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Mecklenburg-Vorpommern: Rehschleifer darf Jagdschein behalten

Der Fall hatte Mitte 2014 für Aufregung gesorgt: Ein Jäger jenseits der 70, jagdausübungsberechtigt in einem Revier bei Ueckermünde, hatte die Meldung erhalten, dass ein bei einem Verkehrsunfall getötetes Reh im Straßengraben liege. Da sich das Tier in einem Zustand fortgeschrittener Verwesung befand und entsprechend roch, wollte er es nicht in seinem Kofferraum befördern. Er band es an die Anhängerkupplung seines PKW und schleifte es zwecks Entsorgung fort. Ein Foto davon landete in der Tagespresse, die entrüstet wegen dieses wenig feinfühligen Umgangs mit einem toten Tier auf den Mann eindrosch. Ein Urteil wegen Beleidigung gegen einen Journalisten, der den Weidmann als “Rabauken-Jäger” bezeichnet hatte, löste weitere Empörungswellen aus.

Die Jagdbehörde entzog dem Mann wegen “schwerem Verstoß gegen die Grundsätze der deutschen Weidgerechtigkeit” Jagdschein und WBK und verhängte eine Sperrfrist von zwei Jahren. Dagegen hat der Jäger in einer Reihe von Eilverfahren geklagt und in den Vorinstanzen bereits Recht bekommen. Die Richter erkannten Mängel in den Ermessensentscheidungen der Jagdbehörde, weil nicht hinreichend berücksichtigt worden sei, wie sehr der Ruf des Jägers durch die Berichterstattung geschädigt und in welchem Maß er dadurch belastet worden sei. Auch sei nicht gewürdigt worden, was der Entzug von Jagdschein und WBK für den Weidmann bedeuteten. Nun haben sich die Parteien – der Jäger und die Jagdbehörde – vor dem Verwaltungsgericht Greifswald auf einen Vergleich geeinigt:

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