Schlagwort-Archive: Rehwild

Studie: Rotwilddichte entscheidend – Wölfe siedeln sich an, wo es Wild gibt

Wölfe halten sich bei der Wiederansiedlung hauptsächlich in Gebieten auf, wo sie viel Beute wie Rot- und Rehwild vorfinden. Dies zeigt eine neue Studie von Forschenden der Universität Bern, die vier Winter lang die Aufenthaltsorte von Wölfen im Wallis verfolgten. Diese Erkenntnis ist wertvoll, um Konflikten zwischen den Raubtieren und der Bevölkerung vorzubeugen.

Überall in Europa kehren die Wölfe in ihre früheren Gebiete zurück – ein Erfolg strenger Schutzbestimmungen und höherer Wilddichten als vor Jahrzehnten. Allerdings verursacht diese Rückkehr Konflikte: Landwirte fürchten um die Sicherheit ihrer Weidetiere, Jägerinnen und Jäger fürchten Konkurrenz, und auch andere Bevölkerungsgruppen sehen die Rückkehr der grossen Beutegreifer nicht ohne Bedenken. Um vorherzusagen, wo sich Wölfe aufhalten werden, und daher Konflikte besonders wahrscheinlich sind, ist wichtig zu wissen, welche Faktoren für Wölfe bei der Auswahl ihres Lebensraums während der Wiederansiedlung entscheidend sind.

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Saarland: Hund hetzt Reh und wird von Unbekanntem erstochen

Am 24.02., gegen 20:47 Uhr, meldet ein 53-jähriger Mann aus Großrosseln (Landkreis Regionalverband Saarbrücken) der Polizei, dass sein Hund der Rasse Spanischer Mastiff während des Spaziergangs mit seiner Tochter von einem unbekannten Täter im Wald, unterhalb des Birkenhofes, erstochen worden sei. Der Hund sei einem Reh nachgelaufen und die Tochter habe plötzlich Hundegebell und eine menschliche Stimme wahrgenommen. Bei einer weiteren Nachschau habe sie dann den Hund mit drei Stichverletzungen, leblos auf dem Waldweg aufgefunden. Die Tat hat sich in der Zeit von 17:57 Uhr – 18:05 Uhr ereignet.

Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Völklingen: Tel: 06898/2020 PM

Beitragsbild:  Von Hund gewildertes Reh (Archivbild). Foto: SE

BJV: “Schluss mit dem gnadenlosen Feldzug gegen Rehwild!”

“Selbsternannte Ökojäger machen mobil gegen das Reh” – Der Bayerische Jagdverband (BJV) unterstützt einen Waldumbau mit einer waidgerechten Jagd, mit Sachverstand und ohne Ideologie – Zu hoher Jagddruck schadet mehr als er nutzt – BJV ist wichtiger Partner beim Aufbau des Klimawaldes

Wachsam und vorsichtig zieht die Rehgeiß im Abendlicht langsam auf die Lichtung, ständig auf der Hut vor drohenden Gefahren. Neben ihr springen zwei muntere Kitze aus dem Wald. Sie sind noch ganz unbedarft. Doch ihre Mutter hat alles fest im Blick. – Ein Anblick, der jeden Naturfreund bis ins Innerste berührt. Ein Anblick, den viele Menschen aber kaum noch erleben dürfen. Denn das Reh ist heimlich geworden, es bleibt im sicheren Versteck. Der Grund: Rehe, die kleinste Hirschart in Deutschland, sind in Bayern unerwünscht. Sie werden zum Sündenbock für den Klimawandel, für Sturmschäden oder Bewirtschaftungsfehler.

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Studie: Wie Rehen das Winterfutter auf den Pansen schlägt

Eine soeben erschienene Studie der Vetmeduni Vienna zeigt, dass die Winterfütterung von Rehen eine deutliche Veränderung der Mikrobiota im Pansen der Wildwiederkäuer verursacht – mit potentiell negativen Auswirkungen auf deren Gesundheit.

Rehe (Capreolus capreolus) bevölkern weite Teile Europas und sind jahreszeitlich bedingt mit einem saisonal schwankenden Nahrungsmittelangebot konfrontiert. In einigen europäischen Ländern – darunter auch in Österreich – ist es deshalb üblich, Wildtiere im Winter zusätzlich zu füttern.

