Schlagwort-Archive: Rehe

Wildtierverluste bei der Mahd vermeiden

Die Frühjahrsmahd steht an und fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs aufziehen und sicher wähnen. Natürliche Schutzstrategien wie das „Ducken und Tarnen“ schützen zwar vor Fressfeinden wie dem Fuchs, nicht aber vor den Erntemaschinen. Darauf macht die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) aufmerksam und gibt Empfehlungen. Verschiedene Präventionsmaßnahmen können helfen, Wildtierverluste bei der Mahd zu vermeiden:

Von innen nach außen mähen lautet die grundsätzliche Empfehlung für die Mäharbeiten. Diese einfache Regel ermöglicht es Rehen, Feldhasen und Co. noch während der Mahd die Flächen nach außen durch das stehende Gras zu verlassen. Je nach Situation, gilt es allerdings auch flächenspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen: Bei stark befahrenen Straßen etwa, ist einseitig von der Straße her mit der Mahd zu beginnen. Besondere Aufmerksamkeit ist in den Saumbereichen gefragt, diese sind als Aufenthaltsorte bei vielen Wildtieren besonders beliebt und erfordern zusätzliche Vorsicht.

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BJV: “Schluss mit dem gnadenlosen Feldzug gegen Rehwild!”

“Selbsternannte Ökojäger machen mobil gegen das Reh” – Der Bayerische Jagdverband (BJV) unterstützt einen Waldumbau mit einer waidgerechten Jagd, mit Sachverstand und ohne Ideologie – Zu hoher Jagddruck schadet mehr als er nutzt – BJV ist wichtiger Partner beim Aufbau des Klimawaldes

Wachsam und vorsichtig zieht die Rehgeiß im Abendlicht langsam auf die Lichtung, ständig auf der Hut vor drohenden Gefahren. Neben ihr springen zwei muntere Kitze aus dem Wald. Sie sind noch ganz unbedarft. Doch ihre Mutter hat alles fest im Blick. – Ein Anblick, der jeden Naturfreund bis ins Innerste berührt. Ein Anblick, den viele Menschen aber kaum noch erleben dürfen. Denn das Reh ist heimlich geworden, es bleibt im sicheren Versteck. Der Grund: Rehe, die kleinste Hirschart in Deutschland, sind in Bayern unerwünscht. Sie werden zum Sündenbock für den Klimawandel, für Sturmschäden oder Bewirtschaftungsfehler.

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Studie: Wie Rehen das Winterfutter auf den Pansen schlägt

Eine soeben erschienene Studie der Vetmeduni Vienna zeigt, dass die Winterfütterung von Rehen eine deutliche Veränderung der Mikrobiota im Pansen der Wildwiederkäuer verursacht – mit potentiell negativen Auswirkungen auf deren Gesundheit.

Rehe (Capreolus capreolus) bevölkern weite Teile Europas und sind jahreszeitlich bedingt mit einem saisonal schwankenden Nahrungsmittelangebot konfrontiert. In einigen europäischen Ländern – darunter auch in Österreich – ist es deshalb üblich, Wildtiere im Winter zusätzlich zu füttern.

Wie sich die Verfügbarkeit von leicht verdaulichem, energiereichem Futter im Winter auf den Verdauungsapparat der Wildwiederkäuer auswirkt ist jedoch bislang nicht ausreichend verstanden. Dies ist besonders bei diesen Tierarten relevant, da heimische Wildwiederkäuer ausgeprägte jahreszeitliche Veränderungen von physiologischen Vorgängen, unter anderem auch im Verdauungsapparat während der kalten Jahreszeit aufweisen.

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NRW: Grausame Bilder – Jack Russell Terrier wildert Reh

+++ Sachsen-Anhalt: Jagdunfall – Jäger erleidet Hämatom durch Abpraller +++

Am Samstag (19.01.) lief zwei Jägern in ihrem Revier bei Helgersdorf (Kreis Siegen-Wittgenstein) ein Jack Russell Terrier ohne Begleitung über den Weg, der einen Maulkorb zu tragen schien. Bei näherer Betrachtung erwies sich der vermeintliche Maulkorb als blutiges Maul.

