Schlagwort-Archive: Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt: Über 80 Prozent für Überprüfung des Schutzstatus von Wölfen

+++ Schleswig-Holstein: Radfahrer meldet Wolfssichtung im Kreis Ostholstein +++ Mecklenburg-Vorpommern: Schaf bei Rostock gerissen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf bei Rostock – Jagdverband warnt vor Wolfsangriffen auf Kinder +++ Österreich: Ein Wolf reißt 49 Nutztiere +++

Bürger fordern mehr Transparenz

Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt befragte die Bürgerinnen und Bürger zum Wolf. Die Bürgerumfrage soll eine Bestandsaufnahme sein und Grundlagen für eine – an den Interessen der Bürger ausgerichteten – parlamentarischen Arbeit bieten. Dazu wurde ein wissenschaftlich fundierter, bürgernaher Fragebogen erarbeitet, der die Haltung der Sachsen-Anhalter zum Wolf in einer Online- und einer Repräsentativbefragung abfragte. Gestern stellten die Abgeordneten und Mitglieder der Arbeitsgruppe Umwelt und Energie der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Detlef Gürth und Bernhard Daldrup, zusammen mit dem renommierten Wissenschaftler Prof. Dr. Michael Stubbe von der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung, die Ergebnisse dieser Umfrage vor. Dazu erklärt Detlef Gürth, der sich federführend mit der Thematik Wolf befasst:

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Sachsen-Anhalt: Schalldämpfer für Jäger und Nilgans ins Jagdrecht

Bei der geplanten Änderung des Landesjagdgesetzes für Sachsen-Anhalt soll nach dem Vorbild anderer Bundesländer die Verwendung von Schalldämpfern durch Jäger freigegeben werden. Das kündigte Umwelt-Staatssekretär Klaus Rehda (Grüne) am Dienstag an. Außerdem soll die Nilgans, die zunehmend Probleme im Land verursache, ins Jagdrecht aufgenommen werden. Die geplante Gesetzesänderung soll demnächst verabschiedet werden. red.

Beitragsbild: Nilgans. Autor: Frank Liebig, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany Lizenz.

Sachsen-Anhalt: BVerwG weist Nabu-Klage gegen Kormoranverordnung ab

Am 22. November 2017 hat das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt das Gericht dem Nabu beschieden, dass die Kormoranverordnung des Landes rechtmäßig ist (JAWINA berichtete). Gegen die Nichtzulassung der Revision hat der Nabu Beschwerde eingelegt, die nun per Beschluss vom 31.7. vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) zurückgewiesen wurde. Damit ist der Rechtsweg weitgehend ausgeschöpft, die Kormoranverordnung Sachsen-Anhalt ist damit rechtskräftig. Dem Nabu bliebe noch die Möglichkeit einer Verfassungsbeschwerde, der Juristen nach der Niederlage vor dem BVerwG jedoch keine großen Aussichten auf Erfolg beimessen. red.

Beitragsbild: Kormoran. Author: Sławek Staszczuk (photoss [AT] hotmail.co.uk), Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der  Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Sachsen-Anhalt: Rekordstrecke beim Schalenwild

Knapp 109.000 Stücken Schalenwild erlegt – Streckenergebnis des Jagdjahres 2017/18 erneut angestiegen

Insgesamt wurde von den rund 12.100 Jägern in Sachsen-Anhalt im Jagdjahr 2017/18 ein Ergebnis von 108.951 Stücken Schalenwild (Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild) erreicht. Dieses Ergebnis liegt mit 7.670 Stücken über dem des letzten Jagdjahres und ist die höchste Strecke die jemals in Sachsen-Anhalt erreicht wurde. Der deutliche Anstieg dieser hohen Jagdstrecke wird ausschließlich durch den Streckenzuwachs beim Schwarzwild geprägt.

Staatssekretär dankt der Jägerschaft

Angesichts dieses Ergebnisses lobte Landwirtschaftsstaatssekretär Dr. Ralf-Peter Weber die Jägerinnen und Jäger: „Ich freue mich außerordentlich über dieses Rekordergebnis und danke allen Jägerinnen und Jägern im Land. Der Streckenzuwachs beim Schwarzwild ist beeindruckend. Sie sind Ihrer Verantwortung nachgekommen und haben dazu beigetragen, den Schwarzwildbestand zu senken. In Zeiten der drohenden Afrikanischen Schweinepest ist dies ein wichtiger Beitrag zur Seuchenprävention.“

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Sachsen-Anhalt: Reproduktionsnachweise bei elf Wolfsrudeln

Stand der Auswertung des Wolfsmonitorings im Monitoringjahr Mai 2017 bis April 2018

Für das Monitoringjahr 2017/18 (01.05.2017 bis zum 30.04.18) liegen Nachweise über insgesamt 95 Wölfe in Sachsen-Anhalt vor. Diese Anzahl umfasst 26 geschlechtsreife Tiere, welche insgesamt 13 territorialen Ansiedlungen (davon zwei grenzübergreifend) zuzuordnen sind. Für elf Rudel konnte der Reproduktionsnachweis erbracht werden. Demzufolge wurden 47 Welpen nachgewiesen. Außerdem sind zwölf Jährlinge sowie zehn weitere Individuen belegt, deren Altersklasseneinordnung jedoch nicht eindeutig erfolgen konnte. In zwei Ansiedlungen (Altengrabow und Coswig) konnten bisher keine Welpen nachgewiesen werden, daher ist deren Rudelstatus für das Monitoringjahr 2017/18 zur Zeit unklar.

