Schlagwort-Archive: Saarland

Schalldämpfer-Genehmigung im Saarland: Annahme ja, Entscheidung nein

Mittlerweile liegt aus dem Saarland die Antwort auf unsere Anfrage vor, wie nach dem Bundesverwaltungsgerichts-Urteil zu Schalldämpfern für Jäger von den Waffenbehörden des Landes verfahren werde. Die Pressesprecherin des Innenministeriums teilte dazu mit:

“Die mit dem Vollzug des Waffengesetzes beauftragten Waffenbehörden des Saarlandes nehmen, aufgrund der angeführten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, waffenrechtliche Anträge zum Erwerb von Schalldämpfern zwar weiterhin an, dies jedoch zunächst ohne Entscheidung bzw. Bedürfniserteilung. Eine Bund-Länder-Koordination über die weitere Vorgehensweise steht noch aus. Dies schließt den Umgang mit bereits erteilten Erwerbserlaubnissen mit ein. Über die weitere Vorgehensweise kann somit zur Zeit noch keine verbindliche Auskunft gegeben werden.”

Weiterlesen

Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland planen gemeinsames Konzept zum Umgang mit Wölfen

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat heute in Stuttgart (05.03.) eine enge Zusammenarbeit der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland im Umgang mit Wölfen angekündigt. „Mit unserem länderübergreifenden Konzept erweitern wir unser Wolfsmanagement um einen wesentlichen Faktor und tragen dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung und der Landwirtschaft Rechnung“, sagte der für den Natur- und Artenschutz im Land zuständige Minister.

Baden-Württemberg stehe wie andere Bundesländer auch vor der Herausforderung, dass sich Wölfe in Deutschland wieder ausbreiten, erläuterte der Minister. Da Wölfe sehr mobil seien und keine Ländergrenzen kennen, liege eine länderübergreifende Zusammenarbeit nahe. Ziel sei ein umfassendes Wolfsmanagement, das sowohl Nutztierhalterinnen und -halter und deren Tiere und wirtschaftliche Existenz schütze, als auch dem Artenschutz gerecht werde, so Untersteller. „Wir haben vereinbart, uns dabei gegenseitig zu unterstützen, Kenntnisse auszutauschen, Erfahrungen und Knowhow zu teilen sowie Personal bereitzustellen.“

Weiterlesen

Aujeszky-Verdacht in Emsland und Saarland

Im Nordwesten des Saarlands (wie der Saarjäger berichtet) an der Grenze zu Rheinland-Pfalz und Luxemburg und im Landkreis Grafschaft Bentheim (Niedersachsen) sind bei untersuchten Wildschweinen Antikörperbefunde erbracht worden, die zeigen, dass die Sauen Kontakt mit dem Erreger der Ausjeszkyschen Krankheit (Pseudowut) gehabt haben müssen. Diese durch Viren ausgelöste Infektion ist für Menschen ungefährlich, verläuft jedoch bei den meisten Säugetieren, insbesondere auch Hunden, tödlich.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt folgende Maßnahmen, um Jagdhunde in betroffenen Gebieten vor einer Ansteckung zu schützen:

Weiterlesen

Saarland: Mehr Jäger, mehr Jägerinnen

Immer mehr Frauen machen im Saarland einen Jagdschein. In den vergangenen zehn Jahren sei der Anteil der Jägerinnen von fünf auf zehn Prozent gestiegen, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, Johannes Schorr, der dpa in Saarwellingen (Kreis Saarlouis). Ende 2015 gab es im Saarland 4271 Jagdscheininhaber, darunter rund 400 Frauen. Die Zahl der Jäger steige auch insgesamt: Ende 2005 waren an der Saar laut Schorr noch 3677 Jahresjagdscheine „gelöst“ worden.

Gesicherte Aussagen darüber, warum immer mehr Frauen auf die Pirsch gehen, gebe es nicht. Viele Frauen kämen über ihren Jagdhund zur Jagd, sagte Schorr. Zudem spiele die Liebe zur Natur eine Rolle sowie der Wunsch, „vernünftiges Fleisch selbst gewinnen zu wollen“. Altersmäßig seien die Jägerinnen „bunt gemischt mit Tendenz zu jung“. Insgesamt liege der Altersdurchschnitt der saarländischen Jäger bei 55 Jahren, bei Neueinsteigern bei 35 Jahren.

Weiterlesen

Saarland: Neues Jagdgesetz verabschiedet

Nach langen und teilweise hitzig geführten Debatten hat der Landtag im Saarland am Mittwoch mit den Stimmen von CDU und SPD das neue Jagdgesetz veraschiedet. Grüne und Piraten lehnen das neue Jagdgesetz vehement ab, die Linken stimmten aus formalen Gründen dagegen. Iltisse und Mauswiesel sind nun ganzjährig geschont, ebenso Türkentauben und alle Wildenten mit Ausnahme der Stockente. Der Jagdschutz, also der Abschuss wildernder Hunde und Katzen fällt weg (wildernde Hunde können jedoch in bestimmten Fällen von der Ortspolizei zum Abschuss freigegeben werden). Der Abschussplan für Rehwild ist abgeschafft. Ab 2017 soll die Verwendung bleihaltiger Munition und Flintenlaufgeschosse verboten sein, und wer an einer Drückjagd teilnehmen möchte, benötigt künftig einen Schießnachweis.

Weiterlesen

Saarland: 1700 Jägerinnen und Jäger kämpfen für ihr Recht

Saarjäger demonstrieren in Saarbrücken für ihr Recht – Größte Demonstration, die Saarbrücken seit langem gesehen hat

Beinahe die Hälfte der organisierten Jägerschaft hat die Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) für eine Protestkundgebung am Freitag (14.02.) aktivieren können: Ein Riesenerfolg für die Saarjäger. Ab 10.30 Uhr war auf dem Vorplatz vor der „Europagalerie“ in Saarbrücken kein Platz mehr zu sehen, der nicht grün oder orange gewesen wäre. 1700 Mitglieder der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS), Freunde und Familienmitglieder und Abordnungen des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz und der Federationen aus Luxembourg und Lothringen formierten sich zur „Demo“, um für ihr Jagdausübungsrecht und für das Jagrecht der Jagdgenossen und Eigenjagdbesitzer einzutreten.

Weiterlesen