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Wildtierverluste bei der Mahd vermeiden

Die Frühjahrsmahd steht an und fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs aufziehen und sicher wähnen. Natürliche Schutzstrategien wie das „Ducken und Tarnen“ schützen zwar vor Fressfeinden wie dem Fuchs, nicht aber vor den Erntemaschinen. Darauf macht die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) aufmerksam und gibt Empfehlungen. Verschiedene Präventionsmaßnahmen können helfen, Wildtierverluste bei der Mahd zu vermeiden:

Von innen nach außen mähen lautet die grundsätzliche Empfehlung für die Mäharbeiten. Diese einfache Regel ermöglicht es Rehen, Feldhasen und Co. noch während der Mahd die Flächen nach außen durch das stehende Gras zu verlassen. Je nach Situation, gilt es allerdings auch flächenspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen: Bei stark befahrenen Straßen etwa, ist einseitig von der Straße her mit der Mahd zu beginnen. Besondere Aufmerksamkeit ist in den Saumbereichen gefragt, diese sind als Aufenthaltsorte bei vielen Wildtieren besonders beliebt und erfordern zusätzliche Vorsicht.

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Wildtier-Stiftung: Zahl von 100.000 totgemähten Rehen nicht frei erfunden

Deutsche Wildtier Stiftung: Auf 2,3 Millionen Hektar sind 92.000 Kitze bedroht. Bauernbund: Tote Rehkitze beim Mähen nicht zu verhindern

Die Zahl von „100.000 totgemähten Rehen“ ist nicht frei erfunden, sondern nach statistischen Kriterien berechnet; das ist ein großer Unterschied, stellt die Deutsche Wildtier Stiftung klar. Die FAZ hatte berichtet, dass die genannte Zahl “frei erfunden” sei, andere Medien hatten die Meldung aufgegriffen, darunter die Bild-Zeitung in gewohnt reißerischer Manier. Die Wildtier Stiftung meint, da Landwirte sich nicht selbst anzeigten, wenn sie ein Rehkitz ausgemäht haben, liegen natürlich keine gesicherten Zahlen über den tatsächlichen Verlust von Rehkitzen bei der Grünlandmahd im Frühjahr vor. Also sei man auf Hochrechnungen angewiesen. In Mecklenburg Vorpommern wurden in diesem Frühjahr auf 500 Hektar 40 Rehkitze per Oktokopter gefunden und vor dem Mähtod gerettet. Das bedeutete, dass acht Rehkitze auf 100 Hektar vom Mähtod bedroht waren.

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