Wie sich die Verfügbarkeit von leicht verdaulichem, energiereichem Futter im Winter auf den Verdauungsapparat der Wildwiederkäuer auswirkt ist jedoch bislang nicht ausreichend verstanden. Dies ist besonders bei diesen Tierarten relevant, da heimische Wildwiederkäuer ausgeprägte jahreszeitliche Veränderungen von physiologischen Vorgängen, unter anderem auch im Verdauungsapparat während der kalten Jahreszeit aufweisen.

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BJV: “Stoppt den Krieg gegen unsere heimische Tierwelt!”

Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt die Forderung der Grünen, Nachtzieltechnik auch für die Jagd auf Reh- und Rotwild freizugeben. Der BJV setzt auf biologischen Sachverstand beim Waldumbau, auf Wertschätzung der Natur und gelebte Ökologie, nicht auf ideologische Parolen

Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt die maßlose Intoleranz der Grünen gegenüber unserem heimischen Reh- und Rotwild auf’s Schärfste. „Mir ist es unverständlich, dass eine Partei, die sich den Einsatz für die Natur auf die Fahnen schreibt, geradezu Krieg führt gegen einige unserer heimischen Wildarten, um einer rein gewinnorientierten, hochintensiven Forstwirtschaft das Wort zu reden“, so BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke. „Während die Bayerische Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern die heimischen Wildtiere für die Bevölkerung endlich wieder erlebbar machen wollen, präsentieren die Grünen den Bürgern nur eine kompromisslose Totschieß-Mentalität.“ In der Forderung von Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen, nach dem Einsatz von Nachtzieltechnik bei der Jagd auf heimisches Schalenwild, sieht der BJV wieder einmal bestätigt, dass den Grünen ideologische Parolen wichtiger sind, als ökologische Zusammenhänge, biologischer Sachverstand und Artenschutz. Vocke: „Wer Wildtiere und ihren Nachwuchs Tag und Nacht gnadenlos verfolgen will, nur um die Bestände herunterzuschießen und ohne dass damit der Waldentwicklung wirklich genutzt wird, der handelt unverantwortlich gegenüber der Natur.“

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Thüringen: Rehwildjagd Mitte April eröffnet

Thüringen: Rotwildhegegemeinschaft hält Rotwild im Harz wegen intensiver Bejagung für gefährdet

Um die “die von Sturm und Dürre geschwächten Wälder” vor Fraßschäden zu bewahren, eröffnet das Forstamt Sondershausen (Kyffhäuserkreis) die Jagd auf Rehbock und Schmalrehe schon zum 15. April und damit zwei Wochen vor dem regulären Beginn der Jagdsaison am 1. Mai. Gegenüber der Thüringer Allgemeinen begründete der Forstamtsleiter mit den durch Trockenheit, Borkenkäfer und Sturmschäden geschwächten Baumbeständen und dem Klimawandel: Durch letzteren treiben die Bäume früher aus, die frischen Sprossen stünden auf der Speisekarte der Rehe ganz oben. Würden die Rehe nicht bejagt, so könnten Baumarten wie Ahorn, Esche, Tanne oder Douglasie “bald ganz verschwunden” sein, so der Förster. Dass der Wald zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht voll belaubt ist, erhöhe zudem die Jagdchancen. Während im Eichsfeld das Rehwild bereits ab 1. April bejagt werden dürfe, habe die Kreisverwaltung den vorgezogenen Beginn der Jagd für den Unstrut-Hainich-Kreis abgelehnt. Die Vorverlegung der Jagdsaison sei nur für die besonders stark geschädigten Flächen beantragt worden.

