Schlagwort-Archive: Sabotage

Wegen Bogenjagd? Hochsitz bei Stahnsdorf angezündet

Am 31.03., einen Tag nachdem das Stahnsdorfer Gemeindezentrum von Bogenjagdgegnern beschmiert wurde (JAWINA berichtete), ist ein Hochsitz in der Umgebung von Stahnsdorf angezündet worden. Der Brand breitete sich auf das umgebende Ödland aus, wegen der Regenfälle der vergangenen Tage kam es jedoch zu keinem Flächenbrand. Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz. red.

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild). Foto: SE

Niedersachsen: Hochsitz bei Celle abgefackelt

In der Nacht zu Samstag (16.03.) setzten unbekannte Täter einen Hochsitz an der Kreisstraße 57 in Richtung Altencelle in Brand. Der Hochsitz aus Holz wurde dabei vollständig zerstört. Es entstand ein Schaden in dreistelliger Höhe. Der Brand wurde gegen 04.00 Uhr durch einen zufällig vorbeifahrenden Autofahrer entdeckt, der auf dem Weg zur Arbeit war. Durch den Vandalismus wurde auch ein in den Hochsitz integriertes Fledermausquartier zerstört, berichtet die Cellesche Zeitung. Seit einigen Monaten häufen sich Sachbeschädigungen und Sabotageakte in der Umgebung von Celle.Hinweise zur Aufklärung der Tat nimmt die Polizei in Wathlingen entgegen unter 05144/98660. PM

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Niedersachsen: Polizei schnappt mutmaßliche Hochsitzzerstörer

+++ Bayern: Neues Wildwarnsystem erkennt anwechselndes Wild mit Bewegungsmelder +++ Brandenburg: Wolf angefahren, betäubt, eingeschläfert +++ RLP: Wolf im Westerwald nachgewiesen +++ “Schwachmaten-Idee” – Anwohner diskutieren Bogenjagd +++ Niedersachsen: Jäger schießt 700-Kilo-Bullen +++ NRW: Entlaufener Jagdhund beißt kleinen Mischling tot +++

Am Sonntag sind in Werlte und in der Gemeinde Lorup eine Vielzahl von Hochsitzen der Jägerschaft beschädigt worden, wie die Polizei mitteilt. Spuren an den Tatorten deuten darauf hin, dass die militante Tierrechtsorganisation “Animal Liberation Front” – kurz ALF – für die Beschädigungen verantwortlich sein dürfte. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag. Nach einem Hinweis trafen Polizeibeamte aus Sögel und Papenburg in einem der betroffenen Waldgebiete drei verdächtige Personen mit einem Geländewagen aus Westerstede an. Bei ihnen wurden Werkzeuge gefunden, die für die Taten genutzt worden sein könnten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise werden unter (05952)93450 entgegengenommen. PM

Beitragsbild: Zerstörter und beschmierter Hochsitz. Foto: Polizei

Bayern: Fahrzeuge von Jägern beschädigt

Bereits am 02.01.2019, gegen 10 Uhr, kam es in Emmerting (Kreis Altötting) zu einer Sachbeschädigung an einem Pkw, wie die Polizei meldet. Ein 48jähriger hatte hierbei sein Fahrzeug in der Unteren Dorfstraße, am Ende eines dortigen Feldweges, abgestellt. Später bemerkte er, dass in der Lauffläche des vorderen linken Rades zwei pfeilförmige Metallgegenstände, parallel zueinander, steckten. Der 48jährige war in Ausübung seiner Tätigkeit als Jagdberechtigter in seinem Revier unterwegs. Am Tag danach stellte ein weiterer Jagdberechtigter sein Fahrzeug in der Nähe der Örtlichkeit ab. Als dieser zu seinem Fahrzeug zurück kehrte stellte auch dieser fest, dass ein Reifen seines Fahrzeugs zerstochen wurde. Beide Personen kamen körperlich nicht zu Schaden. Da beide als Jäger im genannten Gebiet unterwegs waren lässt jedoch einen Zusammenhang mit dieser Tätigkeit vermuten. Zeugen die Beobachtungen gemacht haben werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Altötting, unter der Rufnummer 08671/96440, zu melden. PM

