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Hessen: Gemeinsam gegen den Mähtod

Der Landesjagdverband Hessen hat am 19. April eine Expertenrunde nach Lich zum Runden Tisch „Jungwildrettung“ eingeladen. Gemeinsam wollen alle Beteiligten schon in dieser Mähsaison durch eine engere Zusammenarbeit noch mehr Rehkitze, Junghasen und Bodenbrüter vor dem Mähtod retten. Denn immer noch sterben jedes Jahr rund 90.000 Rehkitze unter dem Kreiselmäher, so schätzt die Deutsche Wildtierstiftung.

„Wichtig ist eine schnelle und reibungslose Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Der Jäger muss einige Tage vor dem Mähtermin informiert sein und kann dann den Einsatz mit den Helfern organisieren“, so Dr. Nikolaus Bretschneider-Herrmann, Vize-Präsident des Landesjagdverbandes.

Am Vorabend vor den Mähtermin werden Scheuchen, Radios oder spezielle Wildwarnsysteme auf der Wiesenfläche platziert, die Muttertiere davon abhalten sollen ihren Nachwuchs auf dieser Wiese abzulegen oder sie aus der Wiese zu holen. Ungewohnte optische und akustische Signale werden auch von speziellen „Wildwarnern“ abgegeben, die im Handel verfügbar sind. Die Scheuchen dürfen allerdings nur kurz vor dem Mähen eingesetzt werden, da sich das Wild sonst schnell daran gewöhnt. Auch kann der Landwirt bereits am Vorabend einen Streifen anmähen, damit das Wild die Gefahr rechtzeitig erkennt und über Nacht flüchtet.

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Heikos Reh

Ein Jäger erlegt ein gehandicaptes Reh. Heikos Reh. Das gibt Ärger. Eine Jagdgeschichte aus der Großstadt.

In der Ermittlungsakte der Berliner Polizei ist die “Tatzeit” akribisch festgehalten: Am. 10. Mai 2013 um 19.46 Uhr erlegt der Berliner Stadtjäger Manfred Wollny (Name von der Red. geändert) ein Reh am nordwestlichen Stadtrand Berlins. Schon seit mehreren Wochen hatte der Stadtjäger Hinweise von Anwohnern erhalten, die ein oder zwei Stück Rehwild “mit was um den Hals” meldeten. Von einer Schlinge oder einem Strick war die Rede, einem Geschirr oder gar einem Regencape. Die Stücke sollen verwahrlost wirken, eines sogar hinken. Die Rehe seien “atypisch zutraulich” , wahrten aber “eine gewisse Fluchtdistanz.”

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Simples Süppchen

Okay, zugegeben: Auf dem Handyfoto sieht das simple Süppchen nicht so wahnsinnig lecker aus – ist es aber! Und zwar einigermaßen langwierig, aber einfach zuzubereiten. Noch ein Vorteil: Die weniger edlen Teil eines Stücks können hier sehr gut verwertet werden. Beim Beispielsüppchen kamen zwei Blätter eines Rehkitzes zur Anwendung, gut geeignet sind auch Hals und Rippen (letztere bei Weidwundschüssen besser nicht…). Und so geht’s:

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