Schlagwort-Archive: Raubvögel

Studie: Windräder wirken wie Spitzenprädatoren

Windräder können sich auf Räuber-Beute-Beziehungen wie neu eingeführte Spitzenprädatoren auswirken. Das hat die Biologin Dr. Maria Thaker vom Indian Institute of Science in Bengaluru heruasgefunden. In der im Fachmagazin Nature Ecology & Evolution 2018 veröffentlichten Studie “Wind farms have cascading impacts on ecosystems across trophic Levels” beschreibt sie, wie Windparks das Ökosystem verändern am Beispiel von Greifvögeln und Eidechsen, ihrer Beute. Durchgeführt hat sie diese Feldforschung in den Westghats, einem Gebirge im Westen Indiens und, wie Dr. Thaker schreibt, ein Biodiversitäts-Hotspot. Auf dem Chalkewadi-Plateau steht in mehr als tausend Höhenmetern jedoch einer der größten Windparks Indiens. In den WIndparks gab es vier Mal weniger Greifvögel als in den umgebenden Gebieten ohne Windräder, so Dr. Thaker. Entsprechend weniger Angriffe und Prädation gibt es auf die unter den Windrädern lebenden Eidechsen der Art Sarada superba. Diese seien daher bedeutend zahlreicher, hätten geringere Stresslevel und weniger Scheu, auch vor Menschen.

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Jäger und Falkner fordern schärfere Strafverfolgung für Nestzerstörungen

Gemeinsame Pressemeldung vom Deutschen Falkenorden (DFO) und Deutschen Jagdverband (DJV) – Energiewende auf Kosten der Artenvielfalt: Fälle treten besonders in Planungsgebieten für Windkraftanlagen auf

In Planungsgebieten für Windkraftanlagen kommt es immer wieder zu illegalen Nest- oder Brutbaumzerstörungen an den Brutplätzen streng geschützter Arten. Hintergrund sind die Auflagen, die für Grundbesitzer und Betreiber gelten: Das Vorkommen von geschützten Arten verhindert oder erschwert die Zulassung der Anlagen. Betroffen sind unter anderem Rotmilane und Seeadler, Schwarzstörche, Baumfalken, Schreiadler oder auch der Uhu. Obwohl es sich dabei um Straftaten handelt, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden können, liegt die Aufklärungsquote nahezu bei Null. Da über Fälle von Nestzerstörungen und illegale Tötungen meist nur regionale Medien berichten, bleibt das wahre Ausmaß des Problems unerkannt.

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