Beitragsbild: Sabotage an Jägerauto (Archivbild). Foto: SE

Hessen: Bremsschläuche an Jägerauto vermutlich von Jagdgegner durchtrennt

Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Am Sonntag, 02.12.2018, stellte ein Jagdpächter seinen Pkw, einen grüner Land Rover Defender, auf einem Parkplatz neben dem Wohnhaus an der Papiermühle in Frankenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg) ab. Als er am Freitag, 28.12.2018, sein Fahrzeug zur Jagd benutzen wollte, stellte er glücklicherweise bereits nach ein paar Metern fest, dass etwas mit seinen Bremsen nicht stimmte. Er hielt sofort an und bemerkte am Boden des Abstellortes feuchte Flecken. Als er daraufhin sein Fahrzeug von unten begutachtete, musste er beschädigte Bremsschläuche feststellen. Er ließ das Fahrzeug zur Reparatur in eine Fachwerkstatt transportieren. Diese stellte am Montag fest, dass die Bremsschläuche mit einem scharfen Messer durchtrennt wurden.

Die Polizei Frankenberg, Tel. 06451-7203-0, ermittelt nun wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und bittet um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. PM

Beitragsbild: Jadglich genutzter grüner Land Rover (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS. für den Hinweis!

NRW: Mehr als 60 jagdliche Einrichtungen professionell zerstört

+++ Seit 2015 haben Wölfe in Norddeutschland ca. 1300 Nutztiere gerissen +++ NRW: Wolf reißt erneut Schafe in Holte-Stukenbrock +++ Bayern: Jäger an Hasenpest erkrankt +++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen Damschaufler im Mehmker Forst +++

Seit Jahresbeginn sind in den Kreisen Wesel und Kleve mehr als 60 Hochsitze, Kanzeln und Erdsitze von bislang unbekannten Tätern zerstört worden. Die Westfälische Rundschau (WR) zitiert einen Revierinhaber aus Kamp-Lintfort mit dem Satz: “Bei mir steht keine einzige Kanzel mehr.” Der oder die Täter rücken vermutlich nachts mit Fahrzeugen an, sie sind mit Profi-Werkzeugen wie Akku-Sägen und Trennschleifern ausgestattet. So werden die Hochsitze z.T. nicht nur angezündet oder umgesägt, sondern teilweise sogar komplett zersägt. Selbst Metallrohre seien kleingeschnitten worden, klagt Alfred Nimphius, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Wesel, gegenüber RPonline. Mitunter werden bis zu acht Hochsitze in einer Nacht zerstört, der Schaden beläuft sich mittlerweile auf über 30.000 Euro. Bei manchen Sabotageakten geht es nicht nur um Sachbeschädigung, die Täter nehmen offenbar billigend in Kauf, dass Menschen durch angesägte Kanzeln zu Schaden kommen. Die WR berichtet von einem Fall, in dem ein Jagdaufseher erst auf einer der obersten Sprossen der Leiter bemerkte, dass der ganze Hochsitz schwankte: Die Telefonmasten waren durchgesägt, der Sitz aber nicht umgestoßen worden. Dass auch spielende Kinder solchen feigen und hinterlistigen Attentaten zum Opfer fallen könnten, nehmen die fanatisierten Täter offenbar billigend in Kauf.

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Millionenschäden durch Anschläge auf Häcksler

Unbekannte verstecken Metallstäbe oder Schrauben in Maisfeldern und verursachen dadurch Schäden in Millionenhöhe. Zur Zeit beschäftigt eine Anschlagsserie die Polizei in Bayern, ähnliche Vorfälle kommen jedoch auch in Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zur Anzeige. Aktuell kommt es zu einer Häufung von Schadensfällen rund um Wolferstadt in Bayern (Landkreis Donau-Ries), wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Anscheinend befestigen die Täter Metallstangen an den Maispflanzen, damit diese vom Mähwerk eingezogen werden. Bereits 2016 hatte eine Anschlagsserie um Wolferstadt hohe Sachschäden zur Folge gehabt. Ein Polizeisprecher vermutet gegenüber der Augsburger Allgemeinen, dass der Täter einen Bezug zu Wolferstadt haben müsse und es einen Zusammenhang mit den Feldern, dem Thema Biogas oder den dortigen Lohnunternehmern gebe. Vielleicht wolle jemand auf diese heimtückische Weise auch gegen den massiven Maisanbau protestieren, mutmaßt der Polizeisprecher, der Raum Wolferstadt sei nun einmal stark bepflanzt.  red.

