Schlagwort-Archive: Rodewalder Rudel

Berlin: Doch kein Wolf?

Nach Ansicht eines Rissgutachters, deutet vieles darauf hin, dass das auf einem Berliner Kinderbauernhof gerissene Schaf nicht von einem Wolf, sondern von einem Hund gerissen worden ist. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Das Ergebnis der DNA-Analyse liegt noch nicht vor.

Der Ende Oktober bei Dörverden (Landkreis Verden) tot gefundene Wolf (JAWINA berichtete) ist nicht der zum Abschuss freigegebene Rüde des Rodewalder Rudels, wie der NDR berichtet. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Niedersachsen: Rodewalder Rüde geschossen? Toter Wolf gefunden

+++ Norwegische Hundekrankheit in Mecklenburg-Vorpommern? +++

Bei Dörverden (Landkreis Verden) hat ein Traktorfahrer am Mittwoch Morgen einen toten Wolf entdeckt. Nach Ansicht des zuständigen Wolfsberaters deuten die Verletzungen des Tiers auf eine Schussverletzung und damit auf einen illegalen Abschuss hin. Einem Bericht der Kreiszeitung zufolge handelt es sich um einen starken, alten Rüden, der von “Größe, Geschlecht und Aussehen an den berühmt-berüchtigten Rodewalder Wolf” erinnere. Die Abschussgenehmigung für den Wolfsrüden mit der offiziellen Bezeichnung GW717m war vom niedersächsischen Umweltministerium gerade noch bis 30.11.2019 verlängert worden. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Niedersachsen: Erfolglose Wolfsjagd kostet bislang knapp 84.000 Euro

Die seit Januar andauernden Bemühungen, den Leitwolf des Rodewalder Rudels GW717m zu entnehmen, kosten den Steuerzahler bislang 83.939,38 Euro. Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Der mit der Wolfsentnahme betraute Dienstleister stellte demnach für seine Dienste bislang (Stichtag 25.07.) 48.201,64 Euro in Rechnung, für “anteilige Personalkosten” der Landesverwaltung kommen noch einmal 31.628,76 Euro hinzu. Kleinere Posten in der Gesamtrechnung sind der Einsatz von Ordnungskräften (2.978,48 Euro) und Kosten für GPS-Satellitenhalsbänder in Höhe von 1.130,50 Euro. red.

Beitragsbild: Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen zu den Kosten für die versuchte Wolfsentnahme. (Screenshot, Ausschnitt)

Niedersachsen: Aufschub für GW717m

“Freundeskreis freilebender Wölfe” lässt Genehmigung des Wolfsabschusses juristisch überprüfen – neues Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen

Das niedersächsische Umweltministerium hat gegenüber dem NDR bestätigt, dass die Abschussgenehmigung für den Wolfsrüden GW717m ausgesetzt wurde. GW717m ist Leitwolf des Rodewalder Rudels, dem diverse Nutztierrisse, darunter Alpakas, Pferde und zur Last gelegt werden – ein Verhalten, das vom niedersächsischen Umweltministerium unter hartnäckiger Leugnung der Fakten und altbekannter wissenschaftlicher Erkenntnisse immer noch als “ungewöhnlich” bezeichnet wird (z.B. hier). Auf Antrag des sog. Freundeskreises muss das Verwaltungsgericht Oldenburg prüfen, ob die Abschussgenehmigung rechtmäßig erteilt wurde. Dies dahin ruhe die Abschussgenehmigung, teilte das Umweltministerium mit, man wolle bis zur Entscheidung des Gerichts keine Fakten schaffen. Experten bezweifeln ohnehin, ob die Entnahme nur des Leitwolfs eine Entspannung bei den Nutztierrissen bringt, da an den Rissen nach Einschätzung von Wolfsberatern mindestens vier bis fünf Wölfe beteiligt waren, die auch auf den Geschmack von schmackhaften und weitgehend wehrlosen Nutztieren gekommen sind. Leitfähe und Jungtiere aus dem Rodewalder Rudel dürften das problematische Jagdverhalten des Leitwolfs längst übernommen haben. Insofern schiene eine Entnahme des kompletten Rudels weit eher sinnvoll und angebracht.

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Niedersachsen: Wölfe reißen Fohlen

In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar haben Wölfe auf einer Weide eines Islandpferdehofs bei Neustadt am Rübenberge ein Islandpferdefohlen gerissen. Das im Juni geborene, mehrere hundert Kilo schwere Fohlen wurde nahezu vollständig aufgefressen, es blieben nur das Haupt und die Skelettknochen übrig. Der Wolfsbeauftragte hat den Kadaver begutachtet und geht aufgrund der weitgehenden Verwertung des gerissenen Pferdes davon aus, dass es um einen Wolfsriss handelt. Es dürften vier bis fünf Wölfe an dem Riss beteiligt gewesen sein. Neustadt a.R. liegt im Bereich des Rodewalder Rudels, das sich auf Pferde spezialisiert zu haben scheint (JAWINA berichtete). Ein Rüde aus dem Rudel ist vom niedersächsischen Umweltministerium wegen zahlreicher Nutztierrisse bereits zum Abschuss freigegeben worden (JAWINA berichtete). Der Wolfsbeauftragte und ein Amtstierarzt haben DNA-Proben am Kadaver genommen. Die Weide war mit Koppeldraht und Stromzaun gesichert. SE

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Niedersachsen: Wolf GW 717m zum Abschuss freigegeben

+++ DJV-Präsident Hartwig Fischer: In Ausnahmefällen ganze Wolfsrudel abschießen +++ Braunschweig: Bissiger Problem-Marderhund wurde erlegt +++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Gifhorn überfahren +++ Köln: Ausstellung zum Wolf im Wallraf-Richartz-Museum +++ Baden-Württemberg: Schaf bei Wolfach von Wolf gerissen +++

Niedersachsen: Wolf reißt vier angebliche “Herdenschutztiere”

Das niedersächsische Umweltministerium hat den Wolfsrüden GW 717m aus dem Rodewalder Rudel zum Abschuss freigegeben. Der Wolf hat in mehreren Fällen “als wolfssicher geltende” Zäune überwunden und Rinder, Pferde und Alpakas gerissen. Die Genehmigung zur Entnahme sei bereist am 23. Januar erteilt worden und erst jetzt Medien gegenüber bestätigt worden, meldet der NDR. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies erklärte, der Abschuss des Wolfs sei notwendig, um Schäden in der Weidewirtschaft abzuwenden. Es müsse verhindert werden, dass Wölfe ihren Nachkommen beibrächten, Zäune zu überwinden und Rinder zu reißen.

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