Die Jäger, Jagdvorsteher Werner H. und Revierinhaber Hans-Jörg B., folgten dem Hund. Was sie entdeckten, lässt selbst gestandene Weidmänner, die schon das eine oder andere von Hunden gewilderte Stück gesehen haben oder erlösen mussten, schlucken: Offenbar hat der Terrier das Reh durch Bisse in die Hinterläufe zunächst bewegungsunfähig gemacht, um das Tier dann entsetzlich zuzurichten: Die Decke ist auf dem Körper des Rehs fast vollständig bis auf die Läufe hinab abgezogen, der blutüberströmte Leib und Träger bedeckt mit Wunden. Am schlimmsten ist der Anblick des Hauptes, die Schädelknochen sind freigelegt, Lauscher (Ohren), Lichter (Augen) und Windfang (Nase) abgerissen, abgebissen. Beinah unvorstellbar: Das Stück lebte noch und musste von den Jägern abgefangen (erlöst) werden.

ACHTUNG: Vor dem Klick auf Weiterlesen beachten: Das Bild des gewilderten Rehs ist wirklich nichts für schwache Nerven.

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“Dös is a fucking Wolf!”

Auf ganz eigene Weise verleiht eine Leserreporterin von heute.at ihrer Faszination und Begeisterung über die Rückkehr des ikonischen Raubtiers in die niederösterreichische Kulturlandschaft Ausdruck, zu sehen auf der Internetseite des Nachrichtenmagazins.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf heute.at (Screenshot)

 

CDU/CSU: “Weniger Jagddruck auf Rehe”

Die Deutsche Wildtierstiftung hat das Reh zum Tier des Jahres 2019″ ernannt. Hierzu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Georg Nüßlein: “Es ist höchste Zeit für einen besseren Umgang mit dem Reh. Der massive Jagddruck, der insbesondere von den staatlichen Forstverwaltungen ausgeht, kommt einem Feldzug gegen das Reh gleich. Wer das Reh alleinverantwortlich macht für Verbiss und Waldschaden, will vom eigenen ökonomischen Versagen ablenken.“ PM

Beitragsbild: PM “Weniger Jagddruck auf Rehe” auf der Internetseite der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt JAWINA-Leser KB für den Hinweis!

Rehe zu Tode gehetzt? Reviernachbar zeigt Münchner Forstverwaltung an

Bei einer von der Münchner Forstverwaltung Anfang November veranstalteten Drückjagd sollen in der Meute jagende Hunde wiederholt Rehe gegriffen und niedergezogen haben. Dies behauptet der tz zufolge ein Fürstenfeldbrucker Reviernachbar, der Anzeige bei der Polizei erstattet hat. Der Jäger äußerte der Zeitung gegenüber auch seinen Unmut darüber, dass die im Forst eingesetzten Hunde mehrfach die Reviergrenze überjagt hätten. Er habe mit ansehen müssen, wie die Hunde in seinem Revier die Rehe rissen und haben diese dann erlösen müssen. Das 160 Hektar große Forstrevier bei Jesenwang sei für Drückjagden zu klein.

Der Pressesprecher der Städtischen Forstverwaltung München verteidigte sich gegenüber der tz auf aufschlussreiche Weise: “Bei uns gilt Wald vor Wild”, sagte Pressesprecher Bernd Plank, es gehe “um den Erhalt des Waldes.” Daher müssten aus Zeitgründen neben der Ansitzjagd auch Drückjagden stattfinden. Die Hälfte der Rehe würde auf dem Ansitz erlegt, die Hälfte auf Drückjagden. Die zum Einsatz kommenden Hunde seien dafür ausgebildet. Die Abschussquoten müssten erfüllt werden, dies sei nur durch eine Kombination beider Jagdarten zu gewährleisten. red.

