Schlagwort-Archive: Rebhühner

Bayerischer Jagdverband züchtet Rebhühner und Fasane

+++ Brandenburg: Elch besucht Thermalsoleheilbad Templin +++ Bonn: Räudiger Jungfuchs in Tiefgarage erschossen +++

Der Bayerische Jagdverband (BJV) will im Rahmen eines Auswilderungsprogramms in die Zucht von Fasanen und Rebhühner einsteigen. Die Intensivierung der Landwirtschaft und der Verlust an Lebensräumen sowie der Rückgang der Insekten macht den Hühnervögeln zu schaffen, die Bestände gehen deutschlandweit zurück. Dieser Entwicklung will der BJV mit einem Zucht- und Auswilderungsprogramm begegnen. Das Zuchtprogramm soll, wie der Bayerische Rundfunk berichtet, an der Landesjagdschule bei Wunsiedel stattfinden. Dort ist eine 300 Quadratmeter große, 250.000 Euro teure Voliere installiert worden. Um die auszuwildernden Vögel sollen sich bayerische Reviere ab Herbst bewerben können. Kriterien für die Vergabe der Fasane und Rebhühner soll neben der Biotopstruktur auch die intensive Raubwildbejagung sein. Die Vögel dürfen drei Jahre lang nicht bejagt werden. Ziel ist, im kommenden Jahr zwischen 50 und 100 Rebhühner und 300 Fasane auszuwildern. SE

Beitragsbild: Fasanenjagd. Foto: SE

Rebhuhn-Küken: Kaum geschlüpft, schon verhungert!

Deutsche Wildtier Stiftung: Warum Rebhuhn-Küken in Deutschland kaum noch Überlebenschancen haben

Feld und Wiesen sind zurzeit eine einzige Kinderstube. Als Nesthäkchen aller Tiere kommen jetzt im Juli die Rebhuhn-Küken auf die Welt. Aber während Entenküken oder Jungtauben genug Futter finden, müssen Rebhuhn-Küken schon vom ersten Tag an ums Überleben kämpfen. „Die Küken-Sterblichkeit ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gestiegen“, sagt Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. Wildbiologen sind sich da einig: Der Mangel an geeignetem Lebensraum für Brut und Kükenaufzucht ist die Hauptursache für den Rückgang des Rebhuhnbestands in Deutschland. „Europaweit ist die Rebhuhnpopulation seit 1980 um 94 Prozent eingebrochen. Die Küken verhungern schlichtweg“, berichtet Kinser.

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Österreich: Steirischer Landtag verabschiedet neues Jagdgesetz

Auswildern von Fasanen und Rebhühnern “zu reinen Jagdzwecken” verboten

Der Landtag des Österreichischen Bundeslandes Steiermark hat heute die Novellierung des Landesjagdgesetzes beschlossen. Das berichtet das Internetportal “Neues Land”. Auf Antrag der Grünen musste sich der Landtag mit der umstrittenen Auswilderung von Fasanen und Rebhühnern befassen. Die Novellierung des Jagdgesetzes bringt kein vollständiges Verbot des Auswilderns, dieses ist jedoch nur noch unter weitreichenden Einschränkungen erlaubt. So werden Volieren und Zuchtgatter verboten, Auswilderungen müssen bis zum 31. Juli abgeschlossen sein und sind nur noch in sogenannten Auswilderungsbiotopen gestattet, die mindestens 500 Quadratmeter groß sein müssen. Auch sind Auswilderungen nur noch unter der Bedingung gestattet, dass das Revier bereits einen Fasanen- oder Rebhuhnbestand aufweist und ein entsprechender Lebensraum vorhanden ist. Das Auswildern muss beim Bezirksjägermeister angemeldet werden, dieser entscheidet, ob und wie viele Tiere in dem jeweiligen Revier ausgewildert werden dürfen.

Wie bei allen Wildtieren sei der Jäger auch bei Fasanen berechtigt, “einen gewissen Teil zu „entnehmen“ bzw. zu bejagen, wenn dies der Bestand erlaubt”, schreibt Neues Land. Dies dürfe aber nur erfolgen, um des Bestand in Hinblick auf Anzahl und Geschlechterverhältnis “innerhalb des Reviers in jenem Ausmaß zu erhalten, das den natürlichen Verhältnissen entspricht.” Eine Fasanenjagd aus reiner „Freude am Abschuss“ sei in der Steiermark durch das neue Jagdgesetz nicht mehr möglich und verboten, zitiert das Portal einen Abgeordneten.

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