Schlagwort-Archive: Schäden

Schweiz: Weniger Schutz für Wölfe

Umweltkommission will Abschüsse ermöglichen, auch wenn die Wölfe zuvor keine großen Schäden angerichtet haben – Schutzmaßnahmen sollen nicht mehr verpflichtend sein – Biber und Luchs in Bestandesregulierung aufgenommen

Die Umweltkommission im Schweizer Parlament hat die Detailberatung zur Änderung des Jagdgesetzes (17.052) abgeschlossen und der Vorlage mit 6 zu 4 Stimmen zugestimmt. An der Liste der geschützten Tiere (gemäß Berner Konvention) werden keine Änderungen vorgenommen. Im Kernstück der Vorlage, dem Artikel 7a, soll hingegen die Regulierung des Bestandes von gewissen geschützten Tierarten neu gehandhabt werden. Mit der Umsetzung der Motion (Mo.) 14.3151 «Zusammenleben von Wolf und Bergbevölkerung» sollen gemäß der Vorlage des Bundesrates neu auch Wolfbestände regulierbar sein, damit ein großer Schaden oder eine Gefährdung von Menschen verhindert werden kann. Eine Mehrheit der Kommission will nun weitergehen als der Bundesrat vorschlägt. Mit 6 zu 5 Stimmen hat sie beschlossen, die Bedingungen für einen regulierenden Eingriff in den Bestand etwas milder auszugestalten: Der Begriff des «großen» Schadens soll aus Absatz 2 gestrichen werden und Schutzmaßnahmen sollen nicht mehr absolute Pflicht sein.

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NRW: Acht Wisente – 33.800 Euro Schaden

Seit ihrer Auswilderung im März 2013 bis zum Frühjahr 2014 haben die acht Wisente im Kreis Siegen-Wittgenstein Schäden in Höhe von 33.800 Euro verursacht. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Reiner Deppe an den nordrhein-Westfälischen Landtag hervor. Die Schadenssumme verteilt sich auf Landesforst (22.000 Euro) und Privatwald (11.800 Euro). Im Landeswald wurden 1200 geschädigte Bäume gezählt. Von den Schälschäden waren zu 90 Prozent Buchen betroffen.

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