Beitragsbild: Erlegte Forstschädlinge. Foto: SE

Brandenburg: Rehwildstrecke in Wolfsgebiet auf “historischem Tiefstand”

Jäger befürchten das “Verschwinden der Rehe”, der Umweltausschusses des Landkreises Spree-Neiße im Südosten Brandenburgs diskutiert, inwieweit der Wolf die Tierwelt in der Lausitz verändert. Anlass ist der dramatische Rückgang der Streckenergebnisse: Wie die Lausitzer Rundschau berichtet, werden seit dem Jahr 2010 weit weniger Rehe erlegt als zuvor. Bis zum Jahr 2010 wurden im Kreisgebiet stets zwischen 4000 und 4500 Stück Rehwild erlegt. Im vergangenen Jagdjahr 2016/17 waren es nur noch 2821 Stück – ein “historischer Tiefstand” sei das.

Die Diskussion rief umgehend Kritik hervor: Der Kreistagsabgeordnete Sascha Fussan der für Die Linke im Umweltausschuss sitzt, monierte gegenüber der Lausitzer Rundschau, die Jäger würden behaupten, das Gleichgewicht in der Natur erhalten zu wollen. Rehe hätten sich aber in der Vergangenheit “vor allem deshalb so stark vermehrt”, weil der Mensch natürliche Fressfeinde wie den Wolf ausgerottet habe. Der für seine – vorsichtig ausgedrückt – schalenwildkritische Position bekannte Privatwaldbesitzer Sebastian von Rotenhan stieß in das selbe Horn:

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Bayern: CSU-Bundestagsabgeordneter wirft Staatsforsten “Ausrottungsstrategie” vor

Der bayerische CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein hat den Bayerischen Staatsforsten eine “Ausrottungsstrategie” und einen “überzogenen Abschuss von Gams- und Rehwild” vorgeworfen. Die Vorwürfe stehen in Zusammenhang mit einer Drückjagd im Staatsforstbetrieb Forchheim im Januar, bei der sechs Sauen und 61 Rehe erlegt worden waren, obwohl der Abschussplan für dieses Jahr nur 22 Rehe vorsah, von denen 19 bereits zum Zeitpunkt der Jagd bereits gestreckt waren. Der Jägerausschuss Oberfranken hat mittlerweile beantragt, dem Leiter des Forstbetriebs, Stephan Keilholz, sowie dem Jagdleiter wegen “schwerer Verstöße gegen die Grundsätze der deutschen Weidgerechtigkeit” den Jagdschein zu entziehen. Der Bayerische Jagdverband (BJV) und ein Tierschutzverband haben in seltener Einmütigkeit Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz erstattet, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Der Forstbetriebsleiter nimmt dem Bericht zufolge für sich in Anspruch, “dass er den dreijährigen Abschussplan bereits im ersten Jahr erfüllen könne.” Dieser Auffassung habe sich das bayerische Landwirtschaftsministerium in einem Schreiben an die zuständige untere Jagdbehörde angeschlossen: Diese Variante sei rechtlich grundsätzlich zulässig, in der Praxis aber eher selten.”

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Ministerium: A20-Rehe sollen vertrieben werden.

Noch vor dem langen Pfingstwochenende sollen die Rehe an der Bundesautobahn A20 im wörtlichen Sinne aus dem Verkehr gezogen werden, verkündet das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern. Das Ministerium hat dafür in den vergangenen Tagen in enger Zusammenarbeit mit Wildbiologen, Jägern sowie mit Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern und der zuständigen Autobahnmeisterei alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, heißt es. Mit einer Wärmebildkamera sollen der aktuelle Standort der Tiere aufgespürt, die Wildschutzzäune geöffnet und die Rehe auf das freie Feld hinaus dirigiert werden. Dafür wird der Autobahnabschnitt zwischen Dummerstorf und Sanitz am morgigen Mittwoch ab 9 Uhr für mehrere Stunden gesperrt.

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