Schlagwort-Archive: Sächsisches Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

Sachsen: Fachstelle Wolf übernimmt Rissbegutachtung

Mit Wirkung vom 1. August 2019 übernimmt die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) die Rissbegutachtung in Sachsen. Bisher oblag diese Aufgabe den Landratsämtern und Kreisfreien Städten.

Über eine 24-Stunden-Rufbereitschaft ist gewährleistet, dass Meldungen zu mutmaßlichen Rissen an Nutztieren sowie zu toten, verletzten und auffälligen Wölfen rund um die Uhr von einer zentralen Stelle für ganz Sachsen entgegengenommen werden können.

Hotline: 035242-6318201

Wenn ein Tierhalter seine Nutztiere bei der täglichen Kontrolle tot oder verletzt vorfindet und ein Wolf als Verursacher vermutet wird, sollte er das innerhalb von 24 Stunden melden, damit der Schaden schnell durch einen Rissgutachter aufgenommen werden kann. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Tierhalter eine Entschädigung erhalten können. Gerissene Tiere werden durch den Freistaat Sachsen zu hundert Prozent entschädigt, sofern der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden konnte und durch den Tierhalter alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind. Das sind für Schafe und Ziegen ein mindestens 90 Zentimeter hoher Elektrozaun oder ein mindestens 120 cm hoher Festzaun mit einem festen Bodenabschluss.

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Sachsen: Umstrukturierung beim Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“

Dem Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ steht in diesem Jahr ein Wandel bevor. Das Wolfsmanagement im Freistaat Sachsen wird neu organisiert (siehe PM des SMUL vom 16.04.2019: www.medienservice.sachsen.de/medien/news/225005?page=1). Mit Inkrafttreten der Sächsischen Wolfsmanagementverordnung werden die Nutztierhalterberatung, die Rissbegutachtung, die wissenschaftlichen Begleituntersuchungen, die Presse- und wesentliche Teile der Öffentlichkeitsarbeit, in den Händen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) liegen.

Mit dem Übergang der Verantwortlichkeit an das LfULG entfallen die entsprechenden Aufgaben für das Kontaktbüro in Rietschen. Damit wird eine Umstrukturierung notwendig, um es für die künftigen Aufgaben neu aufzustellen. Verläuft der Prozess der Neuausrichtung planmäßig, wird der Standort Rietschen ab Juli 2019 in ein Kompetenzzentrum mit den Schwerpunkten Umweltbildung zum Wolf in Sachsen entwickelt und steht darüber hinaus für die Öffentlichkeitsarbeit in der Region zur Verfügung.

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