Schlagwort-Archive: Sachbeschädigung

Bayern: Hochsitz-Saboteure hinterlassen Drohbrief

Im Vorfeld einer Drückjagd, die am 19.10.20119 in einem Gemeinschaftsjagdrevier bei Untersteinach (Landkreis Kulmbach) stattfinden sollte, wurde von Jagdteilnehmern gemeldet, dass eine Reihe von Hochsitzen umgesägt wurden.Auf dem Zuweg zu einer der Hochstände, befand sich an einem Absperrband ein Brief in einer Kunststofftüte. Der Verfasser und Jagdgegner schrieb “an alle Jäger der Jagdreviere”, dass das Jagen und Töten von Tieren zu unterlassen sei. Ein Bekenntnis zur Beschädigung der Hochstände war der Polizei zufolge aber nicht enthalten. Der Sachschaden an den Hochständen wird auf mindestens 500,- Euro geschätzt. Die Polizei meint dazu: “Das dieses keine gute Tat an der Natur, sondern einer Straftat darstellt, darüber sollte sich der Täter bewusst sein. Auch, dass der Jäger die Pflicht zur Hege und Pflege des Waldes hat. Inbegriffen auch, den Bestand an Tieren und Pflanzen zu regulieren.” Hinweise auf einen Täter gibt es noch nicht, welcher sich in der Zeit vom Freitag, den 18.10.2019, gegen 16:00 Uhr bis zum Samstag, den 19.10.2019, gegen 08:30 Uhr, an den Hochständen zu schaffen gemacht hatte. Hinweise nimmt die Polizei Stadtsteinach unter der Telefonnummer 09225/96300-0 entgegen. PM/red.

Beitragsbild: Umgesägter Hochsitz (Archivbild). Foto: SE

 

Wegen Bogenjagd? Hochsitz bei Stahnsdorf angezündet

Am 31.03., einen Tag nachdem das Stahnsdorfer Gemeindezentrum von Bogenjagdgegnern beschmiert wurde (JAWINA berichtete), ist ein Hochsitz in der Umgebung von Stahnsdorf angezündet worden. Der Brand breitete sich auf das umgebende Ödland aus, wegen der Regenfälle der vergangenen Tage kam es jedoch zu keinem Flächenbrand. Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz. red.

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild). Foto: SE

Bayern: Fahrzeuge von Jägern beschädigt

Bereits am 02.01.2019, gegen 10 Uhr, kam es in Emmerting (Kreis Altötting) zu einer Sachbeschädigung an einem Pkw, wie die Polizei meldet. Ein 48jähriger hatte hierbei sein Fahrzeug in der Unteren Dorfstraße, am Ende eines dortigen Feldweges, abgestellt. Später bemerkte er, dass in der Lauffläche des vorderen linken Rades zwei pfeilförmige Metallgegenstände, parallel zueinander, steckten. Der 48jährige war in Ausübung seiner Tätigkeit als Jagdberechtigter in seinem Revier unterwegs. Am Tag danach stellte ein weiterer Jagdberechtigter sein Fahrzeug in der Nähe der Örtlichkeit ab. Als dieser zu seinem Fahrzeug zurück kehrte stellte auch dieser fest, dass ein Reifen seines Fahrzeugs zerstochen wurde. Beide Personen kamen körperlich nicht zu Schaden. Da beide als Jäger im genannten Gebiet unterwegs waren lässt jedoch einen Zusammenhang mit dieser Tätigkeit vermuten. Zeugen die Beobachtungen gemacht haben werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Altötting, unter der Rufnummer 08671/96440, zu melden. PM

Beitragsbild: Sabotage an Jägerauto (Archivbild). Foto: SE

NRW: Mehr als 60 jagdliche Einrichtungen professionell zerstört

+++ Seit 2015 haben Wölfe in Norddeutschland ca. 1300 Nutztiere gerissen +++ NRW: Wolf reißt erneut Schafe in Holte-Stukenbrock +++ Bayern: Jäger an Hasenpest erkrankt +++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen Damschaufler im Mehmker Forst +++

Seit Jahresbeginn sind in den Kreisen Wesel und Kleve mehr als 60 Hochsitze, Kanzeln und Erdsitze von bislang unbekannten Tätern zerstört worden. Die Westfälische Rundschau (WR) zitiert einen Revierinhaber aus Kamp-Lintfort mit dem Satz: “Bei mir steht keine einzige Kanzel mehr.” Der oder die Täter rücken vermutlich nachts mit Fahrzeugen an, sie sind mit Profi-Werkzeugen wie Akku-Sägen und Trennschleifern ausgestattet. So werden die Hochsitze z.T. nicht nur angezündet oder umgesägt, sondern teilweise sogar komplett zersägt. Selbst Metallrohre seien kleingeschnitten worden, klagt Alfred Nimphius, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Wesel, gegenüber RPonline. Mitunter werden bis zu acht Hochsitze in einer Nacht zerstört, der Schaden beläuft sich mittlerweile auf über 30.000 Euro. Bei manchen Sabotageakten geht es nicht nur um Sachbeschädigung, die Täter nehmen offenbar billigend in Kauf, dass Menschen durch angesägte Kanzeln zu Schaden kommen. Die WR berichtet von einem Fall, in dem ein Jagdaufseher erst auf einer der obersten Sprossen der Leiter bemerkte, dass der ganze Hochsitz schwankte: Die Telefonmasten waren durchgesägt, der Sitz aber nicht umgestoßen worden. Dass auch spielende Kinder solchen feigen und hinterlistigen Attentaten zum Opfer fallen könnten, nehmen die fanatisierten Täter offenbar billigend in Kauf.

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NRW: Jagdgegner demolieren Auto

Vandalismus auch bei Peine (Niedersachsen) und Moschheim (RLP)

Jagdgegner haben am Samstag das Auto einer Treiberin demoliert, die bei Hünxe (Kreis Wesel) an einer Schwarzwild-Drückjagd zur Eindämmung der ASP-Gefahr teilgenommen hatte. Ein Unbekannter soll der NRZ zufolge dabei beobachtet worden sein, wie er mit einem Holzklotz die Frontscheibe des PKW einschlug, sowie Seitenspiegel und Motorhaube demolierte. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Die Drückjagd war Medienberichten zufolge im Vorfeld Landwirten, der Polizei und Anwohnern angekündigt worden. Daraufhin wurde der Jagdpächter, der CDU-Ratsherr Michael Helmich bedroht: Man habe angekündigt, die Fenster seines Hauses einzuschlagen, so RP online. Helmich, der auch Nabu-Mitglied und Wolfspate ist, erklärte gegenüber RP online, dass er “gerne das Gespräch mit den Jagdgegnern gesucht und dabei auch erklärt hätte, warum derzeit gejagt werden muss und warum der Abschuss von Wildschweinen so wichtig ist.” Aber das sei mit solchen Personen wohl nicht möglich.”

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