Schlagwort-Archive: Rehbock

Südtirol: Rehbock verletzt Mann schwer

+++ Österreich: Hornissenstich – Jäger stürzt von Hochsitz +++ Niedersachsen: Jäger fangen ausgebüxte Ponys ein +++ Saarland: Streckeneinbruch beim Schwarzwild +++ Baden-Württemberg: Tierschutzpartei hält “Mahnwache” gegen Jagd ab +++

Im Südtiroler Jochtal ist ein 40 Jahre alter Mann von einem Rehbock schwer verletzt worden. Der Einheimische hatte das vermeintlich kranke oder schwache Stück entdeckt und näherte sich ihm, um nachzuschauen, wie es ihm gehe. Doch aus dem Plan, das Tier erforderlichenfalls einzufangen, wurde nichts: Als der Mann sich dem Rehbock biss auf wenige Meter genähert hatte, sprang dieser auf und griff an. Mit den spitzen Enden seines Gehörns fügte der Rehbock dem Mann “erhebliche Verletzungen” am Bein zu, die einen starken Blutverlust zur Folge hatten, wie SüdtirolNews berichtet. Die in der Jägersprache Blattzeit genannte Paarunsgszeit der Rehe geht ihrem Ende entgegen, dennoch können territoriale Rehböcke durchaus noch aggressiv auf Eindringlinge in ihr Revier reagieren. red.

Beitragsbild: Aggressiver Rehbock (Lösungsvorschlag). Foto: AHe

Sumo-Style: Rehbock von korpulenter Frau versehentlich erschlagen

Zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall “zwischen einem Rehbock und einer Besucherin” kam es im Rostocker IGA-Park, wie die Rostocker Feuerwehr berichtet:  Demnach hatte sich am Sonntag Nachmittag ein Reh auf das Parkgelände verirrt. Vermutlich geriet es durch die vielen Besucher in Panik. Als der Rehbock durch die Beine einer korpulenten Frau hindurch flüchten wollte, fiel diese rücklings auf das Tier. Während sich die Frau bei dem Sturz eine Verletzung des Sprunggelenks zuzog und mit dem Notarztwagen in ein Krankenhaus verbracht werden musste, überlebte das Reh den Zusammenprall nicht. Es erlitt einen Genickbruch und war sofort tot. Der Kadaver wurde von der Rostocker Feuerwehr geborgen. red.

Beitragsbild: Rehbock (Symbolbild) Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

 

Sachsen-Anhalt: Schonzeit für Schmalrehe und Rehböcke verkürzt

In Sachsen-Anhalt ist die Schonzeit für Schmalrehe und Rehböcke verkürzt worden. In der gestern im Amtsblatt veröffentlichten “Verordnung des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt über die Aufhebung von Schonzeiten des Rehwildes” (S. 96) wird die Maßnahme mit hohen Wildschäden und Wildunfällen begründet. Die Jagdzeit für Böcke und Schmalrehe beginnt jetzt bereits am 15. April, Rehböcke können bis zum 31. Januar bejagt werden.

Zur Begründung führt der Verordnungstext aus:

“Hohe Rehwildbestände führen nach wie vor, vor allem in der Forstwirtschaft, zu hohen Wildschäden. Die Forderung des Landeswaldgesetzes Sachsen-Anhalt, dass die natürliche Verjüngung des Waldes sowie die Entwicklung der typischen Bodenvegetation ohne Zaunschutz möglich seien soll, ist derzeit nicht umsetzbar. In den vergangenen 25 Jahren ist die Klimaerwärmung auch durch eine Vorverlagerung des Vegetationsverlaufes deutlich spürbar geworden. Auf Feldflächen mit Wintersaaten und Raps ist das Rehwild bereits zum 1. Mai kaum noch sichtbar und in den Waldflächen wird durch den zeitigeren Laubaustrieb die Jagdausübung schwieriger. In den letzten drei Jahren sind die Wildunfallzahlen ständig angestiegen. An über 70 % der Wildunfälle ist das Rehwild beteiligt.

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Brandenburg: Hodenloser Perückenbock gestreckt

Gehört haben wir alle schon mal von Perückenböcken, doch die wenigsten dürften schon mal einen in freier Wildbahn gesehen haben. JAWINA-Leser JG konnte dieses Prachtexemplar in seinem Brandenburger Revier zur Strecke bringen.

Bei Perückenböcken kommt es zu Wucherungen des Basts und der Knochensubstanz des Gehörns. Fotos: JG

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Jäger starb auf Rehbock-Nachsuche

Der Jäger, der am Dienstag in einem Waldstück bei Grimma mit einem Bauchschuss tot aufgefunden wurde (JAWINA berichtete), starb wohl bei dem Versuch, einen krank geschossenen Rehbock zu töten. Wie das Nachrichtenportal TAG24 berichtet, wurde neben dem Jäger nicht nur sein Gewehr, sondern auch ein erlegter Rehbock gefunden. TAG24 zufolge gingen die Ermittler zunächst davon aus, dass der Rehbock dem Jäger auf der Nachsuche mit seinem Gehörn die tödliche Bauchverletzung beigebracht habe. Nach der rechtsmedizinischen Untersuchung stellt sich die Sache anders dar: Demnach deutet einiges darauf hin, dass der Jäger – gegen jede weidmännische Regel, wie TAG24 durchaus zutreffend schreibt – versucht haben soll, den angeschossenen Rehbock durch einen Schlag mit den Gewehrkolben zu töten. Dabei habe sich der tödliche Schuss gelöst. Der Jäger starb am starken Blutverlust infolge der Schussverletzung. SE

Beitragsbild: Erlegter Rehbock. Foto: SE

Bock, Überläufer und Hecht an einem Tag

Ein Tag im Leben von JAWINA-Leserin Katja H. …

3:45 Wecker klingelt… Hunde, Rucksack und Waffe ins Auto… Wegen dem ungemütlichen Ostwind tatsächlich nochmals Winter-Klamotten an.

