Schlagwort-Archive: Revierpächter

Thüringen: Jagdverbot für Jagdausübungsberechtigte

Die Entnahme von Wolfshybriden soll nach dem Willen des grünen-geführten Umweltministeriums mit weitgehender Entrechtung der Revierinhaber einhergehen, während Verbänden und Opposition die demokratische Mitwirkung an der Novellierung des Landesjagdgesetzes verwehrt wird.

Die Entnahme der Thüringer Wolfshybriden (JAWINA berichtete) wird vom Thüringer Umweltministerium unter Leitung der grünen Umweltministerin Anja Siegesmund als “geheime Kommandosache” durchgeführt, schreibt die Thüringer Allgemeine. Der martialische, eher an Putschversuch und Bürgerkrieg gemahnende Tonfall ist durchaus angemessen, denn nach dem Willen der rot-rot-grünen Landesregierung geht die Wolfsentnahme mit einer weitgehenden – und rechtstaatlichen Prinzipien Hohn sprechenden – Entmündigung der eigentlich Jagdausübungsberechtigten einher. Vor einigen Tagen wurden Schreiben an die betroffenen Revierpächter versandt, in denen ihnen die “Durchführung einer Maßnahme” auf den von ihnen gepachteten Flächen mitgeteilt wird.

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Böllernde Jugendliche gestellt: Jetzt spricht der Jäger

Am Mittwoch Abend erschien eine Polizeimeldung, derzufolge ein Jäger bei Rangsdorf böllernde Jugendliche mit Warnschüssen verschreckt habe (JAWINA berichtete). JAWINA hat mit dem Pächter des Reviers und dem Begehungsscheininhaber gesprochen, um deren Sicht der Dinge zu erfahren. Haarsträubend erscheint an der Geschichte, dass die Pressestelle der Polizei die Polizeimeldung in dieser Form unmittelbar nach dem Geschehen veröffentlicht hat, obwohl diese nur auf der Version der Jugendlichen beruht: Mit dem Jäger hat bis zum heutigen Tag (Samstag) nach eigener Aussage keiner gesprochen, es sei niemand an ihn herangetreten. Für eine Stellungnahme war bei der Polizei heute niemand zu erreichen.

Nach der übereinstimmenden Schilderung von Pächter und Begehungsscheininhaber ist letzterer am Mittwoch Abend zu einem Ansitz aufgebrochen. Es sei bereits dämmrig gewesen, leichter Nieselregen sorgte für bescheidene Sichtverhältnisse. Aber die Sauen machten Schaden, also raus auf Ansitz. Der Revierteil liegt im Naturschutzgebiet Rangsdorfer See, es herrsche “eigentlich” ein Betretungsverbot für die Allgemeinheit. Als der Begehungsscheininhaber die Kanzel bestieg, musste er feststellen, dass diese massiv beschädigt worden war: Bretter herausgeschlagen, Handlauf abgerissen, Fenster zerstört. Der Begehungsscheininhaber ruft den Pächter an, um ihm von den Zerstörungen zu berichten. Während des Telefonats fallen “hinter ihm”, wie er sagt, zwei Schüsse. Präziser ausgedrückt: Zwei laute Knallgeräusche, die er für Schüsse hält.

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DJV erneuert Kritik an der Berufsgenossenschaft

Grundbeiträge erneut gestiegen – Beiträge sollen gerichtlich überprüft werden

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) verschickt derzeit für das zurückliegende Jahr die  Beitragsbescheide zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft mit erneut gestiegenen Grundbeiträgen. Der Deutsche Jagdverband e.V. (DJV) verstärkt nunmehr seine Kritik an der gesetzlichen Unfallversicherung im Bereich der Jagd. In der Begründung verweist die SVLFG ausdrücklich darauf, dass die landwirtschaftliche Unfallversicherung die Interessen der Landwirtschaftsbetriebe berücksichtige. Außen vor bleiben dabei, aus Sicht des DJV, die Interessen der Jäger.

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