Beitragsbild: Häcksler. Foto: SE

England: Reiterin züchtigt Jagdgegner

Eine Reiterin und Teilnehmerin an einer traditionellen Fuchsjagd zu Pferd bei Pevensey im südenglischen East Sussex hat einen Jagd-Saboteur mit der Reitgerte gezüchtigt. Die traditionelle Fuchsjagd ist in England seit dem Hunting Act 2004 weitgehend verboten, die Veranstalter beteuerten, alle gesetzlichen Regeln strikt eingehalten zu haben. Auf einem von den Jagd-Saboteuren aufgenommenen Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von vermummten Jagdgegnern die Reiterin umringt und bedrängt. Zunächst weist die Reiterin die Störer noch freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass sie sich auf Privatbesitz befänden und fordert sie auf, zurück zur Straße zu gehen. Davon unbeeindruckt schließen die Jagd-Saboteure den Kreis um die Reiterin enger, auf dem Video ist deutlich zu sehen, wie ein Jagdgegner mehrmals versucht, die Zügel des bereits scheuenden Pferdes zu ergreifen. Daraufhin verabreicht die Reiterin dem Jagdgegner das, was viele Kommentatoren als wohlverdiente Abreibung bewerten. Mehrfach “Get off my horse!” (Lass mein Pferd los) rufend, drischt sie mit der Springgerte auf den vermummten Störer ein. Die Jagdgegner wollen 17 Hiebe gezählt haben – was beweist, dass keiner der Schläge mit der relativ kurzen und in einer Art Fliegenklatsche auslaufenden Springgerte eine hinreichende Wirkung erzielte, die den Aggressor von weiteren Angriffen abgehalten hätte. Tipp: Eine lange, steife Dressurgerte wäre hier das geeignetere Werkzeug gewesen. SE

Video: YouTube

Rheinland-Pfalz: Feiger Anschlag – Hochsitz angesägt

In dem Zeitraum zwischen Sa. 04.11.2017 und So. 05.11.2017 wurde im Jagdbezirk Sinzig Bad Bodendorf (Landkreis Ahrweiler) ein ca. fünf Meter hoher Hochstand einer Jagdgemeinschaft angesägt. Wie die Polizei mitteilt, sägten unbekannte Täter eine Hauptstütze des Hochstandes bis zur Hälfte schräg an. Glücklicherweise wurde diese Beschädigung durch einen Jäger entdeckt, bevor er auf den Hochsitz aufstieg. Die Beschädigung war nach Auffassung der Ermittler geeignet den Hochsitz beim Besteigen zum Einsturz zu bringen. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Hinweise zu dem Täter bitte an die Polizeiinspektion Remagen Tel.: 02642/93820. PM

Beitragsbild: Angesägte Kanzel (Archivbild). Foto: SE

Bayern: “Sabotage am Wolfsgehege nicht hinnehmbar”

Bayerisches Umweltministerium setzt 10.000 Euro Belohnung für Hinweise zur Ergreifung des Täters aus

Das Bayerische Umweltministerium setzt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, der das Freigehe der Wölfe im Bayerischen Wald geöffnet haben soll, eine Belohnung von 10.000 Euro aus. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München: “Es steht weiterhin der ungeheuerliche Verdacht im Raum, dass die Tiere gezielt freigelassen wurden. Das ist in keinster Weise hinnehmbar. Damit wurde in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kommen, zum Beispiel bei einem Wildunfall. Letztlich wurde damit der Tod der entkommenen Gehegewölfe verursacht. Ich hoffe auf eine schnelle Aufklärung der konkreten Tatumstände. Die Polizei wird bei der Aufklärung jede nötige Unterstützung von Seiten der Naturschutzverwaltung erhalten. Die Belohnung soll helfen, die Aufklärung der Tat entscheidend voranzubringen.” Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Zwiesel (09922/84060) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Inzwischen wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Tier-Freigelände weiter verschärft und zusätzliche Sicherungen an den Gehegen installiert.

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