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Hessen: Reh mit Drahtschlinge gewildert

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf streift durch Milchviehanlage – Wolf auf A24 überfahren +++ Polen: 600 neue ASP-Fälle bei Wildschweinen seit Jahresbeginn +++

Polizei ermittelt wegen Jagdwilderei

Im Bauschheimer Waldgebiet “Am Weinfaß” (Landkreis Groß-Gerau) fand ein Jagdpächter am Samstag (23.03.) ein in einer Drahtschlinge verendetes Reh. Er verständigte die Polizei. Unbekannte befestigten nach derzeitigem Ermittlungsstand die Schlinge an einem Baum. Das Jungtier tappte in die Falle und erstickte anschließend vermutlich qualvoll. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Jagdwilderei aufgenommen und sucht nun in diesem Zusammenhang Zeugen, die im dortigen Bereich verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise bitte an die Polizeistation Rüsselsheim unter der Telefonnummer 06142/6960. PM

Beitragsbild: Rehe (ordnungsgemäß erlegt). Foto: SE

CDU/CSU: “Weniger Jagddruck auf Rehe”

Die Deutsche Wildtierstiftung hat das Reh zum Tier des Jahres 2019″ ernannt. Hierzu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Georg Nüßlein: “Es ist höchste Zeit für einen besseren Umgang mit dem Reh. Der massive Jagddruck, der insbesondere von den staatlichen Forstverwaltungen ausgeht, kommt einem Feldzug gegen das Reh gleich. Wer das Reh alleinverantwortlich macht für Verbiss und Waldschaden, will vom eigenen ökonomischen Versagen ablenken.“ PM

Beitragsbild: PM “Weniger Jagddruck auf Rehe” auf der Internetseite der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt JAWINA-Leser KB für den Hinweis!

Rehe zu Tode gehetzt? Reviernachbar zeigt Münchner Forstverwaltung an

Bei einer von der Münchner Forstverwaltung Anfang November veranstalteten Drückjagd sollen in der Meute jagende Hunde wiederholt Rehe gegriffen und niedergezogen haben. Dies behauptet der tz zufolge ein Fürstenfeldbrucker Reviernachbar, der Anzeige bei der Polizei erstattet hat. Der Jäger äußerte der Zeitung gegenüber auch seinen Unmut darüber, dass die im Forst eingesetzten Hunde mehrfach die Reviergrenze überjagt hätten. Er habe mit ansehen müssen, wie die Hunde in seinem Revier die Rehe rissen und haben diese dann erlösen müssen. Das 160 Hektar große Forstrevier bei Jesenwang sei für Drückjagden zu klein.

Der Pressesprecher der Städtischen Forstverwaltung München verteidigte sich gegenüber der tz auf aufschlussreiche Weise: “Bei uns gilt Wald vor Wild”, sagte Pressesprecher Bernd Plank, es gehe “um den Erhalt des Waldes.” Daher müssten aus Zeitgründen neben der Ansitzjagd auch Drückjagden stattfinden. Die Hälfte der Rehe würde auf dem Ansitz erlegt, die Hälfte auf Drückjagden. Die zum Einsatz kommenden Hunde seien dafür ausgebildet. Die Abschussquoten müssten erfüllt werden, dies sei nur durch eine Kombination beider Jagdarten zu gewährleisten. red.

Beitragsbild: Erlegte Forstschädlinge. Foto: SE

Brandenburg: Rehwildstrecke in Wolfsgebiet auf “historischem Tiefstand”

Jäger befürchten das “Verschwinden der Rehe”, der Umweltausschusses des Landkreises Spree-Neiße im Südosten Brandenburgs diskutiert, inwieweit der Wolf die Tierwelt in der Lausitz verändert. Anlass ist der dramatische Rückgang der Streckenergebnisse: Wie die Lausitzer Rundschau berichtet, werden seit dem Jahr 2010 weit weniger Rehe erlegt als zuvor. Bis zum Jahr 2010 wurden im Kreisgebiet stets zwischen 4000 und 4500 Stück Rehwild erlegt. Im vergangenen Jagdjahr 2016/17 waren es nur noch 2821 Stück – ein “historischer Tiefstand” sei das.

Die Diskussion rief umgehend Kritik hervor: Der Kreistagsabgeordnete Sascha Fussan der für Die Linke im Umweltausschuss sitzt, monierte gegenüber der Lausitzer Rundschau, die Jäger würden behaupten, das Gleichgewicht in der Natur erhalten zu wollen. Rehe hätten sich aber in der Vergangenheit “vor allem deshalb so stark vermehrt”, weil der Mensch natürliche Fressfeinde wie den Wolf ausgerottet habe. Der für seine – vorsichtig ausgedrückt – schalenwildkritische Position bekannte Privatwaldbesitzer Sebastian von Rotenhan stieß in das selbe Horn:

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