Schafe sind im Lauf der letzten sechs Wochen in der Umgebung des Truppenübungsplatzes Ohrdruf in Thüringen gerissen worden. Ein Sprecher des Thüringer Umweltministeriums bestätigte gegenüber dem MDR, die hohe Anzahl von Rissen sei “merkwürdig”. Vermutlich sei nicht ein einzelner Wolf für die Rissvorfälle verantwortlich. Möglicherweise gehen die Welpen einer Wolfsfähe in dem Gebiet nun gemeinsam mit dem Muttertier auf Beutezug. Jäger und Anwohner hegen den Verdacht, dass es sich bei dem Rudel um Hybriden handeln könne. Ein Labradorrüde soll sich demnach mit der Wölfin verpaart haben. Die DNA-Spuren an den gerissenen Schafen werden derzeit noch im Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen analysiert. SE

Beitragsbild: Gerissenes Schaf (Symbolbild). Foto: SE