Schlagwort-Archive: Sächsischer Landtag

Sachsen: 765.000 Euro für den Wolf in 2017

+++ Österreich: “Wolf wird Millionen kosten” +++ Mecklenburg-Vorpommern: Jäger schießt 630-Gramm-Monsterbock +++ USA: Bundesstaat Wyoming erlaubt erstmals nach 44 Jahren Jagd auf Grizzlys +++

Knapp 765.000 Euro hat das Land Sachsen im Jahr 2017 für Entschädigungen und Forschung im Zusammenhang mit dem Wolf sowie die Tätigkeit des Kontaktbüros “Wölfe in Sachsen” ausgegeben. Das geht aus der Antwort des sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums (SMUL) auf eine Kleine Anfrage (Drs.-Nr.: 6/13130) des CDU-Abgeordneten Andreas Heinz hervor. Knapp 258.000 Euro wurden für Präventionsmaßnahmen, also den Schutz von Weidetieren vor Wolfsrissen ausgegeben, 254.000 Euro kosteten wissenschaftliche Begleitung und Wolfsmanagement. Allein an die umstrittene Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung mit Sitz Frankfurt/Main, die die DNA-Analysen bei Wolfsrissen durchführt, überwies der Freistaat Sachsen “2014 144,8 TEuro, 2015: 118,4TEuro, 2016 123,6 TEuro und 2017: 160,2 TEuro.”

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Sachsen: Verbände erklären Wolfsmanagement für gescheitert

“Bautzener Erklärung” an Sächsischen Landtag gerichtet

Eine Allianz sächsischer Verbände, darunter der Landesjagdverband Sachsen, haben heute in einem Offenen Brief an den Sächsischen Landtag das deutsche Wolfsmanagement für gescheitert erklärt. In der Bautzener Erklärung vom 28. November 2017 fordern die Unterzeichner die Einführung eines “ganzheitlichen Wildtiermanagements” anstatt des bisherigen Wolfsmanagements, die Einrichtung von Schutzzonen und die bundesweite Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht nach sächsischem Vorbild. Der Wolf gelte nicht als gefährdete Art, der Populationszuwachs sei durch “angemessene Bejagung” zu begrenzen. Desweiteren fordern die Unterzeichner, Hybriden zu entnehmen, die “bisherige Berichterstattung durch ungeschönte Information der Bevölkerung zu ersetzen” und die Offenlegung aller gesammelten Wolfsdaten in einer öffentlich zugänglichen Datenbank. Die der Red. vorliegende Bautzener Erklärung trägt den Eingangsstempel des Sächsischen Landtags mit heutigem Datum (29. Januar 2018). SE

Im folgenden geben wir die Bautzener Erklärung vollständig und im Wortlaut wieder.

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Sachsen: Erleichterter Wolfsabschuss?

Der Petitionsausschuss des Sächsischen Landtags empfiehlt der Politik, Wolfsgegnern Zugeständnisse zu machen.

10.650 Unterschriften haben zwei Schäfer, Manfred Horn und Eberhard Klose aus Neustadt in der Sächsischen Schweiz, gesammelt und diese mit einer Petition, die Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Wolfs in Sachsen fordert, beim Landtag eingereicht. Das war vor anderthalb Jahren, wie die Sächsische Zeitung in der Ausgabe vom 15.08. berichtet. In der nun vorliegenden Antwort fordert der Petitionsausschuss die Politik auf, den Wolfsgegnern Zugeständnisse zu machen.

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