Schlagwort-Archive: Ricke

NRW: Ricke angeschossen – Kitze werden sterben

Polizei sucht Zeugen nach Jagdwilderei in Brüggen

Am Donnerstagvormittag fanden Passanten ein angeschossenes Reh neben einem Waldweg in der Verlängerung des Heidwegs in Nähe der ehemaligen Mülldeponie in Brüggen (Kreis Viersen). Einige Meter neben dem Waldweg lag eine schwer verletzte Ricke bewegungsunfähig. Das Tier musste von einem herbeigerufenen Jäger erlegt werden, da es keine Überlebenschance hatte. Es war offensichtlich mit kleinkalibriger Munition angeschossen worden. Eine Suche nach ihren Kitzen, die nunmehr ohne Muttertier an ihren Liegeplätzen verhungern dürften, verlief leider negativ. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts der Jagdwilderei und bittet um Hinweise: Wer hat in der Nacht zu Donnerstag oder in den frühen Morgenstunden bis 08:00 Uhr verdächtige Wahrnehmungen rund um den Tatort gemacht? Wer kann sonstige Angaben zu vorausgegangenen Beobachtungen machen, die auf das Tätigwerden von Wilderern schließen lassen könnten? Hinweise bitte an die Polizei unter der Rufnummer 02162/377-0. PM

Beitragsbild: Während der Jagdzeit erlegte Ricke (Archivbild). Foto: SE

Reh absichtlich überfahren: Strafbefehl gegen Motorradfahrer

Der Fall hatte für Abscheu und Entsetzen gesorgt: Ende Februar hatten Motorradfahrer eine trächtige Ricke mehrfach absichtlich überfahren und das schwer verletzte Tier seinem Schicksal überlassen (JAWINA berichtete). Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg einen Strafbefehl wegen Tierquälerei gegen einen 29 Jahre alten Motorradfahrer beantragt, wie die Schweriner Volkszeitung berichtet. Informationen der Zeitung zufolge soll der Mann eine vierstellige Summe bezahlen. Ob dieser den Strafbefehl akzeptiert oder ob es doch noch zu einer Verhandlung kommt, ist offen. SE

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Hessen: Reh gewildert und verbrannt

Einen gruseligen Fund machten Passanten gestern Morgen (12.04.2016) auf der Junostraße, der alten Bundesstraße in Richtung Herborn-Seelbach im hessischen Lahn-Dill-Kreis. Dort hat ein Unbekannter ein Reh verbrannt. Die alte Bundesstraße verbindet die Ortsteile Burg und Herborn und ist im letzten Abschnitt ein Fahrradweg. Mitten auf der Fahrbahn stand ein kleiner Ölofentank und unter einer verbrannten Kunststoffplane, direkt neben dem Tank, entdeckten Polizisten die Reste eines Rehs. Offensichtlich war das Reh trächtig, da neben dem Kadaver ein ungeborenes Kitz lag. Derzeit gehen sie davon aus, dass der Täter das trächtige Reh erlegte, ausweidete und anschließend Rücken und Keulen vom Körper trennte. In der Nacht von Montag (11.04.2016) auf Dienstag (12.04.2016) transportierte er die Reste des Tieres und das Kitz in der Plane zum Fundort, übergoss alles mit Heizöl und legte Feuer.

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Tierquäler vor Gericht

Trächtige Ricke absichtlich überfahren – Polizei ermittelt verdächtige Motorradfahrer

Zwei besonders widerwärtige Fälle von Tierquälerei, begangen gegen Wildtiere, haben in den letzten Wochen für Abscheu und Empörung bei Jägern und Nichtjägern gesorgt: Zum einen der Landwirt, der vergangenen Oktober mit seinem Geländewagen auf einem Feld bei Böttstein im Schweizer Kanton Aargau eine Bache und ihre drei Frischlinge überfahren hatte. Während die drei Frischlinge sofort verendeten, blieb die Bache mit gebrochenem Rückgrat die ganze Nacht auf dem Feld liegen, bis ein Jäger sie am nächsten Morgen erlöste. An den vom Geländewagen hinterlassenen Reifenspuren war zu sehen, dass der Fahrer drei Mal gewendet hatte, um die Tiere zu erwischen. Der Landwirt hatte die Tat lange geleugnet, war jedoch durch Bewegungsprofile überführt worden, die von jedem Benutzer von Mobiltelefonen auch nachträglich erstellt werden können.

Jetzt ist der Täter vom Bezirksgericht Zurzach zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bedingt auf zwei Jahre – das entspricht der deutschen Bewährungsstrafe – und einer Geldbuße von 4000 Franken verurteilt worden. Außerdem muss er Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von 10.000 Franken tragen. Vor Gericht hatte sich der Mann mit den durch die Wildschweine verursachten Schäden zu rechtfertigen versucht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Hart durchgreifen!

Eine Glosse von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Unverständnis, ja Entrüstung über den unglaublichen Frevel eines Mitglieds der grünen Zunft schlugen hohe Wellen auf der Versammlung der Jägerschaft. Der Vorsitzende kam leider etwas zu spät. Er hatte noch schnell zwei Sack Mais zur Kirrung zu bringen, damit die Sauen nicht beim Nachbarn zu Schaden gehen mussten. Die Unruhe in der Versammlung war verständlich, hatte doch ein Jungjäger einen viel zu guten Jährling erlegt, dessen schon nahezu fingerdicke und kurz gegabelte Stangen sich fast zu Lauscherhöhe emporreckten, obwohl er nur einen IIc-Bock frei hatte.

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