Schlagwort-Archive: Risiko

ASP: Keine Produkte aus Seuchengebieten im Handel

Seit heute bietet der Lebensmittel-Discounter Lidl Rohwurst aus Polen an. Kann so die Afrikanische Schweinepest nach Deutschland eingeschleppt werden? Das Friedrich-Loeffler-Institut gibt in einer Stellungnahme gegenüber dem DJV Entwarnung.

“ASP-Risiko: Lidl verkauft polnische Rohwurst”, titelt die Fachzeitschrift top agrar auf ihrer Internetseite und bezieht sich auf das aktuelle Werbeprospekt der Discounters. Vor dem Hintergrund des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einigen polnischen Regionen haben Landwirte und Jäger beim Deutschen Jagdverband (DJV) nachgefragt: Besteht durch die Lidl-Rohwurst aus Polen ein Risiko der Einschleppung des ASP-Viruses? Der DJV hat das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, um Stellungnahme gebeten. Diese liegt jetzt vor: “Es gibt, wie bei allen anzeigepflichtigen Tierseuchen, strenge Auflagen bzw. Beschränkungen für die Restriktionszonen, die im Falle eines Ausbruchs eingerichtet werden. Aus diesen Gebieten kommen keine Produkte in den internationalen Handel, auch nicht zu einem Discounter. Das, was in den Handel geht, stammt von gesunden Tieren und ist nach bestem Wissen und Gewissen frei von Tierseuchen.”

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Länger leben dank Jagdhund

Jagdhunde schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hunde verlängern das Leben ihrer Besitzer, haben schwedische Wissenschaftler in einer landesweiten Studie herausgefunden. In dem auf nature.com veröffentlichten Fachbeitrag “Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death – a nationwide cohort study” [Hundebesitz und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tod] stellen die Studienautoren fest: Hunde tragen dazu bei, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei ihren Besitzern zu reduzieren, indem sie psychosoziale Stressfaktoren mildern und einen Anreiz zu täglicher Bewegung liefern. Besonders stark profitierten Singles vom Hundebesitz – möglicherweise, weil sie besonders oft mit ihrem Hund draußen sind und interagieren, mutmaßen die Forscher. Und: Besitzer von Rassehunden profitieren stärker als Halter von Mischlingen, besonders positiv wirkt sich der Besitz von Jagdhunderassen wie Terriern, Retrievern, Schweißhunden und verwandten Rassen aus. SE

Beitragsbild: Lebensverlängernde Maßnahme – Jagdhund. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser AM für den Hinweis!

Projektil in Schluchsee-Wolf gefunden

Illegale Abschüsse sind mit hohem Risiko verbunden

In der Leber des tot aus dem Schluchsee geborgenen Wolfs ist ein Projektil geborgen worden, wie das Umweltministerium Baden-Württemberg mitteilte: “Der tote Wolf weist Verletzungen im Brustbereich auf. Diese stammen von einem Projektil, das in der Leber des Wolfes gefunden wurde. Nähere Informationen zum möglichen Tathergang können aus ermittlungstaktischen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt nicht mitgeteilt werden.” Je nach Zustand des aufgefundenen Geschosses könnte es möglich sein, nicht nur Art und Hersteller der verwendeten Munition sowie das Kaliber der Waffe zu bestimmen, sondern das Projektil einer bestimmten Waffe eindeutig zuzuordnen. Die Bild-Zeitung fragt demgemäß auch schon, ob jetzt “alle Jäger zur Waffenprobe” müssten. Die Fahnder nähmen die “örtlichen Jagdreviere ins Visier.”

Der Fall verdeutlicht das hohe Risiko, das mit illegalen Wolfs-Abschüssen verbunden ist. Der Red. ist zwar bisher nur ein Fall aus dem Jahr 2008 bekannt, in dem es zu einer Verurteilung kam. Damals hatten mehrere Jäger bei einer Jagd im Wendland auf einen Wolf geschossen, der zuvor bereits von einem unbekannten Schützen einen Schuss erhalten hatte. Sie wollten das Tier von seinen Qualen erlösen und wurden zu hohen Geldstrafen verurteilt. Ein Prozessbeobachter hatte seinerzeit resümiert, dass sich im Gerichtssaal mehr Gutachter, Zeugen und Ermittler befanden, als in manchem Mordprozess. Dies verdeutlicht den Aufwand, den Polizei und Gerichte treiben, um den Tätern bei illegalen Wolfsabschüssen auf die Spur zu kommen. Und es kann kein Zweifel daran bestehen, dass die Justiz geneigt sein wird, am Nächsten, der sich erwischen lässt, mit einem abschreckenden Urteil ein Exempel zu statuieren, um diese Form von Selbstjustiz zu unterbinden.

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Österreich: Jäger bei Hochsitzbau abgestürzt

Wahrscheinlich hat sich jeder Jäger beim Bau von Jagdeinrichtungen schon einmal gesagt, dass die Berufsgenossenschaft die eine oder andere routinemäßig dabei gezeigte Aktivität – Motorsägen einarmig auf der Leiter, ungesichertes Herumturnen auf unfertigen Konstruktionen und dergleichen – vermutlich nicht gutheißen würde. Meistens gehen leichtsinnige bis wagemutige Unternehmungen dieser Art zum Glück gut aus, aber leider eben nicht immer. An den Folgen eines unbedachten Moments hat man dann möglicherweise noch lange zu knabbern. So erging es einem Jäger in Österreich, der beim Hochsitzbau verunglückt ist. Die Jagdkameraden hatten den Hochsitz an einem Waldrand bei Mattighofen im oberösterreichischen Innviertel auf das neu gegossene Betonfundament gestellt und wollten ihn mit Spanngurten gegen das Umfallen sichern.

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