Schlagwort-Archive: Rolf Baldus

AAA in Afrika

Im Neumann-Neudamm-Verlag ist eine deutsche Übersetzung des Afrika-Klassikers “The Last of Old Africa” von Brian Nicholson unter dem Titel “Großwildjagd im alten Afrika” erschienen. In dem Buch schildert Nicholson seine Zeit als Berufsjäger und Wildhüter vor allem im Wildreservat Selous in Tansania. Es war, wie Nicholson selbst bekundet, “die große Zeit der Afrikajagd”. Monatelang war Nicholson mit Trägern in dem urwüchsigen, dünn besiedelten und kaum erschlossenen Wildparadies unterwegs. Er schoss Wild und angelte, um sich und seine Leute mit Fleisch zu versorgen, erlegte menschenfressende Löwen und Schadelefanten en masse. Dabei dienten seine Expeditionen auch der Sicherung und dem Erhalt des Selous, er erweiterte die Grenzen des Reservats, bekämpfte Wilderer, schuf eine funktionierende Verwaltung und erschloss mit der Trophäenjagd die wichtigste Geldquelle. “Zu Recht gilt er deshalb als einer der Väter dieses Reservats, das unter seiner Ägide zum größten Naturschutzgebiet in Afrika wurde”, schreibt Herausgeber Rolf Baldus in seinem Vorwort zu dem Werk. Bei allem Idealismus war natürlich auch “die Sucht nach Erleben und Abenteuer” eine starke Motivation – und es ist ein großes Vergnügen, sich von Schreibtisch und Couch hinwegzuträumen und Nicholson und seine Mannen beim Triple A (Aimlessly Arseing Around) im Busch zu begleiten. Dass man den mit vielen Fotos und Abbildungen opulent ausgestatteten dicken Schmöker gebannt in einem Zug durchliest, dazu trägt entscheidend die hervorragende und sorgfältige Übersetzung bei, die Rolf Baldus (nach einer Arbeitsübersetzung von Gert G. von Harling) erarbeitet hat.

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„Auf Safari“ erhält CIC-Literaturpreis

Auf der 62. Generalversammlung in Bulgarien hat der Internationale Rat für die Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) seinen Literaturpreis für 2015 an Rolf D. Baldus und Werner Schmitz verliehen. Ausgezeichnet wurden die beiden Herausgeber für ihr im Kosmos-Verlag erschienenes Buch „Auf Safari – Legendäre Afrikajäger von Alvensleben bis Zwilling“. CIC-Präsident Bernard Lozé: „Auf Safari ist ein unterhaltsames und informatives Buch, gründlich recherchiert und daher nicht unkritisch. Ein Meilenstein der internationalen Jagdliteratur.“

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Großwildjäger zu Besuch

Ein Gespräch über Jagd und Naturschutz in Afrika

“…Es ist leicht, von Hamburg oder München aus den Erhalt gefährlichen Großwilds zu fordern. Die Menschen vor Ort, die von Löwen gefressen oder deren Felder von Elefantenherden zertrampelt werden, denken anders darüber. Da zahlt übrigens keiner Wildschaden, da geht es um die Existenz. Über Tiere gut zu denken und zu reden, hilft den Tieren nicht, Tierfilme im Fernsehen zu gucken auch nicht. Aber wer in Afrika viel Geld dafür zahlt, einen Leoparden zu schießen, der hilft den Tieren…”

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