Um 4:30 langsam Erdkanzel angelaufen.

Paar Minuten später konnte man schon erkennen.. Malbaum unter den Eichen frisch besucht und Kirrung unten in 30m Entfernung in dem Bombenkrater leer geräumt.

4:55 Uhr raschelt es…1 m hinter mir kommt ein Fuchs zurück zum Bau.

5:05…. Überläufer-Keiler kommt ganz vertraut parallel von der Autobahn in den Krater und schaut, ob doch noch ein Maiskorn übrig ist.

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Verkehrte Welt: Jäger hilft Rehbock aus Kochtopf

Eine aufmerksame Wülfratherin (NRW, Kreis Mettmann) bemerkte in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf ihrem Heimweg im Straßengraben der Straße Schlupkothen einen verletzten Rehbock. Die alarmierte Polizei Wülfrath stellte fest, dass der Rehbock sich mit Hals und  Vorderläufen in einem alten, rostigen Kochtopf verfangen hatte. Dadurch war die Atmung des Rehbockes stark beeinträchtigt, das Tier hätte sich nur noch hüpfend fortbewegen können. Der Kochtopf lag offensichtlich schon mehrere Jahre in der Natur: Der Boden war herausgefallen, wobei scharfe Kanten hervorstanden. Mit Hilfe des Jagdausübungsberechtigten konnte der Rehbock soweit beruhigt werden, dass mit einer Blechschere der Kochtopf aufgeschnitten werden konnte. Schließlich konnte der Rehbock unverletzt “entlassen” werden. PM

Beitragsbild: Rehbock mit Kochtopf. Foto: Polizei

Wilderei in Langenhagen: Reh verendet in Schlinge

In der Nähe des Wietzesees im Norden Langenhagens (Niedersachsen) hat ein Spaziergänger eine Drahtschlinge mit einem verendeten Reh gefunden. Bereits in der Woche zuvor war eine Wildererschlinge in dem Gebiet entdeckt und von der Polizei sichergestellt worden, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtet. Die Drahtschlingen sind nach Auffassung der Polizei ziemlich professionell angefertigt worden. In der am Mittwoch entdeckten Schlinge hatte sich ein junger Rehbock gefangen, der in einem vermutlich einige Tage währenden Todeskampf elend zugrunde gegangen ist. Der Kadaver war bereits bis auf die Knochen abgenagt. Jagdwilderei ist eine Straftat, wird unter Anwendung einer Drahtschlinge gewildert, so wird dies gemäß § 292 Strafgesetzbuch als besonders schwerer Fall gewertet, der mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.  SE

Weitere Bilder und Informationen:

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Schnellschüsse und ihre Folgen

Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel: Offener Brief an die Mitglieder und Stellvertretenden Mitglieder des Ausschusses für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft

Sehr geehrter …

Anfang Dezember 2014 hatte ich an die Mitglieder des Ausschusses für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft einen Brief geschrieben und darin meine Besorgnis über den Umgang mit Rehwild in unserem Land ausgedrückt. Nachdem die Jagdzeit auf den Rehbock damals vom 1. Mai bis zum 31. Dezember ausgedehnt wurde und der behördlich bestätigte Abschussplan für Rehwild wegfiel, war ein erhöhter Anteil männlichen Rehwildes an der Strecke mit negativen Konsequenzen für das Rehwild zu befürchten. Dazu ein Zitat aus dem letzten Jagdbericht des Landes Brandenburg (Sn. 27 und 28):

„Die Verlängerung der Jagdzeit auf Böcke hat demzufolge nicht zu einer Erhöhung der Rehwildstrecke, aber zu einer Verschiebung des Geschlechterverhältnisses im Abschuss zu Gunsten des männlichen Streckenanteils geführt, der nicht zufrieden stellen kann. ( . . . . . ) Die Anteile von Böcken in der Altersklasse 2 entsprechen mit 39 Prozent besser den Anforderungen als es der Anteil an Ricken mit nur 34 Prozent vermochte (Vorgabe jeweils 40 Prozent) ( . . . . ). Die mancherorts nötige Reduzierung überhöhter Bestände kann nur über den vermehrten Abschuss weiblichen Wildes realisiert werden. Es ist daher zu hoffen, dass die abzeichnende Tendenz zu verstärktem Bockabschuss auch durch eine weitere Steigerung des Rickenabschusses ergänzt wird.”

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Schweiz: Rehbock greift Menschen an

In der Schweizer Gemeinde Collonge Bellerive im Kanton Genf hat ein Rehbock innerhalb von zwei Tagen vier Menschen angegriffen. Ein Bauarbeiter erlitt bei der Bock-Attacke einem Bericht des Internetportals 20minuten zufolge so schwere Verletzungen, dass die Wunde im Krankenhaus genäht werden musste. Der aggressive Bock wurde erschossen und ohne Befund auf Wildkrankheiten und Parasiten untersucht. SE

Beitragsbild: Rehbock, erlegt. Foto: SE