Schlagwort-Archive: Russland

Russland: Mit Elch verwechselt – Jäger erschiesst Sohn

Ein Jäger hat am vergangenen Donnerstag im Autonomen Bezirk Chanty-Mansijsk ca. 3000 Kilometer östlich von Moskau seinen Sohn erschossen, weil er ihn mit einem Elch verwechselte. Wie die Moscow Times berichtet, werfen Ermittlungsbehörden dem Mann vor, bei schlechten Sichtverhältnissen auf ein sich bewegendes Objekt geschossen zu haben. Das Opfer starb dem Bericht zufolge an einer einzelnen Schussverletzung.Als der Jäger an das vermeintlich erlegte Stück herantrat, sah er, dass er seinen 18 Jahre alten Sohn tödlich verwundet hatte. Den Vater erwartet ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung. red.

Beitragsbild: Erlegter Elch (Archivbild) Foto: SE

Wissenschaftler: ASP in vier Jahren in Deutschland

Der polnische Epidemiologe Andrzej Jarynowski von der Universität Wrocław (Breslau) hat ein Rechenmodell entwickelt, mit dem sich Ausbreitungsgeschwindigkeit und Ausbreitungsrichtung von Tierseuchen, insbesondere der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorhersagen lassen. Dafür wurden von einem Team von Wissenschaftlern 3.230 ASP-Ausbrüche ausgewertet. Das Modell soll durch Vorhersagen künftiger Ausbrüche eine zielgerichtete Seuchenprophylaxe ermöglichen. Die Ergebnisse stellte Jarynowski am 13. Juni auf einem tiermedizinischen Kongress in China (25th International Pig Veterinary Society Congress (IPVS 2018), Chongqing) vor. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der ASP beträgt demnach 200 Kilometer im Jahr in westlicher Richtung. Auch wenn sich die Situation in den bereits betroffenen Gebieten stabilisiere, werde die Ausbreitung von ASP voranschreiten, sagte Jarynowski gegenüber der Fachpublikation Pig Progress. Selbst wenn man die Rolle von Menschen bei der Verbreitung von ASP ausschlösse, wird die ASP nach seinen Berechnungen in ca. vier Jahren die deutsche Wildschweinpopulation erreichen. Menschen sind für die beschleunigte Ausbreitung des Virus in erster Linie verantwortlich.

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Wölfe aus Sperrgebiet um Tschernobyl überfallen Dörfer

Die Einwohner mehrerer Dörfer im Süden Weißrusslands klagen über zunehmende Angriffe von Wölfen. Das berichtet der staatliche russische Nachrichtensender “Stimme Russlands”. Die Wölfe kommen aus der Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl und greifen Hunde und Vieh an. Ein Wolf hat dem Bericht zufolge im Dorf Krasnoje in den letzten Tagen 20 Hunde, fünf Kälber und ein Schwein getötet.

Nach Ansicht von russischen Experten ist das aggressive Verhalten der Wölfe darauf zurückzuführen, dass sie derzeit eine Hungerperiode erlebten. Deshalb “erweiterten sie ihr Futtergebiet”. Während der Hungerperiode seien auch Überfälle auf Menschen möglich, heißt es weiter. In den letzten zehn Jahren wurden im Süden von Weißrussland mindestens sechs Personen von Raubtieren angegriffen, die aus der Sperrzone kamen. SE

Sensationelle Bilder: Steinadler schlägt Sika

Forschern der britischen Zoological Society of London (ZLS) sind faszinierende Aufnahmen eines Steinadler-Angriffs auf ein Sika-Tier geglückt. Die Biologen nutzen Wildkameras im Lazovskii Nationalpark im Südosten Russlands für das Monitoring des Amur-Tigers. Als Dr. Linda Kerley von der ZLS bei einer Kamera Speicherkarte und Batterien wechseln wollte, entdeckte sie den Kadaver eines Sika:

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Sibirien: Jäger verspeisen Kameraden

In Sibirien soll es zu einem Fall von Kannibalismus gekommen sein: Nach einem Bericht det Moskauer Zeitung “Komsomolskaja Prawda” hatte sich eine Gruppe von vier Jägern in den Weiten der Taiga verirrt, monatelang streiften sie orientierungslos umher. Dabei sollen zwei Jäger mindestens einen Jagdkameraden erschlagen und aufgegessen haben.

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