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Sachsen-Anhalt: Elch im Fläming

Anfang der vergangenen Woche wurde im Waldgebiet nördlich von Coswig (Landkreis Wittenberg) ein Elch nachgewiesen. Der Nachweis stammt von einer Wildkamera des Landesamtes für Umweltschutz, die in Zusammenarbeit mit einem ehrenamtlichen Mitarbeiter betrieben wird und in erster Linie dem Monitoring streng geschützter Wildtiere wie der Wildkatze dient. Die automatisch arbeitende Kamera registrierte in diesem Fall zufällig den vorbeiziehenden Elch. Der Elch gilt in Sachsen-Anhalt und Deutschland seit langem als ausgestorben. Gelegentlich wandern jedoch Elche aus Polen nach Deutschland ein, wo sie dann vor allem in Brandenburg und Sachsen, aber auch weiter westlich wie in Hessen, Niedersachsen oder Bayern festgestellt wurden. In den letzten Jahren nahmen die Sichtungen in Deutschland zu. Die letzte Meldung aus Sachsen-Anhalt gab es im Sommer 2016 östlich von Wittenberg.

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ASP: Sachsen-Anhalt beschafft Kadaverbehälter

Zur Vorbereitung auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Sachsen-Anhalt hat das Bundesland 30 Container für die Zwischenlagerung von Wildschweinkadavern beschafft. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Hannes Loth hervor. In den Behältern können Kadaver infizierter Tiere gelagert und zur Tierkörperbeseitigungsanstalt (TBA) transportiert werden, ohne dass sich der Erreger weiter verbreitet. 30 Behälter, die jeweils 1.100 Liter fassen, wurden bestellt, zehn bereits geliefert. Offenbar ist vorgesehen, dass im Fall eines ASP-Ausbruchs die Container an die “Seuchenausbruchsgebiete” verbracht werden, um die verendeten Tier vor Ort aufzuladen. red.

Beitragsbild: Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage KA 7/1365 (Screenshot).

Sachsen-Anhalt: Kormoranverordnung des Landes ist rechtmäßig

Schlappe für den Nabu: Der 2. Senat des Oberverwaltungsgerichts des Landes Sachsen-Anhalt hat mit Urteil vom 22. November 2017 im Rahmen eines Normenkontrollverfahrens die Rechtmäßigkeit der am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Kormoranverordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 15. September 2014 bestätigt. Geklagt hatte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

Der Kormoran (Phalacrocorax carbo) ist als europäische Vogelart nach der EG-Vogelschutzrichtlinie und dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Es ist grundsätzlich verboten, Kormorane zu töten. Mit der Kormoranverordnung des Landes Sachsen-Anhalt wird hiervon eine Ausnahme zugelassen. Mit ihr wird die Tötung von Kormoranen durch Abschuss unter bestimmten örtlichen und zeitlichen Beschränkungen gestattet. Hierdurch sollen die Kormorane bei drohenden Schäden von schutzwürdigen Gewässern vergrämt werden. Zusätzlich ist die Verhinderung der Entstehung neuer Brutkolonien möglich.

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Wolfsindustrie: 100 Mitarbeiter für 60 Wölfe

Der Bürgermeister von Eichstedt in Sachsen-Anhalt (Landkreis Stendal), Karlheinz Schwerin, hat in einer Ausschussitzung den Aufwand für den Wolf mit dem Betreuungsschlüssel in den staatlichen Kindertagesstätten des Landes verglichen: Während in den Kitas Sachsen-Anhalts eine Erzieherin für zwölf Kinder zuständig sei, seien für die ungefähr 60 Wölfe in Sachsen-Anhalt in Behörden, Ministerien und Institutionen zirka 100 Leute angestellt.Eine “verwunderliche Diskrepanz”, befand der Bürgermeister laut az-online. Mit seiner Meinung dürfte der “für seine offene Art bekannte” Bürgermeister vielen Altmärkern aus dem Herzen sprechen, vermutet die Zeitung. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels auf az-online. (Screenshot)

 

Sachsen-Anhalt: Gefahrenabwehr und Tierschutz – Polizisten dürfen Wölfe erschießen

“Rechtssicherheit beim Schusswaffengebrauch gegen Wölfe”

Heute tritt in Sachsen-Anhalt der vom Innenministerium im Einvernehmen mit dem Umweltministerium auf den Weg gebrachte Runderlass „Umgang mit verhaltensauffälligen, verletzten oder getöteten Wölfen“ in Kraft. Der Erlass richtet sich an die Polizeibehörden und soll Beamten Rechtssicherheit beim Schusswaffengebrauch gegen Wölfe geben. Das teilt das Innenministerium Sachsen-Anhalt mit.

Im Erlass heißt es dazu: „Der polizeiliche Schusswaffengebrauch gegen Wölfe ist zulässig, wenn von ihnen entsprechend § 3 Nr. 3 Buchst. b und c des Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landes Sachsen-Anhalt (SOG LSA) eine gegenwärtige erhebliche Gefahr ausgeht und diese nicht auf andere Weise zu beseitigen ist.“

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